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Denkort Bunker Valentin

Ein großer Hochbunker, im Vordergrund eine Mutter mit ihrem Kind; Quelle: WFB/Jens Lemkühler
Gedenkstätte und Lernort in Bremen-Farge

© WFB/Jens Lehmkühler

Der Denkort Bunker Valentin ist ein Ort der Erinnerung an den Krieg und an die Verbrechen des NS-Regimes. Das Gelände ist seit November 2015 für die Öffentlichkeit zugänglich und liefert euch in einer Gedenkstätte mit Informationszentrum, Rundweg und Ausstellung umfangreiche Informationen rund um die Geschichte des Bunkers.

Eine Baustelle im Krieg

Der Bunker "Valentin" ist die Ruine einer U-Boot-Werft der deutschen Kriegsmarine aus dem Zweiten Weltkrieg. Mit einer Grundfläche von über 35.000 Quadratmetern ist er der größte freistehende Bunker in Deutschland. In den Jahren 1943 bis 1945 wurden hier Tausende von Zwangsarbeiter*innen aus ganz Europa eingesetzt: Zivilarbeiter*innen ebenso wie Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge. Mehr als 1100 von ihnen starben während der Bauarbeiten an Unterernährung, Krankheiten und willkürlichen Tötungen.

Bis November 2015 wurde das Bunkergelände in Bremen-Nord in einem Zeitraum von fünf Jahren gestaltet und steht Besucherinnen und Besuchern nun als Denkort offen. Entlang von 25 Stationen führt ein Rundweg mit großformatigen historischen Fotos, Aussagen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und kurzen Erläuterungen durch die Geschichte des Bunkers. Der Weg beginnt bereits am Mahnmal "Vernichtung durch Arbeit" und führt von dort aus direkt ins Informationszentrum sowie zu weiteren Stationen auf dem Gelände. Vertiefende Informationen bieten die Ausstellung, ein Medientisch mit Projektion sowie ein Multimediaguide, der kostenfrei entliehen werden kann.

Die Geschichte des Bunkers mit U-Boot-Werft

Der Bunker "Valentin" in Bremen-Farge war eines der größten Rüstungsprojekte des nationalsozialistischen Deutschlands. Von 1943 bis 1945 arbeiteten tausende Zwangsarbeiter*innen aus ganz Europa auf der Bunkerbaustelle. Über Jahrzehnte wurde um die Nachkriegsnutzung der durch Zwangsarbeit entstandenen U-Boot-Werft gerungen. Selbst eine Sprengung der übergroßen Betonhalle wurde erwogen. In den 1960er Jahren nutzte die Bundesmarine schließlich Teile des Gebäudes als Materialdepot und das Gelände des Bunkers konnte nur noch mit Auflagen betreten werden. Nach dem Auszug der Marine hat der Senat der Freien Hansestadt Bremen im Jahr 2010 die Landeszentrale für politische Bildung mit dem Aufbau und dem Betrieb des Denkorts als Ort historischer Wissensvermittlung, als Gedenkstätte und als Lernort beauftragt.

Führungen

  • Öffentliche Führungen: Sonntags um 11:00 und 13:30 Uhr
  • Gruppenführungen: Auf Anfrage (bis max. 25 Personen)
  • Fremdsprachenführung: Auf Anfrage
  • Hörführung: in den Sprachen Deutsch, Deutsch für Kinder und Englisch (kostenlos ausleihbar)

Infos in Leichter Sprache

Seit Mai 2017 könnt ihr die Geschichte des Bunkers "Valentin" in Leichter Sprache kaufen. Die Publikation "Was passierte beim Bunker Valentin in der Nazi-Zeit und später?" umfasst 50 Seiten mit Bildern und ist im Infozentrum der Gedenkstätte für 5 Euro erhältlich.

Ein großer Hochbunker, im Vordergrund eine Mutter mit ihrem Kind; Quelle: WFB/Jens Lemkühler

Zur Website:

Denkort Bunker Valentin

© WFB/Jens Lehmkühler

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