Annanas auf dem Wochenmarkt

Beim Einkauf: Bio- und Fair-Siegel

Vor dem Einkaufsregal kann man schnell den Überblick verlieren: Welche Siegel bedeuten was? Welchen Marken und Logos kann ich vertrauen? Wir haben die wichtigsten Informationen für euch zusammengetragen.

Das Bio-Siegel


Dem Bio-Siegel liegt EU-Recht zugrunde. Es wird von staatlich zertifizierten Stellen vergeben. Die Produkt-Bezeichnungen "Bio", "Öko" und "aus kontrolliert biologischem Anbau" sind geschützt und dürfen nur unter Einhaltung der gesetzlich festgelegten Kriterien geführt werden. Zu diesen gehören unter anderem das Verbot von Geschmacksverstärkern, Regelungen für die artgerechte Tierhaltung, der stark eingeschränkte Einsatz von gentechnisch verändertem Tierfutter und das Verbot von Pflanzenschutzmitteln. Seit 2012 müssen alle Produkte das Bio-Siegel der Europäischen Union tragen. Zusätzlich ist häufig auch noch das bekanntere deutsche Bio-Siegel zu sehen. Hier findet ihr weitere Informationen.
 

EU Bio-Siegel

Quelle: Europäische Kommission

Logos der Bio-Verbände


Zusätzlich zum staatlich kontrollierten Bio-Siegel gibt es mehrere Verbände, deren Mitglieder nach noch strengeren Standards als denen des Bio-Siegels produzieren. Zu den bekanntesten gehören demeter, Naturland und Bioland. Zutaten eines demeter- und Bioland-Produkts etwa müssen ausnahmslos aus ökologischem Anbau stammen, während das Bio-Siegel dies nur für 95 Prozent vorschreibt. Die Listen der verbotenen Zusatzstoffe sind ebenfalls länger. Auch sind die Flächen für die Tierhaltung bei den Verbands-Siegeln meist größer als beim Bio-Siegel. Hier findet ihr weitere Informationen zu anderen Bio-Marken.
 

Siegel der Bio-Verbände Demeter, Bioland und Naturland

Quelle: Bioland e.V./Naturland e.V.

Das Fair Trade-Siegel


Das Fairtrade-Siegel wird von der Fairtrade Labeling Organization (FLO) vergeben, in der verschiedene nationale Organisationen zusammengeschlossen sind. Um eine Zertifizierung zu erhalten, müssen ProduzentInnen und HändlerInnen bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien einhalten. Dazu zählen unter anderem das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit und die Arbeitsplatzsicherheit. Die Zahlung eines Mindestpreises der HändlerInnen an die ProduzentInnen ist ebenfalls Fairtrade-Kriterium. Auch wenn den ökologischen Faktoren eine große Rolle beigemessen wird, ist Fairtrade in erster Linie ein Sozial- und kein Bio-Siegel. Trotzdem stammen nach eigenen Angaben rund 50 Prozent der zertifizierten Produkte auch aus ökologischem Anbau. Mehr
 

Das Fairtrade-Siegel

Quelle: Das Fairtrade-Siegel

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