Panoramablick vom Zuschauerrang ins Weser Stadion

Werder Bremen - Lebenslang grün-weiß

1899: Entstehung

Als eine Gruppe Jugendlicher am  4. Februar 1899 einen Fußball bei einem Tauzieh-Wettbewerb gewann und diesen dann am Stadtwerder ausprobierte, wurde der Grundstein des heutigen SV Werder Bremen gelegt. Damals noch als FV Werder Bremen bekannt, trat der Verein bereits am Ende des Jahres dem Verband Bremer Fußball-Vereine bei.  Auch wenn dem Verein damals nur Männer mit höherer Schulausbildung beitreten durften, konnte er in den Jahren nach der Entstehung bereits diverse Erfolg vorweisen.

1930: Weserstadion

Da Werder noch keinen geeigneten Spielplatz für die Austragung ihrer Ligaspiele gefunden hatte, konkurrierten sie 1925 mit dem Allgemeinem Bremer Turn- und Sportverein um einen Bauplatz am Ufer der Weser, wobei der ABTS sich jedoch durchsetzen konnte. Bei dem Bau der Arena übernahm sich der Verein jedoch und musste das Stadion, welches nun an Weserstadion genannt wurde, an die Grün-Weißen übergeben.

1965: Erste Meisterschaft

Nachdem Bremen die erste Bundesligasaison nur im Mittelfeld beenden konnte, gelang es Werder in der Saison 1964/65 unter der Führung von Trainer Multhaup, überraschend aber sehr dominant, die erste Meisterschaft einzufahren. Auch wenn die Jahre darauf weniger erfolgreich waren, legte Werder so den ersten großen Meilenstein in ihrer Bundesliga-Laufbahn.

1980: Abstieg

Die Leistungen der Bremer Mannschaft ließen nach dem Scheitern des Planes, Werder mit Hilfe finanzieller Unterstützung seitens der Stadt zur Spitzenmannschaft zu machen abrupt nach. Nach einer katastrophalen Saison stieg der SVW in die 2. Bundesliga ab und war somit das erste und bisher einzige mal nicht Teil einer Bundesligasaison.

1981: Aufstieg zur Spitzenmannschaft

Mit der Einstellung Otto Rehhagels gelang Werder Bremen der direkte Wiederaufstieg und ein bisher ungebrochener Punkterekord in der zweiten deutschen Spielklasse. In den darauf folgenden Jahren gelang Werder der sportliche Aufstieg zum Hauptkonkurrenten des FC Bayern München. Durch attraktiven Offensivfußball setzte Werder sich an der Tabellenspitze fest, konnte allerdings kein einziges mal die Bundesliga gewinnen und verpasste 1982/83 sowie 1985/86 nur sehr knapp die Meisterschale.

1988 bis 1993: Erfolg unter Rehhagel

Nachdem Werder sich als Topmannschaft in der Bundesliga etabliert hatte, wurden die nächsten Jahre zu den erfolgreichsten der Bremer Geschichte. In der Saison 1987/88 glänzten die Grün-Weißen durch eine herausragende Defensive und konnten ihren zweiten Titel gewinnen. Doch Rehhagel gab sich mit einem Titel nicht zufrieden und schaffte es 1993 erneut einen Titel mit Werder zu gewinnen.

2004: Gewinn des Doubles

Nach Rehhagels Abgang schaffte es Thomas Schaaf, Werder wieder an die Spitze der Bundesliga zu bringen. Die legendäre Mannschaft rund um Micoud, Ailton und Ivan Klasnic schaffte es, den ersten Platz 22. Spiele lang zu halten und holte so die vierte Meisterschaft für Grün-Weiß. Im Pokal-Finale konnte Werder Alemannia Aachen mit 3:2 bezwingen und wurde zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Doublesieger.

2010: Abrutschen ins Mittelfeld

In der Saison 2010/11 war Werder abstiegsgefährdet und schied in der Champions League sowie im DFB-Pokal früh aus, doch konnte sich knapp in der Liga halten. Trotz Hoffnungsschimmer im nächsten Jahr war die Saison 2012/13 eine der schwierigsten der Vereinsgeschichte, nach Abgang wichtiger Stammspieler und Werders langjährigem Manger Klaus Allofs, konnte Werder die Form aus der vorangegangen Rückrunde nicht bewahren und spielte bis zum Schluss der Saison gegen den Abstieg. Am letzten Spieltag der Saison endete eine lange Ära, als Werder bekannt gab sich von Thomas Schaaf, einer Vereinslegende, als Spieler wie als Trainer getrennt zu haben.

Eine Auswahl prägender Persönlichkeiten des Vereins

 

Thomas Schaaf

Schaaf war als Spieler, Jugend- und schlussendlich Cheftrainer insgesamt 40 Jahre bei Werder Bremen aktiv und gewann mit Werder drei Meisterschaften sowie fünf Mal den DFB-Pokal. Der 1961 geborene Abwehrspieler spielte in seiner 17-jährigen Karriere nie für einen andren Club als Werder Bremen. In dieser Zeit gewann er jeweils zwei Mal den DFB-Pokal und die deutsche Meisterschaft, sowie im Jahre 1992 den Europapokal der Pokalsieger. Auch als Trainer blieb er Werder treu und trainierte von 1995 bis 1999 die zweite Mannschaft. Als er 1999 zum Cheftrainer der Bundesligamannschaft wurde, um den Abstieg zu verhindern, konnte niemand ahnen, dass er seine Mannschaft schon bald zum ersten Doublegewinn der Vereinsgeschichte führen sollte.

 

Diego

Der offensive Mittelfeldspieler Diego Ribas de Cunha begann seine Karriere beim brasilianischen Club FC Santos, wo er durch seine vielen Torbeteiligungen schnell auf sich aufmerksam machte. Als er 2006 für eine Ablösesumme von 6 Millionen Euro zum SV Werder wechselte, spielte er anschließend 84 mal im Bremer Trikot und schoss dabei 34 Tore. Sein Tor aus 62 Metern werden die meisten Werder-Fans wohl niemals vergessen, genauso wenig wie den wunderschönen Fußball den er in seiner Zeit bei Werder spielte.

 

Ailton

Der in Bremen liebevoll als "Kugelblitz" bezeichnete Mittelstürmer absolvierte in seiner Zeit bei Werder 169 Spiele, wobei er 88 mal knipste. In der Saison 2003/04 schoss er Werder mit insgesamt 34 Toren zum Double und wurde zeitgleich zum ersten ausländischen "Fußballer des Jahres" in Deutschland. Auch außerhalb des Platzes sorgte Ailton für Unterhaltung. Besonders in seinen legendären Interviews sammelte er viele Sympathiepunkte bei den Fans.

 

Otto Rehhagel

Obwohl er in seiner aktiven Zeit als Fußballer niemals für den SVW auf dem Platz stand, prägte Otto Rehhagel die Geschichte der Grün-Weißen wie kaum ein anderer. Ab 1981 kam Rehhagel an die Weser, um den zuvor aufgestiegenen Verein zu stabilisieren. Als "König Otto" 1988 das erste mal die Meisterschaft holte begann der bis dahin erfolgreichste Zeitabschnitt in der Werder-Vereinsgeschichte. Durch beherzten Offensivfußball etablierte sich der Begriff "Wunder von der Weser" nicht nur in Bremen. Nach 14 Jahren als Cheftrainer verließ er Werder.

 

Arnold "Pico" Schütz

Die Karriere des in Walle geborenen Fußballers begann 1955 und endete 1972. In dieser Zeit trug Schütz, auf dem Platz "Pico" gerufen, 826-mal das Werdertrikot. Ein Jahr nach der Einführung der Bundesliga gelang Pico und der Mannschaft unter der Führung von Trainer Multhaup die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Während seiner Zeit in der Bundesliga entwickelte sich der Elfmeter- und Freistoßspezialist zu einem der größten Allround-Talente Deutschlands. Seine Karriere beendete der Bremer erst im relativ hohen Alter von 37 Jahren.

 

Wir haben eine wichtige Person vergessen?!

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