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Die Überseestadt und der Europahafen

Blick auf den Europahafen in der Bremer Überseestadt im Abendlicht
Ein ganzes Quartier im Wandel - erlebt ein traditionsreiches Hafenquartier am Pulsschlag der Gegenwart!

Quelle: WFB/Jens Lehmkühler

Wo einst Schiffe verkehrten und Stückgut verladen wurde, bereichert heute der Ortsteil Überseestadt das Bild Bremens. Nach dem stetigen Rückgang der Seewirtschaft entsteht hier seit einigen Jahren ein ganz neues pulsierendes und innovatives Quartier, dem ihr unbedingt einen Besuch abstatten solltet. Hier könnt ihr schlendern und shoppen, Leib und Seele verwöhnen, Kultur genießen, immer wieder Neues entdecken und vielleicht sogar das passende Zuhause für euch finden.

Abwechslung pur in der Überseestadt

In der Überseestadt stehen neu belebte, riesige, alte Speicheranlagen aus rotem Backstein in einem spannenden Kontrast zu modernster Architektur. Ein Mix, der nicht weniger abwechslungsreich genutzt wird. Kreative und innovative Start Ups arbeiten Tür an Tür mit traditionsreichen Unternehmen aus der maritimen Industrie, während zahlreiche Grünanlagen und Outdoorangebote zur Entspannung oder Aktivität unter freiem Himmel einladen. Kulturschaffende verwirklichen genauso passioniert ihre Projekte, wie die Macher*innen, die in besonderen Manufakturen ihre Leidenschaft zum Beruf haben werden lassen. Und das gastronomische Angebot an Cafés und Restaurants ist ebenso vielfältig, wie das Angebot an Wohnraum, der vom sozial geförderten Wohnungsbau bis hin zum hochpreisigen Loft unterschiedlichen Menschen ein Zuhause bietet. Das Ganze geschieht vor der herrlichen Kulisse der Weser und ihrer Hafenbecken.

Eines der größten städtebaulichen Projekte Europas

Den Grundstein für diese spannende Entwicklung legte der Bremer Senat im Jahr 2000, als er das Konzept für die Umstrukturierung der alten Hafengebiete beschloss. Seitdem ist die Überseestadt im stetigen Wandel – zahlreiche Projekte wurden bereits umgesetzt, vielerorts wird aktuell gebaut und gewerkelt, während an anderer Stelle Flächen noch auf ihre zukünftige Nutzung warten. Die Planungen sehen dabei immer auch unbebaute Grün- und Freiflächen vor. So sind in der Überseestadt in den vergangenen Jahren bereits viele Angebote entstanden, die nicht nur die Menschen vor Ort erfreuen, sondern Besucher*innen aus ganz Bremen in das Quartier locken.

Waller Sand & Molenturm

Nur ein Beispiel dafür ist der Waller Sand am Wendebecken im Nordwesten der Überseestadt. Wo bis vor ein paar Jahren noch eine karge Steinlandschaft vor Hochwasser schützte, übernimmt diese Aufgabe seit Frühjahr 2019 ein einladender und abwechslungsreicher Freizeit- und Naherholungsort. Mit imposantem Ausblick auf die mächtige Getreideverkehrsanlage genießt ihr hier das pure Strandgefühl, die Sonne, einen Wasserspielplatz, Volleyballfelder und die Atmosphäre maritimer Dünenlandschaften. Aufgrund des Schiffverkehrs ist das Baden hier allerdings nicht erlaubt. Dafür führt euch aber ein kleiner, liebevoll bepflanzter Spazierweg direkt zum hübschen Molenturm - einem der beliebtesten Aussichtspunkte und Fotospots der Stadt, der euch bei passender Wetterlage einen perfekten Blick auf den Sonnenuntergang über der Weser beschert.

Die Überseeinsel – die Überseestadt wächst weiter

Ein ähnlicher Magnet wie der Waller Sand soll die Überseeinsel werden, die am Eingangsbereich der Überseestadt liegt und somit in unmittelbarer Nähe zur Bremer City. Gemeinsam mit Bürger*innen geplant, soll auf dem ehemaligen Kellogg-Gelände ein grünes Stadtquartier mit wenig Autoverkehr entstehen, das den gewohnt vielfältigen Nutzungsmix der Überseestadt fortsetzt und mit einer Promenade, Grünflächen und einer so genannten Sonnenfängerbucht sicher Ziel zahlreicher Besucher*innen wird.

Flanieren im Europahafen

Unweit der Überseeinsel ist der Europahafen schon jetzt Anlaufpunkt für all jene, die die maritime Atmosphäre an der Weser und gleichzeitig die spannende Kombination aus Tradition und Moderne genießen wollen. Ob bei einem Spaziergang, auf einer der Außenterrassen der ansässigen Gastronomie oder bei einem mitgebrachten Feierabendbierchen – der Europahafen ist ein herrlicher Ort, um zu entspannen und sich einen wunderbaren Ausblick auf Bremens Lebensader zu gönnen.

Gleichzeitig entsteht am Kopf des Europahafens aktuell ein weiteres Gebäudeensemble, dass die Skyline der Stadt ebenso prägen wird, wie es bereits viele Bauten der Überseestadt tun. Der Weser Tower sticht in der Reihe dieser Gebäude besonders hervor – schließlich ist das vom Architekten Helmut Jahn entworfene Hochhaus das höchste Bürogebäude Bremens.

Hafenwirtschaft inmitten neuer Nutzungskonzepte

Während all dieser spannenden Neuerungen, geht aber auch der geschäftige Betrieb historisch gewachsener Gewerbe- und Hafenstrukturen in der Überseestadt weiter. Im Holz-, Fabriken- und Getreidehafen beobachten Interessierte noch immer große Seeschiffe beim Auf- und Entladen. Hier befindet sich noch immer eine logistische Schaltstelle für Frachtschiffe. Umgeschlagen werden in erster Linie Futtermittel, Getreide, Mehl und Frostprodukte, selten auch Container. Entsprechend der gewerblichen Nutzung dieser Hafenreviere, sind hier vornehmlich verarbeitende Betriebe ansässig.

Kreatives Umfeld für feinstes Handwerk

Inmitten all der innovativen Gebäude, Ideen und Projekte der Überseestadt haben zahlreiche leidenschaftliche Produzent*innen die passende Umgebung für ihre ganz besonderen Manufakturen gefunden. Direkt am Europahafen destilliert und produziert Birgitta Schulze van Loon mit ihrer Marke "Piekfeine Brände" direkt vor Ort edle Spirituosen. In der gläsernen Lebkuchenmanufaktur von Manke & Coldewey stehen handgemachte Elisenlebkuchen auf dem Programm. Auf der Überseeinsel haben sich die Macher*innen von "Hopfenfänger" in der Bremer Braumanufaktur der Kunst des Bierbrauens verschrieben. Sowohl bei Lloyd Caffee als auch bei Cross Coffee dreht sich alles um die Kaffeebohne. Und der Koch & Bergfeld Corpus Silbermanufaktur entstammen weltberühmte Trophäen wie bspw. der Pokal der Champions League.

Ein Pärchen sitzt in der Abendsonne auf der Terrasse der Feuerwache in der Überseestadt und blickt auf das Hafenbecken.

Genussroute durch die Bremer Überseestadt

Kaffee, Bier und viele weitere Bremer Produkte aus ansässigen Manufakturen

Quelle: WFB / Jens Lehmkühler

Kultur und Spaß in der Überseestadt

Die kontrastreiche Überseestadt ist in jedem Fall einen Besuch wert. Nicht zuletzt, weil ihr hier auch ein spannendes Angebot an Kultur- und Freizeiterlebnissen findet, die ihr unbedingt erkunden solltet. Im Speicher XI haben beispielsweise das Hafenmuseum und die Speicherbühne direkt neben der Hochschule für Künste ein kreatives Umfeld für ihr Schaffen gefunden. Das GOP Varieté-Theater hat sich am südlichen Ende des Quartiers eine eigene Bühne gebaut, während das Hafen Revue Theater sich in einem bereits bestehenden Gebäude einquartiert hat. Direkt nebenan erwarten euch der HafenRummel mit einem 11-Stationen-Parcours im Hafenambiente der 50er Jahre und der SchwarzLichtHof mit einer Indoor-Minigolfanlage, die im Dunkeln und bei Schwarzlicht bespielt werden will. Fans besonderer Karosserien sollten sich unbedingt das Zentrum für Automobilkultur und Mobilität im Schuppen Eins ansehen und Skate- und Sport-Begeisterte finden im Überseepark ihr persönliches Paradies.

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