Hastedt - Focke Wulf Siedlung

Spaziergang 3 - Hastedt: Vom Dorf zum Stadtteil

Informationen

Spuren des alten Dorfes Hastedt gibt es nur noch wenige: Der Garbade-Bauernhof in der Hastedter Heerstraße (jetzt die Tischlerei Kracke), der ehemaligen Hof Papenhusen mit den zugehörigen Häuslingshäusern im Schosterboorn, die Zigarrenmacherhäuser entlang der Heerstr. und der jüdische Friedhof in der Deichbruchstr.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts explodierten die Einwohnerzahlen, aus dem Dorf wurde ein urbaner Industriestadtteil. Die Westfalensiedlung wurde ab 1925 gebaut, wenig später die Focke-Wulf-Siedlung. Die Kinder gingen in neu errichtete Schulen, z.B. in die an der Hohwisch. Eine Kneipen- und Freizeitkultur entwickelte sich mit Hemelinger Bier, Tanzvergnügen und Billard.

Länge des Spaziergangs: ca 3 Kilometer

Dauer des Spaziergangs: ca 1,5 Stunden

Beleuchtung: Die Straßen sind beleuchtet, der Jüdische Friedhof nicht.

Toiletten: Nette Toilette Hohwisch Stube.

Einkehrmöglichkeiten: Paulaners im Wehrschloss, Hohwisch Stube.

Stationen auf dem Weg

Bildquelle: Projekt Mobil im Alter


Die Alt-Hastedter Kirche der Evangelische Kirchengemeinde in der Bennigsenstraße

Zur Visitenkarte
 

Kategorien:

Architektur/Gebäude, Kunst/Kultur, Beratung/Begegnung

Details:

Gleich bei der Alt-Hastedter Kirche kreuzen sich Bismarck- und Bennigsenstraße.  Die Bennigsenstraße war früher die Hauptstraße des alten Dorfes Schwachhausen. Sie verläuft heute durch den alten Kern des ehemaligen Dorfes Hastedt und verbindet dieses mit Schwachhausen.

Diese Grundstruktur ist heute nicht mehr zu erkennen, durch die Verlängerung der Bismarckstraße in die Stresemannstraße in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre hat sich das Straßenbild sowie der Charakter des früheren Dorfes Hastedt grundlegend verändert. Dennoch lassen sich auch heute noch historische Zeugnisse früherer Gemeinschaftsstrukturen erkennen, so etwa die Alt-Hastedter Kirche.

Während die Bewohner Hastedts in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert noch zum Rembertikirchspiel am heutigen Rembertikreisel gezählt wurden und den etwa 3 Kilometer langen Weg zum Gottesdienst ihrer Kirchengemeinde häufig zu Fuß zurücklegen mussten, setzten sich die Hastedter im Jahre 1860 mit ihrem Wunsch nach einer eigenen Kirche durch. Nicht nur der lange Weg zur Rembertikirche, sondern auch deren konservative Haltung war den damaligen Bewohnern Hastedts ein Dorn im Auge. Die daraufhin erbaute Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört. Die Restaurierung der Kirche begann schon wenige Jahre nach dem Krieg, sodass die Alt-Hastedter Kirche als Wahrzeichen Hastedts auch heute besichtigt werden kann.

Adresse:
Bennigsenstr. 7A
28205 Bremen Hastedt
 

Ansprechpartner: Pastor Dr. Jörg Mosig
Telefon: 47896020
E-Mail: mosig@kirche-bremen.de
Homepage:www.alt-hastedt.de/
Träger: Bremische Evangelische Kirche
Öffnungszeiten: 
Mo, Di, Do, Fr: 10:30 - 13:00 Uhr Mo: 16:00 - 18:00 Uhr (außer in den Ferien)
 

Schlagwörter
Frauenfrühstück, Seniorenkreis, Teestube, Chor
 

Erreichbarkeit
Haltestelle Stresemannstraße mit Unterstand oder Haltestelle Benningsenstraße mit Unterstand

 

















Kategorien: Geschichtliches, Architektur/Gebäude

Details:

Die Westphalen Siedlung wurde in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre gebaut und vereint fast 340 der typischen kleinen Bremer Häuser auf ihrem Areal.

Die rasche Bevölkerungsentwicklung nach dem Ersten Weltkrieg führte in Bremen zu einem Mangel an Wohnraum, dem die Stadt und das Land Bremen sowie Bremer Genossenschaften mit Projekten wie der Westphalen-Siedlung begegneten.

Die Siedlung sollte erschwinglich sein für ärmere Bevölkerungsschichten, so konnte man damals mit einer Anzahlung von 200 Reichsmarkund einem monatlichen Abtrag von ungefähr 40 Reichsmark Eigentümer eines dieser Häuser werden. Die Grundstücke verfügen über jeweils etwa 80qm und die Wohnfläche der Häuser beträgt ungefähr 50qm.

Die ursprünglich einstöckigen Häuser wurden häufig mit dem Ausbau des Dachbodens flächenmäßig vergrößert. Dennoch waren die Wohnverhältnisse beengt in der Westphalen-Siedlung, so sollen bis zu 15 Personen in manchen dieser Häuser unter einem Dach gelebt haben. Die Raumstruktur der Häuser gleicht sich, ausgehend von der Eingangstür befindet sich zur linken wie zur rechten Seite jeweils ein Zimmer – hinzu kommt, gegebenenfalls, nur der ausgebaute Dachstuhl.

Wenn auch die Westphalen-Siedlung über dem qualitativen Standard vieler Bremer Wohngegenden lag, lässt sich doch anhand der Größe der Häuser erkennen, dass sie vor allem ein Quartier für ärmere Bremerinnen und Bremer war.

Die Siedlung war insgesamt sehr grün. Es gab kleine Gärten und verkehrsberuhigte Wohnstraßen. Nur auf den Hauptverbindungen waren Fahrzeuge zugelassen.


Adresse

Ruhrstraße

28205 Bremen Hastedt

















Der Straßenname erinnert an die frühere Grenze zwischen Bremen und Hastedt.

Kategorien: Geschichtliches

Details:

Das ehemalige Dorf Hastedt, das wir heute als Einheit kennen, war bis zum frühen 19. Jahrhundertein relativ komplexes und kompliziertes Gebilde.Wenn man alte Pläne betrachtet, aus dem 18. Jahrhundert, aus dem frühen 19. Jahrhundert, dann sieht man tatsächlich an dieser Stelle drei Holzpfähle eingezeichnet.Diese drei Pfähle markierten die Grenze zwischen Hannover, also dem früheren Erzbistum und der Stadt Bremen. Deswegen heißt diese Straße Bei den Drei Pfählen.

Auf diesen alten gemalten Karten können Sie auch z.B. den Verlauf der Gete sehen. hier gab es eine Brücke über die Gete. Dort wurde ein Zoll erhoben und die Grundbesitzer hatten die Rechte an Fischbeständen, an Wald, an Weide, an Ackerland usw. und haben das verpachtet . So konnte man also hier die Fischereirechte von den Grundherren pachten und konnte Fische fangen.



Adresse
Bei den drei Pfählen/Stader Straße
28205 Bremen Hastedt


















Kategorien: Geschichtliches, Architektur/Gebäude

Details:
Die häufige Vorstellung von einem Dorf als einer geschlossenen und homogenen Einheit trügt; so auch im Falle des früheren Dorfes und heutigen Bremer Quartiers Hastedt. 

Bereits vor seiner Urbanisierung im Zuge der Anbindung an Bremen gab es in Hastedt eine ausgeprägte soziale Differenzierung: Es gab reiche Bauern, weniger reiche Bauern und arme Bauern - Kötner, Brinksitzer, Heuerlinge. Die reichsten Bauern lebten im Kern des Dorfes, einige von ihnen besaßen Grundstücke mit bis zu 400 Hektar Land. Im Schnitt verfügte ein gut situierter Bauernhof zur damaligen Zeit über etwa 80 bis 100 Hektar Land. 

Die heutige Tischlerei Delf Kracke an der Hastedter Heerstr.  befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des großen Hofes Garbade. Wie diesem Hof ging es vielen zur damaligen Zeit: Der durch Bevölkerungswachstum und Industrialisierung vermehrte Bedarf an Fläche zum Bau von Wohnungen, Straßen, Betrieben führte dazu, dass sich höhere Einnahmen durch den Verkauf der Ländereien erzielen ließen als durch die Landwirtschaft. Viele Bauern verkauften ihre Höfe. Einige Bauern gelangten dadurch zu beträchtlichem Wohlstand, andere, die weiter einen Hof bewirtschaften wollten, zogen in andere Regionen, z.B. nach Schleswig-Holstein oder sogar ins Ausland. Damit die Bauern überhaupt ihre Höfe verkaufen konnten, musste vorher das sog. Meierrecht aufgehoben werden. Diesem zufolge gehörte das Land den Grundherrn, etwa dem Dom, anderen Kirchen, privaten Kaufleuten, dem Bremer Senat, die selbiges an Bauern zur Bewirtschaftung verpachteten. Zur Ablösung des Meierrechts mussten die Bauern eine bestimmte Summe Geld bezahlen, die viele nicht hatten. Sie mussten Schulden machen. Manche konnten die Schulden nicht bezahlen und  verarmten. Manche verkauften ihre Höfe z.B. an Handwerker, so dass einige Handwerksbetriebe – wie die Tischlerei Kracke - bereits seit 5 Generationen in Hastedt ansässig sind.

Adresse:
Hastedter Heerstraße 7
28207 Bremen Hastedt

Erreichbarkeit:
Haltestelle Benningsenstraße mit Unterstand


















Kategorien: Geschichtliches, Architektur/Gebäude

Details:
Für die Angestellten des Flugzeugbau-Unternehmens Focke-Wulf, das zu Beginn des 20.Jahrhunderts ein Zweigwerk am Qunitschlag, Ecke Pfalzburger Str. eingerichtet hatte, wurde in der zweiten Hälfte der 1930’er Jahre die Focke-Wulf-Siedlung gebaut. Die Siedlung für die Facharbeiter unterschied sich dabei von anderen Wohnsiedlungen, wie etwa der Westphalen-Siedlung, dadurch, dass sie großzügiger, grüner, schöner und prestigeträchtiger war. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb waren die Mietverträge an die Arbeitsplätze des Flugzeugbauers gebunden. 
Dafür aber waren und sind diese Wohnungen, die heute der Gewoba gehören, relativ günstig zu haben. Die Miete für eine 2-Zimmer-Wohnung beträgt heute in etwa 400 Euro.

Nach dem Ersten Weltkrieg nahm die städtische Bevölkerung in Bremen rasant zu. Zur Behebung der Wohnungsnot wurden Siedlungs- und Wohnungsgesellschaften, z.B. 1924 die Gemeinnützige Wohnungsbaugemeinschaft durch die Gewerkschaften, gegründet, um das Wohnen auch für breite Schichten zu erträglichen Mieten besser zu ermöglichen. 

Im Mai 1933 zerschlugen die Nationalsozialisten die Gewerkschaften und ihre Vereine und Gesellschaften. Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) übernahm das Vermögen der Wohnungsgesellschaften der Gewerkschaft, 1935 entstand so die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Bremen mbH. Diese baute auch die Focke-Wulf-Siedlung 1938. Als Zeugnis davon ist auch heute noch eine Plakette hier in der Siedlung zu betrachten. 

Nachdem im Krieg auch Teile der Focke-Wulf Siedlung zerstört wurden, hat es sich die Gewoba zur Aufgabe gemacht, das Gelände historisch möglichst getreu zu renovieren. An vielen Details, wie beispielsweise den historischen Fensterläden, aber auch an der Struktur der Grünanlagen sowie der Grundstruktur der Siedlung lässt sich erkennen, dass mit der Focke-Wulf-Siedlung ein historisches Kleinod bewahrt werden konnte. 
 

Adresse:
Pyrmontestraße
28207 Bremen Hastedt

Erreichbarkeit:
Haltestelle Georg-Bitter-Straße mit Unterstand

















Kategorien: Geschichtliches, Architektur/Gebäude

Details:

Hastedt heißt auch das Zigarrenmacher-Dorf. Die Tradition des Zigarrenmachens geht zurück bis in die 1840er Jahre. Damals wurden die Zigarren in Heimarbeit hergestellt, so dass nicht selten die ganze Familie, von den Kindern bis zu den Alten, mitarbeitete.

Das Zigarrenmachen beinhaltete verschiedene Arbeitsschritte, so gab es beispielsweise den Stropper, der die Stengel aus den Tabakblättern nahm oder den Wickelmacher, der im Anschluss daran die Tabakblätter zusammendrehte. Während dies unqualifizierte Tätigkeiten waren, die keiner besonderen Ausbildung bedurften und von angelernten Kräften erledigt werden konnten, hatte der Zigarrenmacher die einzige qualifizierte Tätigkeit im Prozess der Zigarrenherstellung. Dieser legte das Deckblatt um die Zigarre und zwar in einer Weise, die das Ausgehen der Zigarre verhindern sollte.

Wie an den kleinen, typischen Bremer Arbeiterhäusern in Hastedt zu sehen ist, lebten wohl auch die Zigarrenmacher – obwohl dies ein angesehener Berufszweig war – in eher ärmlichen Verhältnissen. Zudem führte das Trocknen der Tabakblätter über den heimischen Öfen zum Austritt von Schadstoffen, die sich in der Lunge und den Atemwegen ablagerten; der Beruf des Zigarrenmachers war daher mit großen gesundheitlichen Risiken verbunden.

Bekannt waren die Zigarrenmacher für ihr politisches und Bildungsengeagement. In den größeren Räumen gab es einen Vorleser, der den Arbeitern politische, philosophische und ökonomische Schriften vorlas oder die Berichte aus sozialdemokratischen Zeitungen. Die Zigarrenmacher stellten auch ein aktives Element in der 1848 Revolution, in der sie sich für politische Freiheiten und die Republik einsetzten.

Adresse

Hastedter Heerstraße 41

28207 Bremen Hastedt

Erreichbarkeit

Haltestelle Benningsenstraße mit Unterstand oder Ludwig-Quidde-Straße mit Unterstand


















Kategorien: Geschichtliches, Architektur/Gebäude

Details:

Die Struktur der Höfe in Hastedt umfasste meist neben dem Bauernhof auch die dazugehörigen Häuslingshäuser. Dies lässt sich auch teilweise heute noch am Stadtbild nachvollziehen. Vergleicht man Bilder aus den 1950er Jahren mit dem heutigen Hastedt, lassen sich an einigen Stellen die damaligen Grundstrukturen erkennen, z.B. am ehemaligen Hof Papenhusen.

Die so genannten Häuslinge waren dabei diejenigen, die für den Bauern zur Ernte und zur Aussaatzeit gearbeitet haben und entlohnt wurden. Sie selbst besaßen entweder gar kein eigenes Land oder aber zu wenig, als dass es für die Existenzsicherung ausreichte. Das Land der Bauern dehnte sich früher von Hastedt bis in die Vahr hinein aus, die man auf historischen Fotos erkennen kann. Heute wird diese weite Sicht durch neu gebaute Gebäude weitestgehend verdeckt.

Adresse

Schosterboorn

28207 Bremen Hastedt

Erreichbarkeit

Haltestelle Ludwig-Quidde-Straße mit Unterstand


















Jüdischer Friedhof, seit 1796 bis heute als Friedhof genutzt

Kategorien: Architektur/Gebäude, Kunst/Kultur

Details:

Geschichtlich betrachtet stellte Hastedt früher das Zentrum des jüdischen Lebens in Bremen dar; hier wurden Gottesdienste abgehalten und es gab Schulen für jüdische Kinder sowie Räume für rituelle Bäder. Nach der Niederlage Napoleons, erst bei Leipzig und dann bei Waterloo, wurde das Niederlassungsrecht für Juden durch den Bremer Bürgermeister Smidt zurückgenommen. Die antisemitische Politik des Bremer Senates führte dazu, dass der Anteil der Juden an der Bremer Bevölkerung stets relativ niedrig, bei etwa 0,3 Prozent lag.

 

Andere Städte, wie beispielsweise Frankfurt oder Berlin, stellten zur damaligen Zeit Zentren jüdischen Lebens dar und hatten einen jüdischen Bevölkerungsanteil von 8 bis 12 Prozent Selbst in Kleinstädten, wie etwa Eschwege in Nordhessen betrug der Anteil der jüdischen Bevölkerung fünf Prozent.

 

Juden durften Jahrhunderte lang nicht in Städten leben, aufgrund ihrer Religion konnten sie das Bürgerrecht nicht erwerben. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts hatte das Königreich Hannover drei  jüdischen Familien einen lebenslangen Schutzbrief verliehen, die sich im Dorf Hastedt ansiedelten. Später gab es dann viele Gewerbetreibende in Hastedt wie das Bekleidunsgeschäft Alexander oder auch Ärzte. Auf dem jüdischen Friedhof ist der älteste Grabstein des Lewis Simeon zu sehen, der aus London kam, der offensichtlich ein Händler war  und hier 1796 bestattet wurde. Zu diesem Zeitpunkt existierte also eine jüdische Gemeinde in Hastedt, die u.a. Handle mit England trieb. Auch die ersten Gründungsfamilien der Hastedter Gemeinde sind auf diesem Friedhof begraen, der älteste Teil ist links neben dem Eingang.

 

Wenn sich auch die Zeugnisse früheren jüdischen Lebens in Bremen, wie beispielsweise der alte jüdische Friedhof, dem Bewusstsein ansässiger Bremer und Bremerinnen vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg entzog, kann seit den 1960er Jahren ein erneutes Aufleben jüdischer Kultur beobachtet werden. So wurde 1961 in Schwachhausen eine neue Synagoge gebaut und ein neuer jüdischer Friedhof hinter dem Riensberger Friedhof angelegt. Heute hat die jüdische Gemeinde in Bremen ungefähr 1200 – 1300 Mitglieder, was vor allem auf den Zuzug von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion und später auch aus Russland zurückzuführen ist.


Adresse:

Deichbruchstraße

28207 Bremen Hastedt

Öffnungszeiten:

Mo-Do: 10:00 - 16:00 Uhr (im Sommer bis 18:00 Uhr)

Freitag: 10:00 - 13:00 Uhr

Samstag: geschlossen

Sonntag: 10:00 - 16:00 Uhr (im Sommer bis 18:00 Uhr)

Erreichbarkeit: 
Haltestelle Ludwig-Quidde-Straße mit Unterstand oder Haltestelle Hohwisch mit Unterstand


















Details:
Das Fährhaus in Hastedt war früher als Restaurant „Zur Mühle“ bekannt und eines von vielen Freizeitetablissements im Quartier. Nach Verkürzung der Arbeitstage auf 10 Stunden und der Einführung der 45-Stunden-Woche in den 1880er und 1890er Jahren, entwickelte sich Hastedt vor allem für die Arbeiter, die nun über freie Sonntage und teilweise freie Sonnabende verfügten, zu einem beliebten Vergnügungsviertel. So entstand eine Freizeitkultur im Viertel, neben Restaurants und Tanzetablissements gab es jede Menge Kneipen in Hastedt.

Außerdem – und dies zeichnete die damaligen Hastedter als echte Trendsetter aus – gab es auch ein Kino. Auf vielen alten Bildern ist heute zu erkennen, dass sich auch Billard in Hastedt großer Beliebtheit erfreute. Die Popularisierung des einstigen Aristokratensports fand im Viertel großen Anklang. Traditionell wurde auch an Kiosken das regionale Hemelinger Bier ausgeschenkt.

Adresse:

Fährstraße 25 28207 Bremen Hastedt

Erreichbarkeit:

Haltestelle Hohwisch mit Unterstand

 

Informieren Sie sich am Bremer Beispiel über die Geschichte des Lehrens und Lernens.

Zur Detailseite auf bremen.de

Details:
Die Schule an der Hohwisch: Sie ist 1903 gebaut worden und bot schon wenige Jahre später Raum für etwa 1000 Schülerinnen und Schüler in 22 Klassen. 
Die damalige Trennung der Geschlechter ist auch an der Gebäudestruktur nachvollziehbar; so war die Nutzung der linken Gebäudehälfte den Jungen und die der rechten Seite den Mädchen vorbehalten. Auch die Turnhalle auf der Rückseite des Schulgebäudes zeugt von dieser Trennung, ebenso wie der Schulhof, der in eine linke und eine rechte Seite geteilt war. Auf dem Schulhof gab es eine Glocke, die zum Einläuten der Pausen per Hand geschlagen wurde. Sogar Duschräume waren Teil der Schule an der Hohwisch, auch deshalb stellte die Schule für Mädchen und Jungen damals nicht nur Lern- sondern auch Lebensraum dar. 


Gegenwärtig wird das Gebäude in den unteren Stockwerken als Schule genutzt. In den oberen Etagen befindet sich heute das Schulmuseum, das die Schulgeschichte Bremens dokumentiert und ausstellt. Schwerpunkte des Museums sind die Schule in der Kaiserzeit, während des Nationalsozialismus und in den 1950er Jahren.


Auf dem Schulhof befindet sich außerdem eine kleine Tür. Sie ist der Eingang zu einem Bunker, der ab ungefähr 1940 als Erdbunker zum Schutz gegen Bomben angelegt wurde. Erst in den 1990er Jahren wurde der Bunker unter der Schule entdeckt und originalgetreu hergerichtet. Im Rahmen einer Besichtigung bekommt man eine Vorstellung davon, wie bedrückend die Stimmung zu Zeiten des Krieges in so einem Bunker gewesen sein muss - auch ohne dass Flugzeuge und Bomben zu hören sind.

Adresse:
Auf der Hohwisch 61-63
28207 Bremen Hastedt
 

Telefon: 69 62 330
E-Mail: schulmuseum@bildung.bremen.de
Homepage:www.schulmuseum-bremen.de

Öffnungszeiten: 
Mo, Di und Fr: 9 - 14 Uhr

Mi und Do: 9 - 16 Uhr

Führungen nach Vereinbarung.


Erreichbarkeit:
Haltestelle Hohwisch mit Unterstand

Barrierefreiheit:
Fahrstuhl vorhanden!

Weitere Hinweise:
Vielfältige Angebote auch für Erwachsenen-/Seniorengruppen

 


Ein Ausflugslokal mit Biergarten in bayrischer Tradition

Zur Visitenkarte auf bremen.de

Kategorien: Gastronomie

Details:
In einem modernen Wirtshaus-Ambiente, das bayrisch-traditionell ist, gibt es einen Schankraum, ein Wehrstüberl, eine Schwemme, ein Salettl und ein Kaminzimmer. Natürlich gibt es auch einen Biergarten zur Weser hin.
Bereits um 1920 traf man sich hier zum Essen, Trinken und Tanzvergnügen. Bis zum zweiten Weltkrieg war das Wehrschloss ein weithin bekanntes Ausflugslokal mit angeschlossener Badeanstalt an der Weser. Nach dem Krieg wurde das Wehrschloss mehr als 50 Jahre als Jugendfreizeitheim, Seniorentreff und Konzertbühne genutzt.

Adresse
Hastedter Osterdeich 230
28207 Bremen Hastedt

Telefon: 685 659 44
E-Mail: wehrschloss@paulaners.de
Homepage:http://www.paulaners.de/paulaners-im-wehrschloss/

Öffnungszeiten: 
Sonntag bis Donnerstag von 11:00 - 23:00 Uhr

Freitag und Samstag von 11:00 - 0:00 Uhr

Küche (So bis Do) von 11:30 - 22:00 Uhr-

Küche (Fr & Sa) von 11:30 - 22:30 Uhr

Erreichbarkeit
Straßenbahn Linie 3, Haltestelle Weserwehr Parkplätze vor dem Haus

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Spaziergang Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Wolfgang Everding

Hastedt historisch

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Hartmut Bendig

Hastedt historisch

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Hartmut Bendig

Hastedt historisch

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Hartmut Bendig

Hastedt historisch

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Hartmut Bendig

Hastedt historisch

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Hartmut Bendig

Hastedt historisch

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Hartmut Bendig

Bauernhof Hastedter Heerstraße

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Hartmut Bendig

Jüdischer Friedhof Hastedt

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Hartmut Bendig

Das Zigarrenmacherhäuschen

Quelle: Projekt Mobil im Alter
Fotograf/in: Hartmut Bendig