Das Fährschiff "Pusdorf" (Quelle: Kultur vor Ort e.V.)

Woltmershausen - aus der Geschichte

Woltmershausen-Chronik bis 1900

  • 1244
    Woltmershausen wird erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1250
    Rablinghausen wird erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1666
    Woltmershausen und Rablinghausen werden auf Anordnung des Bremer Rats und der Bürgerschaft niedergebrannt, um freies Schussfeld gegen die anrückenden Schweden zu bekommen. Nur zwei Höfe in Rablinghausen bleiben erhalten.
  • 1748-50
    Bau der Rablinghauser Kirche, einer Saalkirche mit Dach­reiter
  • 1812
    Woltmershausen, Rablinghausen und Lankenau haben zusammen 660 Einwohner.
  • 1840
    Der westliche Teil des Neustadtgrabens wird vertieft. Der so entstandene Sicherheitshafen dient zur Entlastung der Schlachte und als Winterhafen.
  • 1867
    Eröffnung der Eisenbahnstrecke Bremen-Oldenburg mit dem Neustädter Bahnhof. Der Sicherheitshafen bekommt einen eigenen Gleisanschluss. Die Bahngleise werden die neue Dorfgrenze für Woltmershausen.
  • 1873
    Bau des "Woltmershauser Canals", mit dem der Sicherheitshafen eine neue Weserverbindung bekommt. Ab 1900 heißt er Hohentorshafen.
  • 1875
    Auf dem Dreieck zwischen Kanal und Kleiner Weser siedeln sich Gewerbebetriebe, vor allem Holzfirmen, an.
  • 1877
    Gründung der "Bremer Lagerhaus Gesellschaft" im Sicherheitshafen.
  • Ende 19. Jahrhundert
    Woltmershausen ist ein Wohnort für Arbeiter geworden, die überwiegend im Hafen und auf den Werften auf dem rechten Weserufer arbeiten. In Rablinghausen bleibt der dörfliche Charakter länger erhalten. Der Weserstrand am linken Weserufer bietet Freizeitvergnügen auch für viele Bewohner aus Walle und Gröpelingen. 
  • 1898-1901
    Verlegung des Gaswerks nach Woltmershausen

Woltmershausen-Chronik bis 2000

  • 1901
    Dampffähre zur Beförderung von Arbeitern verkehrt zwischen Woltmershausen und dem rechten Weserufer
  • 1901-11
    Verlängerung der Straßenbahnlinie 7 bis zum Woltmershauser Friedhof.
  • 1902
    Eingemeindung von Woltmershausen in die Stadt Bremen.
  • 1905
    Woltmershausen, Rablinghausen und Lankenau haben zusammen 7473 Einwohner.
  • ab 1910
    Durch die Ausdehnung der Gewerbeflächen auf dem Woltmershauser Vordeichsland, die Befestigung der Ufer im Zuge der Weservertiefungen und den Bau des Neustädter Hafens verschwindet nach und nach der Woltmershauser Sandstrand.
  • 1911
    Die Tabakfabrik Martin Brinkmann wird nach Woltmershausen verlegt. Bis diese 1984 ihre Produktion nach Berlin verlagert, ist sie der größte Arbeitgeber im Stadtteil.
  • 1921
    Eingemeindung von Rablinghausen in die Stadt Bremen
  • 1933
    Verlängerung der Straßenbahnlinie 7 bis Rablinghausen-Bakeweg
  • 1936-45
    Nationalsozialistische "Wohnungsfürsorgeanstalt" am Warturmer Platz. Die geschlossene Kolonie ist vorwiegend für kinderreiche "Gemeinschaftsfremde" bestimmt, die zwangsweise "zur Erziehung" eingewiesen werden.
  • 1960
    Woltmershausen hat 18544 Einwohner.
  • 1960-62
    Bau des Neustädter Hafens.
  • 1962
    Bei Baggerarbeiten während des Hafenbaus wird in der Weser eine Hansekogge aus dem 14. Jahrhundert geborgen.
  • 1964
    Die Gasanstalt wird stillgelegt. Der Gasometer blieb noch bis zu seinem Abriss 1984 das Wahrzeichen von Woltmershausen.
  • 1965
    Stilllegung der Straßenbahnlinie 7, Busse übernehmen den öffentlichen Nahverkehr.
  • 1972
    Eröffnung des Uferparks.
  • 1981
    Die Fährverbindung zwischen Woltmershausen und Gröpelingen/Walle wird eingestellt.
  • 1982
    Eröffnung des Kulturladens Pusdorf.
  • 1983
    Bau des Güterverkehrszentrums.
Ein Buchcover zeigt die Bremer Innenstadt

Quelle: Bremen und seine Stadtteile - Focke-Museum, Weser-Kurier (Hrsg.) via Edition Temmen

Stadtteil-Chronik: Quelle

Focke-Museum und Weser-Kurier (Hrsg.): Bremen und seine Stadtteile. Katalgobuch zur Ausstellung im Focke-Museum, Bremen: Edition Temmen 2003.

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