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Bremer Reisen in der Vergangenheit

Die Schalterhalle von oben. Wenige Menschen stehen dort und warten. An der Seite sieht man verschiedene Läden. Das Bild ist schwarz-weiß.
So reiste man früher in Bremen

Quelle: Staatsarchiv Bremen

Ziel auswählen, Koffer packen, die Welt erkunden und sich erholen – was wir heute unter dem Begriff Reisen verstehen, kam erst im 19. Jahrhundert auf. Während bei Reisen im Mittelalter die Adeligen nur den Hof verließen, kam der Aspekt der Erholung erst später dazu. Auch die Form der Reise hat sich über die Jahrhunderte hinweg verändert. Wir wollen euch deshalb auf eine kleine Reise in die Vergangenheit mitnehmen und uns anschauen, wie die Bremer*innen früher gereist sind.

Campingplatz in Lankenau

Flughafen Bremen

Nachdem der Bremer Flughafen am 18. Juli 1920 feierlich eröffnet wurde, dauerte es noch knapp anderthalb Monate, bis die erste Linienmaschine aus Amsterdam in unserer Hansestadt landete. Bremer*innen konnten außerdem in kürzester Zeit nach Wangerooge, Berlin und Dortmund reisen. Da die Flüge sehr abenteuerlich und kalt waren, bekamen die Reisenden vor dem Start Ledermäntel, Schals, Schutzhelme, Staubbrillen und einen Apfel für die Verpflegung. An richtige Urlaubsreisen war noch lange nicht zu denken.

Die schwarz-weiße Aufnahme zeigt ein kleine Flugzeug auf dem Rollfeld. Im Hintergrund ist das Flughafengebäude zu sehen.

Quelle:

Die schwarz-weiße Aufnahme zeigt einen Piloten, der sich mit einer Stewardess auf dem Rollfeld unterhält. Im Hintergrund ist ein Flugzeug zu sehen.

Quelle:

Durch die Ansiedelung verschiedener Flugzeugbauer und den Ausbau der Startbahn sowie der Terminals wurde die Anlage am Neuenlander Feld zu einer der Modernsten ihrer Art. Leider wurde der Flughafen in den Kriegsjahren komplett zerstört, weshalb es einige Jahre dauerte, bis dort wieder Flugzeuge landen konnten. Bremen startete erst 1949 wieder in die Luft, als die skandinavische Fluglinie SAS zwei Strecken von Schweden über Bremen nach Düsseldorf und Frankfurt anbot.

Durch die technische Revolution der Flugzeuge in den 60er Jahren boomte die Luftfahrt auch in Bremen. Reisende konnten Mitte der 70er Jahre die ersten Urlaubsflüge antreten. Die hohe Nachfrage führte dazu, dass der Bremer Senat 1973 beschloss, aus der Anlage einen Regionalflughafen zu machen. Dafür wurde die Ochtum verlegt und die Landebahn auf 2034 Meter ausgebaut. Nach dem erfolgreichen Umbau und der Eröffnung der Abflugshalle 1979 zählte Bremen erstmals 700.000 Passagiere in einem Jahr.

Die schwarz-weiß Aufnahme zeigt eine Personengruppe, die gerade auf dem Flughafen gelandet ist und durch ein Tor geht.

Quelle:

Bremer Hauptbahnhof

Als 1847 der "Hannoversche Bahnhof" unweit des heutigen Standortes eröffnet wurde, konnten die Reisenden erstmals in 3,5 Stunden von Bremen nach Hannover fahren. Es dauerte nicht lange, bis auch Fahrten nach Bremerhaven, Oldenburg und Uelzen-Langwedel möglich waren. Dadurch kam der Bahnhof allerdings schnell an seine Grenzen, weshalb auf dem Gelände der heutigen Stadthalle ein weiterer Bahnhof gebaut wurde, der die Strecke zwischen Hamburg und Köln verbinden sollte. Es kam 1885 zu einer Zusammenlegung beider Bahnhöfe, um noch mehr Ziele ansteuern zu können. So entstand der Hauptbahnhof, wie wir ihn heute kennen - mit einer Bahnsteighalle, einem Empfangsgebäude, einem 130 Meter langen Tonnensaal und einer beidseitigen Gleiseinfahrt auf hochgelegtem Gleis. 

Als der Fernschnellzug Roland 1951 in Betrieb genommen wurde, konnten die Bremer*innen nun bequem den Süden Deutschlands, Zürich und später auch Italien erreichen. 

Bahnhof Sebaldsbrück

Überfahrt von Bremerhaven nach New York

Zeitreisen auf YouTube

Auch wenn das Reisen in diesem Jahr nicht möglich ist, könnt ihr immer noch eine digitale Zeitreise unternehmen. Stöbert durch unsere YouTube-Playlisten und erlebt die Bremer Geschichte in bewegten Bildern. Euch erwarten spannende Dokumentationen, bremische Impressionen und ein Früher-Heute Vergleich unserer Hansestadt.

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