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Häfen

Eine Aussicht auf den Industriehafen Bremen.
Industrie und Hafen

Die "Häfen" sind der einzige Stadtteil in Bremen, dessen Ortsteile sich nicht nur auf beiden Weserseiten erstrecken, sondern auch über zwei Städte. Neben den innerstädtischen Hafengebieten gehört auch noch ein Gebiet im Überseehafen Bremerhaven zum Stadtteil. Damit sind die "Häfen" der flächenmäßig größte Stadtteil Bremens - während sie gleichzeitig die wenigsten Einwohner*innen (weniger als 200) beherbergen.

Ortsteile

Industriehäfen, Neustädter Hafen, Hohentorshafen, stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven

Stadtteil Polygon Häfen

Einwohnerzahl

148 (Stand 12/2023)

Fläche

30,505 km²

Impressionen aus dem Stadtteil Häfen

Typisch Häfen

Wenig überraschend sind Industrie, Container und Schiffe prägend für den Stadtteil. Entlang der langen Hafenbecken legen große und kleine Frachter mit allerlei Gütern an. Hafenromatiker*innen kommen hier voll auf ihre Kosten. Wer die langen Wege gerne auf sich nimmt, dem bieten sich an vielen Orten schöne Ausblicke auf Kräne, Kajen, Schiffe. Wenn man sich direkt ans Wasser wagt, ragen oft meterhohe Schiffswände direkt vor der Nase auf.

Das solltet ihr in den Häfen nicht verpassen

Industriebauten entdecken

Industrie muss nicht nur hässlich, laut und störend sein - sie hat auch ihre ganz eigene Ästhetik. In den Häfen befinden sich zahlreiche beeindruckende Bauten, die per Fuß, Rad oder Auto entdeckt werden können. Eines davon ist etwa die monumentale Getreideverkehrsanlage, die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde und zu den größten Gebäuden ihrer Art in ganz Europa zählt. Teile der Anlage stehen unter Denkmalschutz.

Blick über die Weser auf den Hafen mit der kolossalen Getreideverkehrsanlage, dem Pier 2 und dem Molenturm

Hafenidylle erleben

Ob im Neustädter Hafen oder auf der Landzunge am Ende der Kap-Horn-Straße: an mehreren Stellen in den Häfen locken idyllische Aussichtsplätze aufs Wasser und auf spektakuläre Sonnenuntergänge. Davor oder danach lässt es sich durch rauhe Hafenlandschaften ausgedehnt spazieren.

Blick in den Europahafen in der Überseestadt im Abendlicht

In der Waterfront shoppen

Auf dem Gelände der ehemaligen AG Weser steht heute der große Shopping- und Vergnügungskomplex Waterfront Bremen. Internationale Marken und große Modeketten haben sich dort niedergelassen. Dazu gibt einen großen Foodcourt mit 25 qm² großer Leinwand sowie den größten 3D-Kino-Multiplex der Region. Mit rund 4.000 Parkplätzen stellt die Anfahrt per PKW kein Problem dar, aber auch der Anschluss an den Nahverkehr und damit an die Innenstadt ist optimal. Im Sommer lässt sich auf den Terrassen hinter der Waterfront ein wunderbarer Ausblick auf die Weser und die Häfen genießen.

Eingangsbereich mit sehr großer Glasfront, darüber der Schriftzug 'Waterfront'; Quelle: WFB/bremen.online - MDR

Im Pier 2 rocken

Vor der beeindruckenden Kulisse des Hafens und der Getreideverkehrsanlage sind im Pier 2 regelmäßig die Großen des Showgeschäfts zu Gast. Ob Rock-Konzert, Mega-Party oder Comedy - in der Multifunktionshalle finden Veranstaltungen aller Art statt. Die Halle bietet auf 1.200 m² insgesamt Platz für rund 2.800 Personen. Aktuelle Veranstaltungen und weitere Informationen findet ihr auf der Webseite des Pier2.

Der Pier 2 mit der Industrie im Hintergrund.

Bunker Hornisse

Neben dem Bunker Valentin ist auch der nie fertiggestellte Bunker Hornisse ein weiteres beeindruckendes Bremer Mahnmal für die Verbrechen des Nationalsozialismus. Er liegt etwas versteckt an einem Seitenweg der Kap-Horn-Straße und ist zur Weser hin offen. Im Bunker Hornisse sollten U-Boote gefertigt werden, die Bauarbeiten wurden jedoch im April 1945 kurz vor Ende des Krieges eingestellt. In den 1960er Jahren wurde auf dem Bunker ein Bürogebäude errichtet. Eine Tafel erinnert an das Leid der Zwangsarbeiter, die zur Errichtung der Anlage eingesetzt wurden.

Der U-Boot Bunker Hornisse von Außen. Darüber ragt ein Gebäude.

Auf der Weserfähre schippen

Alljährlich vom Frühjahr bis in den Herbst verbindet die Weserfähre Orte im Hafen, die auf dem Landweg sehr weit auseinander liegen. Steigt beim Pier 2 ein und schippert über die Weser zur Landzunge Lankenauer Höft. Auch am Molenturm macht die Fähre auf ihrer Rundreise Halt. Mehr zu dieser und anderen Bremer Fähren erfahrt ihr auch auf unseren Seiten.

Die Weserfähre Pusdorp hält am Waller Sand, dem Stadtstrand in der Bremer Überseestadt

Benachbarte Stadtteile von den Häfen

Öffentliche Verkehrsmittel

Buslinien: 

62 und 63 sowie am Wochenende 65 und 66

Stadtteilgeschichte

Eine Zeitleiste aus "Bremen und seine Stadtteile" (Edition Temmen) gibt einen Überblick über die historischen Ereignisse in den Häfen. Weiterlesen

Gut zu wissen!

Bis 2009 war der ohnehin schon große Stadtteil noch einmal um 4,5qm² größer - der Ortsteil Handelshäfen gehörte noch dazu. Dieser ist aber nicht einfach verschwunden oder ausgegliedert, sondern ist die heutige Überseestadt. Mit der Einführung des Container in den 1960-Jahren waren die für Stückgut ausgelegten Hafenbecken im Ortsteil Handelshäfen immer weniger nachgefragt. Der Überseehafen wurde 1998 schließlich mit Sand verfüllt und damit der Grundstein für einen gänzlich neuen Stadtteil gelegt. Die Überseestadt ist heute eines der größten innerstädtischen Entwicklungsgebietes. Auf dem Areal entstehen Gewerbefläche für vornehmlich kreative Unternehmen und attraktive Wohnlagen in Wassernähe.

Vogelperspektive auf eine Stadt, in der Mitte ein Fluss; Quelle: WFB/Studio B
Gezeichnete Skyline von Bremens prominentenen Gebäuden