Panorama Hörsaalgebäude mit dem Fallturm im Hintergrund.

Universität Bremen streicht erfolgreich Drittmittel ein

Was für ein Jahresabschluss! Zum Ende des Jahres 2017 streicht die Universität Bremen neue Forschungsgelder ein. Wir stellen die geförderten Projekte vor.

Zwei Millionen Euro für Grundlagenforschung im Bereich Energiespeicherung

 

Fabio La Mantia, Professor im Fachbereich Produktionstechnik, dessen Fachgebiet die Batterieforschung ist, erhält den mit rund zwei Millionen Euro geförderten ERC Consolidator Grant. La Mantia will die Förderung für die Grundlagenforschung im Bereich ElIonT” (Electron- and Ion Transfer at the Interface: a Hyphenated Dynamic Multi-Frequency Approach) nutzen. Die Auszeichnung ist eine der höchstdotierten Fördermaßnahmen der Europäischen Union für einzelne Wissenschaftler. Der Europäische Forschungsrat unterstützt damit exzellente junge Forscherinnen und Forscher, die am Beginn einer unabhängigen Forschungskarriere stehen.

La Mantia zählt zu den Experten im Gebiet der Batterieforschung. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM forscht er unter anderem an wässrigen Zink-Ionen Batterien und der Wiedergewinnung von Energie aus Salzwasser und Wärme. Dabei ist das übergeordnete Ziel, Batterien mit längerer Lebensdauer für die Industrie zu entwickeln. Zur Pressemitteilung der Universität Bremen

Neues Forschungsprojekt über Crowdworking

 

Ebenso zukunftsgerichtet ist das neue Forschungsprojekt des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Universität Bremen: Das von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) mit 300.000 Euro geförderte Projekt untersucht das Phänomen Crowdsourcing. Bei Crowdsourcing handelt es sich um eine Wortneuschöpfung, die sich aus den englischen Begriffen "Crowd"  (Menschenmasse) und "Outsourcing" (Auslagerung). Beim Crowdsourcing handelt es sich um eine flexible und schnelle Aufgabenverteilung über das Internet. Besonderheit dieser Arbeitsform ist, dass sich prinzipiell jede/r auf die ausgeschriebenen Aufgaben bewerben kann.

Für die Crowdworker bringt die neue Arbeitsform Vorteile, da sie ihren Arbeitsalltag zeitlich und räumlich flexibler gestalten können. Andererseits arbeiten sie häufig sehr isoliert und unter hohem Konkurrenzdruck. Zudem sind sie beim Vertragsschluss gegenüber den Auftraggebern und Plattformbetreibern oft benachteiligt. Lars Hornuf; Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bremen, erforscht mit der Trierer Professorin Monika Schlacher die wirtschaftliche und arbeitsrechtliche Situation der Crowdworker.

Frauenhände tippen auf einer Laptop-Tastatur (Quelle: fotolia / chagin)

Frauenhände tippen auf einer Laptop-Tastatur.

Quelle: fotolia / chagin

Förderung für Sonderforschungsbereiche

 

Eine weitere Bestätigung für die Leistung der Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist die Bewilligung eines neuen sozialwissenschaftlichen Sonderforschungsbereichs (SFB) durch die DFG: Der Sonderforschungsbereich 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik" startet am 1. Januar 2018 und erhält eine vierjährige Förderung in Höhe von elf Millionen Euro.

Der neue Sonderforschungsbereich erforscht die weltweite Entwicklung und Veränderung staatlicher Sozialpolitik. Mehr als 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen haben durch die Förderung die Chance, geografisch, konzeptionell und analytisch neue Impulse in der Sozialpolitik zu setzen. So wird der neue SFB Entwicklungs- und Schwellenländer untersuchen und auch die Auswirkungen von Kolonialismus, Krieg, Handelsbeziehungen, Kapitalverkehr und Migrationsströmen auf Sozialpolitik.

Weiter gefördert wird der transregionale Sonderforschungsbereich 136 "Funktionsorientierte Fertigung auf der Basis charakteristischer Prozesssignaturen". Dieser wird nach erfolgreicher Arbeit in der ersten Förderungsphase bis 2021 mit 9,5 Millionen gefördert. Damit können die Beteiligten das Konzept der Prozesssignaturen weiterentwickeln. Dabei handelt es sich um einen neuen Ansatz der werkstofforientierten Fertigung, bei dem Produktionsvorgänge in einer einheitlichen Schreibweise konkretisiert werden. Ziel des Projekts ist es, die Bauteilqualität gezielt zu verbessern.

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