Die Grenzstraße mit dem Fernsehturm im Hintergrund. (Foto: WFB / bremen.online - VK)

Walle - aus der Geschichte

Walle-Chronik bis 1900

  • 1139
    Erste urkundliche Erwähnung Walles 
  • 1179
    Erste Erwähnung des Hofes Walle, Sitz der Adelsfamilie von Walle
  • 15. Jahrhundert
    Die Familie von Walle stirbt aus. Walle gehört zum Goh Werderland.
  • 1535-45
    Bau der Waller Kirche
  • 16. Jahrhundert
    Bremen errichtet auf dem Gelände zwischen der heutigen Theodorstraße und Schleswiger Straße den Galgenberg, wie die hier bis 1811 bestehende Richtstätte genannt wird.
  • 1635
    Ritter Christoph Ludwig Raschen pachtet das Gut mit dem Hof Walle.
  • 1812
    Walle hat 493 Einwohner.
  • 1821
    Bau der Waller Chaussee
  • 1828
    Auf dem ehemaligen Galgenberg wird das städtisches Pulverlager errichtet (1879 nach Grambke verlegt).
  • 1833
    Die Familie Achelis kauft das Gut Walle samt anliegender Grundstücke und gestaltet darauf einen Park, den heutigen Waller Park. 1928 wird er als Volkspark der Allgemeinheit übergeben.
  • 1848
    Die Feldmark Utbremen wird in die Stadt Bremen eingemeindet.
  • 1862
    Eröffnung der Eisenbahnstrecke Bremen-Geestemünde, die durch Walle führt.
  • 1875-90
    Errichtung des Waller Friedhofs
  • 1885-1902
    Walle wird in die Stadt Bremen eingemeindet.
  • 1885-1914
    Bau der Häfen und Ansiedlung von Industrie, z.B. Ölfabriken (1889), Roland- und Hansamühle (1897).
  • 1888
    Anschluss Bremens an das Deutsche Zollgebiet. Gründung der Jute-Spinn- und Weberei an der Nordstraße. Dort arbeiten hauptsächlich Frauen, von denen viele aus Osteuropa stammen. Im Gebiet zwischen Nordstraße, Steffensweg und Heimatstraßen- und Generalsviertel entstehen viele neue Straßenzüge für die Arbeiterinnen der Jute und die Arbeiter des Hafens.
  • 1898
    Einweihung der katholischen St.-Marien-Kirche, da die Anzahl der Katholiken durch die Zuwanderung stark angestiegen ist.
  • 1899
    Die elektrische Straßenbahn fährt bis Walle-Bogenstraße.

Walle-Chronik bis 2000

  • 1905
    Bau des größten Wasserturms Europas, der zum Wahrzeichen Walles wird.
    Walle hat 3494 Einwohner.
  • 1905–16
    Der Bahnkörper der Geestebahn nach Bremerhaven wird hochgelegt und zerschneidet seitdem den Stadtteil.
  • 1907
    Eröffnung des modern eingerichteten Säuglings- und Kinderheimes der Jute-Spinn- und Weberei für die Kinder der Jutearbeiterinnen
  • 1914
    Eröffnung des Haltepunktes Waller Bahnhof
  • 1919
    Die Opfer der Niederschlagung der Räterepublik am 4. Februar 1919 werden gemeinsam auf dem Waller Friedhof bestattet. An der Gedenkstätte wird 1922 das Denkmal »Pietá« von Bernhard Hoetger aufgestellt. 1933 zerstören Nazis die Anlage.
  • 1920
    Umwandlung der Volksschule Schleswiger Straße in eine Reformschule. 
  • 1924
    wird die zweite Waller Reformschule an der Helgolander Straße eröffnet.
  • 1928
    Eröffnung des Waller Seebads. Bau des Volkshauses an der Nordstraße durch die Gewerkschaften.
  • 1933
    Bücherverbrennung durch die Nazis auf dem Spielplatz Nordstraße.
  • 18.8.1944
    Der schwerste Luftangriff auf Bremen zerstört weite Teile Walles. Viele Menschen sterben oder werden obdachlos.
  • nach 1950
    Teile Utbremens werden mit einer völlig anderen Straßenführung wieder aufgebaut.
  • 1955
    Bau des ersten Bremer Hochhauses an der Schifferstraße in Utbremen
  • 1960
    Walle hat 47750 Einwohner.
  • nach 1975
    Allmählicher Umbruch in der Waller Bevölkerung: Zuzug von Studenten und jungen Familien. Im Gefolge entstehen neue Milieus und neue Kneipen.
  • 1998
    Eröffnung der Eislaufhalle »Paradice« am Waller Frei- und Hallenbad.
  • 1999
    Eröffnung des Einkaufszentrums "Walle-Center".
Ein Mann steht am Kopf des Hafenbeckens Europahafen und blickt auf den Sonnenuntergang

Quelle: WFB / Jens Lehmkühler

Walle-Chronik heute

  • 2002
    Die Waller Heerstraße wird Sanierungsgebiet.
Ein Buchcover zeigt die Bremer Innenstadt

Quelle: Bremen und seine Stadtteile - Focke-Museum, Weser-Kurier (Hrsg.) via Edition Temmen

Stadtteil-Chronik: Quelle

Focke-Museum und Weser-Kurier (Hrsg.): Bremen und seine Stadtteile. Katalgobuch zur Ausstellung im Focke-Museum, Bremen: Edition Temmen 2003.

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