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Wissenschaft persönlich: Dr. Peer Woizeschke

Ein Mann steht in einem Labor und öffnet die Tür eines Geräts
Dr.-Ing. Peer Woizeschke ist stellvertretender Institutsleiter und Prokurist am Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (BIAS) im Geschäftsbereich Materialbearbeitung und Bearbeitungssysteme sowie Abteilungsleiter für Füge- und Pulverbettverfahren.

Quelle: WFB/Ginter

Bremens Wissenschaft ist exzellent! Und daran haben natürlich die vielen schlauen Köpfe, die sich in den Laboren und den Hörsälen tummeln, erheblichen Anteil. Wer steckt hinter dem Erfolg der Bremer Wissenschaft? In unserer Porträt-Reihe Wissenschaft persönlich stellen sich Wissenschaftler:Innen und Wissenschaftskommunikator:Innen regelmäßig unseren Fragen und verraten, was sie an ihrer Arbeit lieben und warum der Standort Bremen für sie genau der Richtige ist.

Im Dezember 2020 stand uns Dr.-Ing. Peer Woizeschke vom Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (BIAS) Rede und Antwort. Als stellvertretender Institutsleiter und Prokurist im Geschäftsbereich Materialbearbeitung und Bearbeitungssysteme sowie Abteilungsleiter für Füge- und Pulverbettverfahren forscht er zu den Verfahren Laserschweißen, Laserlöten und Additive Fertigung (3D-Druck) mittels Laserstrahlschmelzen im Pulverbett (engl.: Laser Powder Bed Fusion – LPBF). Außerdem ist er Lehrbeauftragter für die Vorlesungen "Lasermaterialbearbeitung" und "Additive Fertigung".

Warum er für mehr Synergien und weniger Abschottung plädiert, welche Momente ihn begeistern und was ein "Okto-bib-ander" mit der Wissenschaft in Bremen und Bremerhaven zu tun hat, erfahrt ihr hier im Interview!

  • Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht Wissenschaftler geworden wären?
    An einen festen Berufswunsch als Kind kann ich mich nicht direkt erinnern; es wechselte über die Jahre bis ins Studium hinein. Wenn ich so darüber nachdenke, wollte ich im Jugendalter mal Aktienhändler werden. Der "Neue Markt" für "Neue Technologien!" an der Deutschen Börse oder entsprechend der NASDAQ in den USA hatten mich Ende der 90er-Jahre in den Bann gezogen. Es war unglaublich interessant und spannend, Unternehmen hinsichtlich ihrer Produkte und Roadmaps zu analysieren und dadurch tief in mögliche Zukunftsthemen – vor allem auch technisch – einzutauchen. Doch nach dem Boom kam der Crash und so wechselte das Interesse in Richtung Politik, um Dinge anzupacken, etwas zu bewegen und nach vorne zu bringen. Der Berufswunsch veränderte sich weiter von "Ranger/Forscher im Naturreservat", um die Komplexität funktionierender Ökosysteme zu erforschen und zu erhalten, über "Astrophysiker" und "Luft- und Raumfahrt-Ingenieur" zur Idee "Patentanwalt" zu werden. Dabei sprach mich das schnelle Hineindenken in neue, täglich andere Erfindungen an. Am Ende des Studiums führte allerdings kein Weg an der Wissenschaft vorbei!
  • Wann finden Sie Ihren Job klasse? Welche Momente sorgen für Begeisterung?
    Ich kann uneingeschränkt sagen, dass ich meinen Job sehr oft klasse finde! Die Kombination aus "Forschen", "Forschung managen" und "Lehren" motiviert und begeistert mich jeden Tag! Besondere Momente der Begeisterung sind,
    - wenn ein Projektantrag bewilligt wird und wir richtig loslegen können!
    - wenn ich ein tolles neues Teammitglied hinzugewinnen konnte!
    - wenn etwas im Experiment so klappt, wie wir es uns vorher überlegt oder vorhergesagt hatten!
    - wenn wir Unternehmen durch unsere Forschung direkt weiterhelfen können!
    - wenn ich sehe, dass Studierende wirklich einen "Aha"-Effekt erfahren und die eigene Begeisterung für ein Thema auf sie überspringt!
  • Stellen Sie sich vor, Sie hätten auf dem Freimarkt einen Stand und müssten nun den Besuchern erklären, an was Sie gerade arbeiten - wie sähe Ihr Stand aus?
    Auf jeden Fall hätte ich viele Musterbauteile dabei, denn wenn man die Ergebnisse der Fertigungsprozesse in die Hand nehmen kann, ist es am einfachsten nachzuvollziehen, was wir tun und was unsere Forschungen und Entwicklungen für Fortschritte hervorbringen. Die Größe der Bauteile würde dabei vom Mikrobauteil, kleiner als ein Stecknadelkopf, bis zur Autotür oder zum Flugzeugflügelsegment reichen. Wichtig wäre mir vor allem auch aufzuzeigen, welchen Beitrag die laserbasierte Produktionstechnik für große Zukunftsthemen wie Ressourcenschonung oder Wasserstoffwirtschaft und auch für die regionalen Schwerpunkte wie Raumfahrt oder Flugzeugbau liefern kann.
    Um die Additive Fertigung, d.h. den 3D-Druck, metallischer Bauteile anhand des Laserstrahlschmelzens im Pulverbett zu demonstrieren, würde ich unsere kleine Modellanlage mitnehmen, sodass ich den Besucherinnen und Besuchern direkt zeigen könnte, wie der Prozess funktioniert. Hochgeschwindigkeitskamera-Aufnahmen (also sogenannte Zeitlupenaufnahmen oder Slow-Motion-Videos) sind nicht nur ein wichtiges Analysewerkzeug in der Forschung, sondern würden auch jeder Standbesucherin und jedem Standbesucher einen faszinierenden Einblick in die realen Vorgänge während der verschiedenen Prozesse der Lasermaterialbearbeitung ermöglichen.
  • Welche gesellschaftliche Bedeutung hat Ihre Arbeit und worin besteht der Nutzen?
    Laserbasierte Prozesse werden zukünftig zunehmend weiter Lösungen für eine stets ressourceneffizientere, flexiblere, wandlungsfähigere und individualisierbarere Produktion liefern. Ich möchte mit meinem Team die Fertigungsverfahren von morgen und übermorgen mitentwickeln und erforschen, um die Entwicklung zu einer nachhaltigen Produktion zu unterstützen und somit auch mitzuhelfen, die Spitzenstellung der deutschen und europäischen Wissenschaft und Industrie zu sichern. Wie auch andere Fortschritte in der Produktionstechnik (siehe Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen) sichert auch die moderne Lasermaterialbearbeitung Arbeitsplätze in der Region. So wird beispielsweise ein Bedarf für Mitarbeitende im Bereich 3D-Druck zukünftig hoffentlich dazu beitragen, u. a. in der Luftfahrtindustrie wieder neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Lasertechnik bietet in der Produktion erhebliches Potential, die Vorteile beispielsweise von modernem Multi-Material-Leichtbau oder der Additiven Fertigung sowie von Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung in Gewinne für die Gesellschaft zu überführen. Dabei würde ich gerne meinen Beitrag leisten.

  • Wann sprechen Sie bei Ihrer Arbeit von Fortschritt? Oder anders gefragt: Womit retten Sie die Welt?
    Wenn wir bei einem Fertigungsprozess wie zum Beispiel dem Laserschweißen oder -löten die Auswirkungen der Prozessparameter auf das Material bzw. das Produkt verstehen, die Qualität während des Prozesses überprüfen und daraufhin steuernd oder korrigierend eingreifen können, sind wir beispielsweise einen großen Schritt vorangekommen. Ich möchte Produkte besser, Prozesse effizienter und bisher nicht Mögliches möglich machen. Dabei kann ich oder mein gesamtes Team selbstverständlich nicht direkt die Welt retten, aber der entscheidende Aspekt ist, dass jede und jeder einen Beitrag zur Rettung der Welt beitragen sollte bzw. besser muss. Denn nur die Summe vieler kleiner Einzelbeiträge auf allen möglichen Ebenen wird es schaffen.
    Als Produktionstechniker betrachten wir beispielsweise die Ressourcenschonung bereits auf verschiedenen Ebenen. Wir betrachten logischerweise die Effizienz des Laserprozesses selbst, also wie können wir zum Beispiel den Anteil an vom Material aufgenommener Laserenergie bei gleicher oder besserer Produktqualität erhöhen. Wir betrachten allerdings auch die positiven Auswirkungen einer neuen Prozessstrategie oder eines neuartigen Verfahrens auf das Bauteil, die Baugruppe oder die Gesamtstruktur. Beim Laserschweißen erlaubt die hohe Präzision des laserbasierten Wärmeeintrags zum Beispiel, dass kleinere oder sogar keine überlappenden Flächen bei den zu fügenden Bauteilen erforderlich sind, was zum einen direkt Material spart und zum anderen über das geringere Gewicht Treibstoffeinsparungen während der Nutzung hervorruft. Funktionelle Verbesserungen wie verbesserte Aerodynamik oder Verschleißeigenschaften können zusätzlich zur Ressourcenschonung beitragen. Der 3D-Druck bietet, um nur einen Aspekt bei der Additiven Fertigung zu nennen, durch die Umsetzung bionischer Strukturen (siehe z. B. ELISE GmbH), d.h. von der Natur abgeguckt oder inspiriert, weitere erhebliche Leichtbaupotentiale.

  • Verraten Sie uns Ihr liebstes Arbeitsinstrument oder Ihre wichtigste Forschungsmethode?
    Das liegt wohl auf der Hand. Der Laserstrahl hat es zwar bereits in Geräte zu Hause, in viele Forschungslabore und in die Produktionshallen der Industrie geschafft, aber das Potential ist noch viel größer, denn in seiner Präzision, Schnelligkeit, Variabilität, Berührungslosigkeit, Verschleißfreiheit und Flexibilität ist er für mich ein nahezu unschlagbares Werkzeug. Methodisch ist die Kombination von experimentellen Laborversuchen und Simulationen enorm wichtig. Und für mich darf bei dieser Frage auf keinen Fall die Hypothese fehlen, denn sie ist ein essenzielles Werkzeug des wissenschaftlichen Arbeitens!

  • Wann und warum führte Sie Ihr Weg nach Bremen? Und woher kamen Sie?
    Ich kam vor circa 17 Jahren von der wunderschönen Ostseeküste aus dem "Land der Horizonte" (wie es früher auf den Autobahnschildern in Schleswig-Holstein so schön stand) zum Studium der Produktionstechnik nach Bremen, da mich die Raumfahrttechnik als Schwerpunkt der Universität faszinierte und der Fachbereich Produktionstechnik schon damals einen hervorragenden Ruf hatte. Zusätzlich sprach für Bremen u. a. der Betreuungsschlüssel "Lehrende/Studierende" und der Universitätscampus. Das Studium in Bremen war für mich ein Glücksgriff. Ich hatte viel Spaß und viele "Köpfe" begeisterten mich. Der Fokus meines Interesses lag schnell an der Schnittstelle zwischen Fertigungstechnik und Materialwissenschaft.

  • Was schätzen Sie am Land Bremen als Wissenschaftsstandort? Was hält Sie hier?
    Wie das BIAS, an dem ich arbeite, sind die Universität und Bremen Orte der kurzen Wege, der Kooperation, der Inter- und Transdisziplinarität und der Zukunftsgestaltung. Der Gestaltungswille sowie der stete Blick in die Zukunft begegnen einem hier überall. In der Forschung schätze ich zum einen die Fokussierung auf die starke Verknüpfung von Produktionstechnik und Materialwissenschaft, den beispielsweise die kooperierenden Institute wie das BIAS selbst, das Fraunhofer-IFAM, das Leibniz-IWT und das Faserinstitut Bremen oder die übergeordneten Zentren wie das MAPEX-Center for Materials and Processes oder das EcoMaT-Center for Eco-efficient Materials & Technologies verkörpern. Zum anderen schätze ich die offene, vertrauensvolle und synergetische Zusammenarbeit am BIAS selbst sowie mit der Universität, den weiteren Hochschulen in Bremen bzw. im Nord-Westen und den bereits erwähnten weiteren kooperierenden Instituten. Nicht zuletzt hält mich hier, dass das BIAS mir sehr gute Bedingungen für meine eigenständige Forschung zusammen mit meiner Arbeitsgruppe bietet.

  • Fehlt Ihnen etwas?
    Gute oder auch gemeine Frage. Klar, Wünsche oder Bedarfe hat man als Wissenschaftler und vielleicht als Nachwuchswissenschaftler noch im Besonderen immer viele, speziell in einem auch Infrastruktur- und (Groß)geräte-intensiven Forschungsgebiet. Selbstverständlich habe ich eine Wunschliste an Ausstattung. Die Entwicklung bei Laserstrahlquellen, bei Strahlformungselementen, bei 3D-Druck-Maschinen, bei der System- und Messtechnik etc. steht nicht still; neue Laseraggregate oder neue Sensorik bieten hochinteressante Möglichkeiten für die verständnis- sowie die direkte anwendungsorientierte Forschung in meiner Arbeitsgruppe. In Bezug auf die Forschungspraxis kann ich nur sagen: "Gerne noch mehr Kooperation!". Das soll nicht heißen, dass es wenig gibt, aber auch hier im Kleinen gilt wie in der großen weiten Welt: "Immer auf Synergieeffekte bauen, anstatt sich abzuschotten!"

  • Die Wege in Bremen und Bremerhaven sind bekanntlich kurz. Wie bewegen Sie sich durch die Stadt?
    Ich fahre mit dem Fahrrad und – damit meine aktuellen und ehemaligen Kolleginnen und Kollegen nicht zu stark schmunzeln – ja, auch das ein oder andere Mal mit dem Auto.

  • Wenn Sie die Wissenschaftsszene im Land Bremen mit einem Tier vergleichen sollten, welches würden Sie wählen und warum?
    Puh, da muss ich mal überlegen… Ein perfekt passendes fällt mir auf Anhieb nicht ein. Mit dem Oktopus sehe ich Gemeinsamkeiten bei intelligent, wandelbar und hinsichtlich der Fähigkeiten wie das Land Bremen vermutlich noch unterschätzt. Mit dem Biber verbindet uns vielleicht, dass er unauffällig wirkt, aber vielfältigste Fähigkeiten besitzt. Der Biber passt die Umgebung für sich stetig an, um seine zukünftigen Bedingungen zu verbessern, und ganz wichtig, ein guter Biberdamm und eine gute Biberburg entstehen durch Kooperation. Mein Sohn sagt spontan noch Salamander… dem wurde einmal der Mythus zugesprochen, Feuer löschen oder im Feuer leben zu können. Der Salamander hat zumindest tatsächlich eine hervorragende Regenerationsfähigkeit. Ein wenig hat die Bremer Wissenschaftsszene diese Fähigkeiten meines Erachtens auch, d.h. aufkommende Brände zu löschen sowie sich bei Rückschlägen schnell zu regenerieren und möglichst noch besser als zuvor daraus hervorzugehen. Gemäß eines unserer Kinderkartenspiele wäre das passende Tier also ein "Okto-bib-ander".

  • Was war die größte Herausforderung Ihrer wissenschaftlichen/beruflichen Laufbahn, die Sie zu meistern hatten?
    Da fällt mir spontan die Dissertation mit zwei sehr kleinen Kindern zu Hause ein. Da waren die typischen Nachtschichten schon vorprogrammiert.

  • Welche stehen Ihnen noch bevor?
    "Hoffentlich viele positive!“", würde ich sagen. Positive Herausforderungen? Das sind für mich Herausforderungen, die eigentlich Chancen sind. Für mich heißt das, motiviert zu sein, auch groß zu denken, um Großes zu erreichen! Ich möchte meine eigenen Forschungsfelder aus- bzw. aufbauen und meine zugegebenermaßen auch ambitionierten Pläne verwirklichen.

  • Haben Sie eine persönliche Erfolgsformel?
    Klingt etwas kitschig, aber ich denke, ein wesentlicher Faktor ist, der eigenen Begeisterung folgen und bei anderen Begeisterung wecken! Dann geht es "nur noch" um Möglichkeiten und Randbedingungen schaffen! Ein Leitbild von mir für die Forschung ist "Grenzen und Widersprüche nicht akzeptieren, sondern auflösen!". Das hilft, Lösungsansätze zu finden. In der Wissenschaft ist es vielleicht zudem noch wichtig, Rückschlägen und Frustration mit ausdauerndem Ehrgeiz und Fortschrittswillen zu begegnen. Das gelingt mir bisher recht gut.

  • Aus welchem Scheitern haben Sie am meisten gelernt?
    Auch eine interessante Frage, auf die mir spontan jedoch keine konkrete Situation in den Sinn kommt. Vielmehr war bzw. ist in diesem Zusammenhang für mich die wichtigste Erkenntnis, dass zum Beispiel die Ablehnung eines Förderantrags für ein Forschungsprojekt zwar zunächst ganz klar ein Scheitern ist, das auch enttäuscht. Es sollte aber nicht nur als Rückschlag, sondern gleichzeitig als Möglichkeit wahrgenommen werden, anhand der Kritikpunkte und Hinweise der Gutachterinnen und Gutachter von deren Expertise und jahr(zehnt)elangen Erfahrungen zu lernen und somit schließlich auch davon zu profitieren.

  • Wobei oder wodurch wird Ihr Kopf wieder frei?
    Ja, Sport würde sicher helfen, kam bei mir in den letzten Jahren aber ehrlich gesagt sehr kurz. Bei mir ist es die Zeit mit Familie und Freunden, also spielen, vorlesen, quatschen, diskutieren usw. und wenn möglich abends "in Gesprächen versacken"; das ist genau meins. Sonst vielleicht etwas altmodisch noch die gute ZEITung am Wochenende, aber auch bei TV, Streamingdiensten, Hörbüchern & Co muss man schon sagen, da gibt es immer etwas Gutes, Neues, Spannendes, Mutiges… Podcasts entdecke ich aktuell ganz langsam erst für mich; da bin ich der Zeit wohl etwas hinterher.

  • Der/Die nächste Nachwuchswissenschaftler/in zieht nach Bremen. Was würden Sie ihm/ihr raten, wo er/sie wohnen und abends weggehen soll?
    In Bremen gibt es meines Erachtens viele schöne Möglichkeiten zum Wohnen, die je nach Interessen und Lebenssituation verschiedene Vor- und Nachteile bieten. Grundsätzlich sind die meisten Wege hier kurz und eine Straßenbahn fährt in der Regel auch noch in die gewünschte Richtung. Man kann sich also gut zum Feierabend treffen, egal woher die Leute aus Bremen und Umzu kommen, denn auch mit Zuganbindung aus Achim, Weyhe oder Ganderkesee ist man schnell am Hauptbahnhof. So ist es auch bei unseren neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am BIAS ganz verschieden; der/die eine zieht mitten ins Viertel, die/der andere eher an den Stadtrand, wo die Natur nah ist. Grundsätzlich ist in Bremen zum Glück ein Deich zum Spazieren oder Radfahren nie weit entfernt! Ganz konkret kann ich das Restaurant mit Biergarten "Haus am Walde", das Restaurant "Roter Hahn" und das "Bremer Straßencafé" empfehlen.

  • Mit wem würden Sie ihn/sie hier in Bremen oder Bremerhaven bekannt machen wollen?
    Vielleicht etwas egoistisch, aber ich denke, mit meinem Team und mir, denn wir sind immer auf der Suche nach neuen Kooperationsmöglichkeiten, neuen Kolleginnen und Kollegen oder einfach netten Menschen für ein Kennenlernen bei einem Becher Kaffee (siehe "Bremer Straßencafé" bei der vorherigen Frage)!

  • Wenn Sie einen Tag lang Ihr Leben mit einer/m Bremer/in oder Bremerhavener/in tauschen könnten, wessen Leben würden Sie wählen?
    Ein guter Freund meiner Eltern "Eddi" fuhr jahrzehntelang mit der "Polarstern" im Rahmen von Forschungsexpeditionen in die Arktis. Das hat mich immer fasziniert (ganz frisch wieder durch die MOSAiC-Expedition ins Gedächtnis gerufen); das würde ich auch gerne mal machen, zumindest für einen Tag wäre es perfekt! Ich glaube mich zu erinnern, dass ich das letztes Jahr schon einmal hier gelesen hatte, ich erinnere mich nur nicht bei wem?! (...ach, ich schaue kurz nach…) Professor Bernhard Karpuschewski – ebenfalls aus der Produktionstechnik – war es! Also würde ich ihn dann als Expeditionsleiter vielleicht sogar treffen oder wir überlegen zumindest zusammen einmal, wie wir das nochmal realisieren könnten.

Ein Mann steht vor einer Mauer

Quelle: WFB/Ginter

Dr.-Ing. Peer Woizeschke

Geburtsjahr

1984


Fachbereich / Forschungsfeld

Produktionstechnik / Fügetechnik und Additive Fertigung


Aktuelle Position / Funktion

Stellvertretender Institutsleiter und Prokurist am Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (BIAS) im Geschäftsbereich Materialbearbeitung und Bearbeitungssysteme sowie Abteilungsleiter für Füge- und Pulverbettverfahren


Aktuelle Tätigkeit / aktuelles Forschungsprojekt

Eigenständige Forschung mit meinem Team zu den Verfahren Laserschweißen, Laserlöten und Additive Fertigung (3D-Druck) mittels Laserstrahlschmelzen im Pulverbett (engl.: Laser Powder Bed Fusion – LPBF) und Lehrbeauftragter für die Vorlesungen "Lasermaterialbearbeitung" und "Additive Fertigung"


Familienstand

verheiratet, zwei Kinder

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