Logo Bremen Erleben!

Bremen von A bis Z

Schiff vor dem Anleger an der Schlachte (Quelle: Wustmann/bremen.online GmbH)
Von A wie Alexander von Humboldt bis Z wie Zwei-Städte-Staat

Quelle: bremen.online GmbH

Wo liegt eigentlich das "Viertel"? Wer ist Heini Holtenbeen? Und was hat es eigentlich mit den Kohlfahrten auf sich? In 26 Etappen stellen wir euch Bremen mit zahlreichen Besonderheiten und Wunderlichkeiten entlang der Buchstaben des Alphabets vor.

Bremen von A bis Z

A wie Alexander von Humboldt

Ein Werbespot für Beck's Bier machte die "Alexander von Humboldt" weltberühmt. Seit 2016 schmückt der Dreimaster mit den grünen Segeln die Bremer Schlachte, wo sie als Hotel- und Gastronomieschiff genutzt wird.

Quelle: Maurizio Gambarini

B wie buten un binnen, wagen un winnen

Der Wahlspruch der Bremer Kaufleute "buten un binnen, wagen un winnen", ziert seit 1899 das Portal des Schütting, seit jeher Sitz der Bremer Kaufmannschaft. Er drückt aus, dass die Bremer Kaufleute sowohl in der Hansestadt als auch darüber hinaus etwas wagen und dadurch gewinnen sollten.

Quelle: bremen.online GmbH / MDR

C wie Café Sand mit Weserstrand

Das Café Sand auf dem Stadtwerder sorgt nicht nur für kulinarische Genüsse, sondern auch für einen wunderschönen Ausblick über die Weser. Vor allem im Sommer ist es mit der benachbarten Badestelle ein beliebtes Ziel, das sich unter anderem mit der Sielwallfähre vom Osterdeich aus erreichen lässt.

Quelle: bremen.online GmbH / Dennis Siegel

D wie "Dreimal ist Bremer Recht"

Gerne greifen die Bremerinnen und Bremer auf die Redensart "Dreimal ist Bremer Recht" zurück - spätestens, nach zwei, wie auch immer gearteten Fehlversuchen kommt sie zum Einsatz. Darüber, wo diese Wendung ihren Ursprung genommen hat, kursieren verschiedene Ansichten. Besonders verbreitet ist eine rechtshistorische Deutung, die sich an der Tatsache orientiert, dass Bremen einst vom Kaiser drei Sonderrechte erhalten hat: Ratsherren durften wie der Adel Gold und Pelze tragen, Bremen wurde eine eigene Gerichtsbarkeit zugestanden und die Bremer Schiffe genossen freie Fahrt auf der Weser.

Quelle: bremen.online GmbH / KBU

E wie Eck

Als "Eck" bezeichnen Einheimische die Kreuzung, an der sich Sielwall und Ostertorsteinweg treffen. Mit den ansässigen Kneipen, Clubs und Imbissbuden ist das "Eck" vor allem zu späterer Stunde Dreh- und Angelpunkt zahlreicher Nachtschwärmer.

Quelle: privat / MDR

F wie Fahrradstadt

In keiner anderen Stadt Deutschlands mit mehr als 500.000 Einwohnern machen mehr Menschen ihre Wege mit dem Rad als in Bremen. Europaweit rangiert die Hansestadt auf dem 3. Platz der Fahrradstädte.

Quelle: WFB/Ingo Wagner

G wie Gesche Gottfried

Zwischen 1813 und 1828 trieb Gesche Gottfried in Bremen ihr Unwesen. Die berühmt berüchtigte Giftmörderin brachte 15 Menschen mit Arsen um. Ihre Taten blieben nicht ungestraft. Noch heute markiert ein Spuckstein auf dem Domshof die Stelle, an der Gesche Gottfried am 21. April 1831 hingerichtet wurde.

Quelle: bremen.online GmbH / MDR

H wie Heini Holtenbeen

Heini Holtenbeen, eigentlich Jürgen Heinrich Keberle, gilt als Bremer Original. 1835 geboren, lebte er lange Zeit im Schnoor Nummer 8. Seinen Spitznamen erhielt Heini Holtenbeen (Heini Holzbein) nach einem Unfall in seiner Lehrzeit, von dem er ein lahmendes Bein davontrug. Neben seinen recht wunderlichen Eigenarten machten ihn vor allem seine plattdeutschen Sprüche bekannt. Noch heute erinnert ein Denkmal im Schnoor an den Mann mit Hut und Stock.

Quelle: bremen.online GmbH/MDR

I wie Ischa Freimaak

Für 17 Tage im Jahr heißt es: "Ischa Freimaak!". Eines der größten deutschen Volksfeste ist für Bremen die 5. Jahreszeit. Und genau diese feiern die Hansestädter schon seit fast 1.000 Jahren. Was einst als Verkaufsmesse für Waren aller Art begann, ist heute ein Spektakel für die ganze Familie. Ein besonderes Highlight ist der alljährliche große Freimarktsumzug mit über 100 Spielmannszügen und Wagen, der sich unter den Augen zahlreicher Schaulustiger von der Neustadt bis zum Bahnhof schlängelt.

Quelle: privat - katharazzi.com

J wie Jan-Reiners-Weg

Dort, wo heute zahlreiche Radler und Frischluftfreunde den Jan-Reiners-Weg für ausgedehnte Ausflüge genießen, fuhr zwischen 1900 und 1956 eine Kleinbahn mit fünfzehn Haltepunkten von Bremen nach Tarmstedt. Benannt ist die rund 27 Kilometer lange Strecke nach einem ihrer Initiatoren: Johann Reiners. Der Betriebsmittelpunkt der kleinen Bahn war der Bahnhof Hemmstraße, an dessen Stelle heute ein Lokomotivdenkmal zu finden ist.

Quelle: bremen.online / KBU

K wie Kohlfahrt

Mit dem ersten Frost beginnt die Zeit des Grünkohls - oder Braunkohl, wie man hierzulande sagt - in Bremen und umzu und mit ihr auch die Saison der traditionellen wie feierlichen Kohlfahrten! Zahlreich pilgern die Bremerinnen und Bremer dann mit einem reich gefüllten Bollerwagen durch die Stadt.

Quelle: bremen.online GmbH/ Foto: kbu

L wie Lebenslang Grün-Weiß

In guten wie in schlechten Zeiten - die Bremerinnen und Bremer halten ihrem Verein die Treue. In der Saison strömen sie an jedem zweiten Wochenende ins Weserstadion oder in eine der zahlreichen Fußballkneipen und stimmen gemeinsam die Werder-Hymne "Lebenslang Grün-Weiß" an.

Quelle: privat / JUA

M wie Molenfeuer

Das Molenfeuer oder auch der Mäuseturm ist ein kleiner Leuchtturm im Überseehafen Süd. Noch heute in Betrieb, markiert er mit seinem grünen Licht die Ausfahrt des Holz- und Fabrikenhafens. Seit 2000 steht das nur zwölf Meter hohe Bauwerk unter Denkmalschutz. Von seinem Standort aus hat man einen herrlichen Ausblick über die Weser.

Quelle: privat / JUA

N wie Nedeva

In Bremen könnt ihr euch nicht nur im Standesamt das Jawort geben. Zahlreiche besondere Trauorte lassen den 'großen Tag' noch unvergesslicher werden. So könnt ihr zum Beispiel auf der Motoryacht Nedeva im Charme der 20er Jahre Hochzeit feiern. Als eine von nur noch fünf existierenden Motoryachten der berühmten New Yorker Werft "New York Launch and Engine Company" liegt das liebevoll restaurierte Schmuckstück in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt an der Weser.

Quelle: bremen.online GmbH/ Foto: mdr

O wie Osterdeich

Unweit vom Zentrum erstreckt sich der Osterdeich entlang der Weser. Zu jeder Jahreszeit lockt er die Bremerinnen und Bremer zum Flanieren, Joggen und Entspannen ans Wasser. Vor allem im Sommer zieht es zahlreiche Frischluftfreunde an den Deich, um gemeinsam zu grillen und die Sonne zu genießen. Besonders bevölkert ist die Grünanlage außerdem bei Heimspielen von Werder Bremen - schließlich liegt das Weserstadion direkt am Osterdeich.

Quelle: bremen.online GmbH / Dennis Siegel

P wie Pudding

Während man andernorts Pudding gerade mal isst, wird er von den BremerInnen gerne umrundet. Im Bremer Snak bedeutet "1 x um' Pudding gehen" nämlich so viel wie einmal um den Block spazieren.

Quelle: bremen.online / KBU

Q wie Querdenker

Ob Meereswissenschaften, Luft- und Raumfahrtforschung oder Materialwissenschaften - zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ergänzen den Wissenschaftsstandort Bremen mit seinen vier öffentlichen und drei privaten Hochschulen. Smarte Quer- und Weiterdenker tüffteln hier an zukunftsweisenden Innovationen.

Quelle: WFB / Jens Lehmkühler

R wie Rollo

1981 erfand Hossain Saravi in seinem Döner-Imbiss am Sielwall den ersten Rollo der Welt - ein vielseitig gefülltes, gerolltes Fladenbrot, das durch verschiedenste Saucen zu einem besonderen Genuss wird. Ursprünglich inspiriert durch Rezepte aus Fernost, der arabischen Welt und Lateinamerika, findet man mittlerweile sogar typisch bremische Kompositionen wie den Knipp-Rollo. Am liebsten als Fast-Food nach einer durchfeierten Nacht verspeist, gehört der Rollo zur kulinarischen Landschaft Bremens wie Kohl und Pinkel.

Quelle: privat / OFE

S wie Schaffermahl

Seit knapp fünf Jahrhunderten wird alljährlich in Bremen das so genannte Schaffermahl veranstaltet. Als ältestes "Brudermahl" der Welt dient es nicht nur dem Austausch zwischen Handel, Schifffahrt, Industrie und Politik, es werden auch Spenden für die Bremer Stiftung "Haus Seefahrt" gesammelt.

Quelle: Senatskanzlei, Pressestelle

T wie Tagenbaren

Der Begriff 'tagenbaren Bremer' wird benutzt, um einen 'echten Bremer' zu benennen. Dabei genügt es nicht, einfach nur ein gebürtiger Bremer zu sein. Ein waschechter 'Tagenbaren' muss eine Elterngeneration vorweisen können, die ebenfalls in Bremen geboren und aufgewachsen ist.

Quelle: www.frauenseiten.bremen.de / Bärbel Ahrens

U wie um und umzu

Kaum ein Begriff ist bremischer als 'umzu'. Im Wesentlichen entspricht es dem hochdeutschen 'herum'. Genauso wie 'um' hilft es dem manchmal etwas wortkargen Bremer, Dinge möglichst knapp auszudrücken. In 'Bremen & umzu' meint 'umzu' bspw. das Bremer Umland. Wenn der Bremer 'umzu geht', geht er mal eben um etwas herum. Und wenn ihm etwas 'zu um' ist, ist es ihm zu umständlich.

Quelle: bremen.online / KBU

V wie Viertel

"Viertel" nennen die BremerInnen die Ortsteile Ostertor und Steintor, die sich direkt östlich der Innenstadt erstrecken. Im Viertel pulsiert das Leben - ob am Tag oder in der Nacht. In den kleinen, verwinkelten Straßenzügen verstecken sich unzählige Cafés, Restaurants und Kneipen. Und an einem sonnigen Samstagnachmittag ist der Ostertorsteinweg, der das Viertel durchzieht, von Flaneuren, Shoppern und Café-Besuchern bevölkert.

Quelle: privat / KBU

W wie Weser

"Wo Werra sich und Fulda küssen" da entspringt die Weser, um weiter Richtung Norden wie eine Lebensader quer durch Bremen zu verlaufen. Von Obervieland im Südosten bis nach Vegesack im Nordwesten ist die Weser als Querschnitt durch die Stadt allgegenwärtig. So wohnt man entweder rechts oder links der Weser, spaziert, joggt, skatet oder radelt an ihr entlang, genießt am Deich die Sonne, kehrt an der Schlachte irgendwo ein oder springt zum Baden direkt hinein.

Quelle: WFB / Studio b

X wie X-Mas

Weihnachten an 365 Tagen im Jahr - das gibt es in einem kultigen Laden in Bremens Altstadtquartier Schnoor. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter - das Geschäft "Weihnachtsträume" lockt auf drei Etagen mit allerhand Weihnachtsschmuck und Tüdelkram. Und wer sich die Besinnlichkeit doch lieber für die Adventszeit aufspart, der sollte die Weihnachtsmärkte in und um Bremen nicht verpassen.

Quelle: Katharina Müller / WFB

Y wie Yachthafen

Als Stadt am Fluss lässt sich Bremen wunderbar zu Wasser ansteuern. Neben einigen anderen steht beispielsweise die Marina Europahafen zur Verfügung, um mit dem Schiff in Bremen vor Anker zu gehen. Damit landet ihr direkt in der Überseestadt, einem alten Hafenquartier, das sich in den letzten Jahren zu einem modernen und lebendigen Stadtviertel entwickelt hat. 

Quelle: privat / Fotograf: K. Bünn

Z wie Zwei-Städte-Staat

Neben Berlin und Hamburg gilt Bremen als einer von drei Stadtstaaten - tatsächlich ist Bremen aber der einzige Zwei-Städte-Staat in Deutschland, bestehend aus Bremen und Bremerhaven. Seine Gründung feierte der Zwei-Städte-Staat bereits im Jahr 1827: Wegen der Versandung der Weser benötigte die Stadt Bremen einen Hafen an der Mündung der Weser in die Nordsee. Den Grund und Boden dafür erwarb Bürgermeister Johann Smidt vom Königreich Hannover.

Quelle: bremen.online /STO

Blogosphäre in Bremen, Logo
Bremermoment, ein Sonnenuntergang

Quelle: WFB; Müller

Das Schlachte-Ufer: links die Weser, rechts die Flanier-Meile; Quelle: bremen.online - MDR

Blogparade

Bremen von A bis Z

Quelle: WFB - MDR

Sonnenblumen an einem Marktstand auf dem Ziegenmarkt.

Jahreszeiten

Quelle: WFB / Jonas Ginter