Logo Bremen Erleben!

Social Startups

Junge, gut gelaunte Leute sitzen an einem großen Besprechungstisch und tauschen sich aus. Auf dem Tisch stehen Laptops und andere Arbeitsutensilien.
Gründen und Gutes tun: Wie sieht eigentlich die Social Startup Szene in Bremen aus?

Quelle: fotolia / DisobeyArt

Geschäftsideen von Social Startups zielen in erster Linie nicht darauf ab, besonders hohe Gewinne zu generieren, sondern durch gemeinnützige und nachhaltige Ideen ein gesellschaftliches Problem zu lösen. Auf dieser Übersichtsseite stellen wir euch spannende Ideen von Gründerinnen und Gründern aus Bremen vor.

Kauft Gewürze und bestimmt selber den Preis

Ihr liebt Gewürze und legt Wert auf faire Produkte? Yummy Organics arbeitet mit Kleinbauern in Sri Lanka zusammen und ist der erste Gewürz-Onlineshop mit einem Pay What You Want - Preismodell. Eine Infografik zeigt, welche Auswirkungen eure Bezahlung hat. Über einen Tracking-Code könnt ihr die Lieferkette bis zum Bauern nachvollziehen und die Produzenten über Portraits und Videos "kennenlernen". Die Idee kam der jungen Bremerin während einer Auszeit von ihrem Job, als sie sich in einer Eco Lodge im Dschungel von Sri Lanka engagierte.  

Die Gründerin präsentiert frische Gewürze in einer Art Küche.

Quelle: Yummy Organics

Gewürze von Yummy Organics in Schalen.

Quelle: Yummy Organics

Ein Becherpfandsystem im Kampf gegen die To-Go-Einwegbecher

Das ist die Idee von Cup2date. Das Social Startup organisiert und betreibt ein Mehrwegbecher-Pfandsystem für To-Go-Getränke in Bremen. Teilnehmende Cafés und Bäckereien werden mit Cup2date-Mehrwegbechern ausgestattet. Diese können sie an ihre Kunden für je einen Euro Pfand ausgeben. Auf diese Weise soll der Verbrauch von Einwegbechern reduziert und ein ressourcenschonendes Konsumverhalten gefördert werden. Laut der beiden Gründer sind die Becher mindestens 500 Mal wiederverwendbar, BPA-Frei, made in Germany und recyclebar.

Ein Teamfoto mit den beiden Jungs von Cup2date, die Pfandbecher in der Hand halten.

Quelle: Cup2date

Pfandbecher von Cup2date.

Quelle: Cup2date

Matching zwischen Locals und Arrivals via Algorithmus

Integration und interkulturelle Kommunikation stehen bei der Idee von Welcomate ganz oben. Der Name setzt sich zusammen aus Welcome+Mate und steht für “Willkommenskumpel”. Es sollen möglichst viele Begegnungen zwischen Neuankömmlingen und Menschen, die bereits hier leben, geschaffen werden. Dazu veranstaltet das bunt gemischte Team regelmäßig Begegnungsveranstaltungen. Zudem sorgt die Plattform mit einem Algorithmus dafür, dass User zueinanderfinden und sich letztlich für einen gemeinsamen Austausch treffen können.

Von mehreren Personen wird eine Flagge mit einer Weltkugel hochgehalten.

Quelle: Welcomate e.V.

Ein Mann und eine Frau schauen in die Kamera und bewerben de Welcomate Flyer.

Quelle: Welcomate e.V.

Die eigene Tupperdose für To-Go Gerichte

Packbuddy ist eine Initiative von einigen jungen Bremer*innen, die sich in den Kopf gesetzt haben, die eigene Tupperdose wieder cool zu machen und dadurch Müll aus Gastrobetrieben einzusparen. Sobald ein Betrieb damit einverstanden ist, dass Kunden ihre eigenen Gefäße mitbringen, um ihre To-go Gerichte darin mitzunehmen, bekommen sie einen "Packbuddy"-Aufkleber für ihren Eingangsbereich. Somit ist der Betrieb offiziell ein "Packbuddy" und wird in einer Karte auf der Webseite angezeigt. Die Nutzer (Buddys) können so direkt erkennen, ob Sie ihre eigenen Gefäße dort auffüllen lassen können.

Eine Packbuddy-Dose wird in die Kamera gehalten.

Quelle: Packbuddy

Drei Menschen unterstützen die Aktion und schauen glücklich in die Kamera.

Quelle: Packbuddy

Ein interkulturelles Team entwickelt zeitgemäße Möbeldesigns

Bei weserholz finden Design-Produkte durch Austausch und Dialog zur Form. Das 13-köpfige Team aus derzeit acht Ländern entwickelt innovative Möbel, die sich besonders für die produktive Zusammenarbeit von Teams eignen. Junge Erwachsene, die ohne gesicherten Aufenthalt in Bremen leben, unterstützen als Trainees und bekommen so die Chance, durch handwerkliche und kreative Prozesse Selbstwirksamkeit zu erfahren. Auf Bundesebene wurde das bremische Sozialunternehmen zum "Kultur- & Kreativpiloten 2018" ausgezeichnet.

Personen stehen um einen Tisch mit Post-its und sind kreativ.

Quelle: weserholz

Ein kreativer Arbeitstisch von Weserholz.

Quelle: weserholz

Soziales Unternehmertum in Deutschland verbreiten

Die Hilfswerft verfolgt das Ziel, gesellschaftliches Unternehmertum deutschlandweit zu fördern. Dies geschieht im Sinne der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN. Zu den Aktivitäten zählt die Organisation von Social Entrepreneurship Camps sowie von Wettbewerben für bürgerschaftliches Engagement. Mit Bildungspostern über Social Business in Deutschland und über Die Nachhaltigen 222 unterstützt sie die Sichtbarkeit von guten Beispielen. Zurzeit arbeitet die Hilfswerft mit einem sechsköpfigen Team in der Alten Schnapsfabrik in Bremen.

Teambild bei der Weihnachtsfeier

Quelle: Hilfswerft gGmbH

Das könnte euch auch interessieren

Ein Elektroauto beim Aufladen an einer Ladestation (Foto: WFB/HS)

Elektromobilität

Quelle: WFB/HS

Junge Leute hören einer Vortragenden zu

Existenzgründung

Wege in die Selbständigkeit

Quelle: fotolia - contrastwerkstatt