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Fragen und Antworten rund um den Coronavirus in Bremen

Schematische Darstellung eines Virus
Hier findet ihr verständliche Antworten auf häufig gestellte Alltagsfragen zum Umgang mit dem Coronavirus in Bremen.

Quelle: WFB GmbH - DGL

Fragen und Antworten

 

Jede weitere Lockerung setzt die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger voraus. Auch wenn sich allmählich das Leben wieder „normaler“ anfühlt und die Sehnsucht nach alter, gewohnter Normalität wächst – die Pandemie ist nicht vorbei! Seien Sie weiterhin achtsam, vernünftig und rücksichtsvoll. Halten Sie den Mindestabstand und die Hygieneregeln ein und tragen Sie zum Schutz der anderen eine Mund-Nasen-Bedeckung. 


1. Gibt es in Bremen eine Maskenpflicht?
Ja. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sowie beim Einkauf Pflicht. Das gilt auch für Apotheken, Tankstellen, Banken und Poststellen. Geeignet sind auch Schals, Tücher, Buffs sowie aus Baumwolle oder anderem geeigneten Material selbst hergestellte Masken. Ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren und Personen, denen es aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar ist, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In diesem Fall wäre es hilfreich, einen entsprechenden Beleg dabei zu haben, um Nachfragen oder Diskussionen in der konkreten Situation zu vermeiden.

 

2. Ich verreise ins Ausland. Was muss ich beachten? 
Die Bundesregierung prüft fortlaufend, welche Länder als Risikogebiet einzustufen sind. Risikogebiete können sich auch innerhalb der EU befinden. Eine Übersicht der aktuellen Gebiete – darunter die Türkei - finden Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts hier. Bitte informieren Sie sich gründlich vor Antritt Ihrer Abreise und erneut bei Rückkehr.
Wer sich 14 Tage vor der Einreise nach Bremen in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss sich nach Rückkehr in Quarantäne begeben. Sie müssen sich außerdem beim Ordnungsamt Bremen (infektionsschutz@ordnungsamt.bremen.de) bzw. beim Gesundheitsamt Bremerhaven (0471/5902281) melden. Ansonsten wird ein Bußgeld erhoben. 
Ausnahmen von der Quarantäne sind bei einem negativen Testergebnis (in deutscher oder englischer Sprache) möglich, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Über Ausnahmen entscheiden die Gesundheitsämter.

 

3. Kann ich mich nach meinem Urlaub in einem Risikogebiet freiwillig auf Corona testen lassen? 
Das ist möglich. Sogar kostenfrei! Der freiwillige Test steht Rückreisenden aus den Risikogebieten bereit. Alle weiteren Informationen erhalten Sie telefonisch am Bürgertelefon unter 115. 

 

4. Stimmt es, dass der Außerhaus-Verkauf von Bier verboten ist?
Das stimmt. Kioske, Imbisse, Supermärkte und Lokale dürfen am Wochenende und vor gesetzlichen Feiertagen ab 22 Uhr keine alkoholischen Getränke außerhaus verkaufen. Diese Regelung gilt in bestimmten Stadtgebieten: im Viertel sowie entlang der Schlachte und des Osterdeichs.
Hinweis: Laut Ortsgesetz ist es ohnehin untersagt, sich dauerhaft auf Straßen, öffentlichen Flächen oder Bänken niederzulassen, um Alkohol zu konsumieren und dadurch andere unzumutbar zu beeinträchtigen. 

 

5. Ich plane eine Feier bei mir zuhause. Was muss ich beachten?
Private Feiern in der Wohnung und im eigenen Garten sind erlaubt und seit dem 1. Juli 2020 ist auch kein Hygiene- und Schutzkonzept mehr zu erstellen. Wir raten jedoch weiterhin, dass die Fläche so groß ist, dass der Mindestabstand soweit möglich gewährleistet ist und die Gastgeberin / der Gastgeber die Kontaktdaten der Gäste aufbewahrt. Es ist für die Bekämpfung der Pandemie wichtig, dass bei einer Infektion die Kontakte nachverfolgt werden können.

 

6. Welche Veranstaltungen sind erlaubt?
Unter besonderen Auflagen sind Feiern und Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 400 Personen, in geschlossenen Räumlichkeiten mit bis zu 250 Personen möglich. Das gilt auch für Hochzeiten, Trauerfeiern, Geburtstage, Gottesdienste, Theater und Konzerte. Die Veranstalterin / der Veranstalter muss die Kontaktdaten der Gäste sicherstellen. Es ist für die Bekämpfung der Pandemie wichtig, dass bei einer Infektion die Kontakte nachverfolgt werden können. Die Veranstalterin / der Veranstalter muss ein Konzept erstellen, aus dem u.a. hervorgeht, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmenden und die Händehygiene eingehalten werden kann. Das Konzept muss auf Verlangen vorgelegt werden.
Großveranstaltungen mit über 1.000 Menschen wie z.B. Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauerinnen und Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Straßen-, Wein- oder Schützenfeste sind mindestens bis zum 31. Oktober 2020 untersagt.

 

7. Was muss ich beim Besuch eines Restaurants oder eines Cafés beachten? Einer Kneipe? 
Gastronomische Einrichtungen dürfen unter strengen Hygieneauflagen öffnen. Jeder Gast muss seinen Namen und seine Kontaktdaten hinterlassen. Die Daten werden drei Wochen aufbewahrt. Gleiches gilt für die Dokumentation des Zeitpunktes des Betretens und Verlassens des Lokals. So kann eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden. Wenn möglich, sollten Tische vorher reserviert und zugewiesen werden, eine Reservierungspflicht gibt es nicht.

 

8. Darf ich wieder mit meinen Kindern auf den Spielplatz gehen?
Ja, das ist wieder möglich. Selbstverständlich gelten auch hier die Kontaktbeschränkungen sowie die Hygiene- und Abstandsregeln – auf den Spielgeräten, auf den Bänken sowie im Spiel. Wenn der Spielplatz voll ist – gehen Sie zum Schutz aller bitte weiter. Die Öffnung der Spielplätze ist wieder ein Schritt zurück in die Normalität – aber damit auch ein Risiko.

 

9. Ist es möglich, an einem Gottesdienst teilzunehmen?
Bremerinnen und Bremer dürfen zum Gebet und zu Gottesdiensten Kirchen, Synagogen, Moscheen und andere Glaubenseinrichtungen besuchen. Zu den Auflagen gehören u.a. strenge Hygiene- und Abstandsregeln. Empfohlen sind: Desinfektionsspender in den Eingangsräumen oder adäquate Waschmöglichkeiten, 1,5 Meter Abstand zwischen den Personen sowie der Verzicht auf gemeinsamen Gesang.

 

10. Mit wem darf ich ausgehen?
Es dürfen sich 10 Personen aus verschiedenen Haushalten treffen. Auch Angehörige zweier Haushalte dürfen sich treffen sowie Familienangehörige (Ehegattin oder Ehegatte, Lebenspartnerin oder Lebenspartner, Partnerin oder Partner einer eheähnlichen oder lebenspartnerschaftlichen Gemeinschaft sowie deren oder dessen Kinder (Patchworkfamilie), Verwandte in gerader Linie sowie Geschwister und Geschwisterkinder).
Es ist aber weiterhin, wo immer möglich, zu anderen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. 
Es gilt weiterhin der Appell: Jeder Kontakt ist ein erneutes Risiko, sich selbst und andere anzustecken, auch wenn man selbst noch ohne Symptome ist. Schützen Sie ältere Menschen und diejenigen, die einer Risikogruppe angehören. Allein die Tatsache, dass man eine Familie ist, schützt niemanden vor einer Ansteckung.

 

11. Ist es möglich, meine Großmutter, meinen Vater, meine engen Angehörigen im Pflege- oder Seniorenheim oder im Hospiz zu besuchen?
Die Besuchsregelungen sind am 11. August weiter gelockert worden. Die Länge der Besuche ist nun zeitlich nicht mehr eingeschränkt. Die Bewohnerinnen und Bewohner dürfen künftig so oft sie möchten Besuch empfangen. Es ist zwar nicht mehr zwingend vorgeschrieben, sich für einen Besuch vorab anzumelden, dennoch ist es ratsam, sich vorher bei der jeweiligen Einrichtung zu erkundigen, denn es kann interne Gründe geben, von der Regel abzuweichen. 
Wir müssen auch weiterhin aufmerksam sein und die übrigen Regelungen einhalten: Empfang durch Personal der Einrichtung, Abstandsgebot, Handhygiene, Hinterlegen der Kontaktdaten. Außerdem müssen sowohl Besucher wie Bewohner symptomfrei sein.

 

12. Welche Einrichtungen dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden?

  • Clubs, Diskotheken, Festhallen und ähnliche Einrichtungen
  • Saunen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche 

 

13. Sind Kinos und Theater geöffnet?
Kinos, Theater, Opern und Konzerthäuser mit festen Sitzplätzen dürfen wieder öffnen. Es gelten auch hier bestimmte Regeln: es sind maximal 250 Personen in geschlossenen Räumen und 400 Personen im Freien zulässig; dabei gilt selbstverständlich der Mindestabstand von 1,5 Metern. Es gibt Namenslisten, in die sich die Gäste einzutragen haben. Die Einrichtungen müssen ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen. Auch Autokinos und Autotheater sind zulässig.

 

14. Haben wieder alle Geschäfte geöffnet? Gibt es Einschränkungen?
Es dürfen wieder alle Geschäfte öffnen. Geöffnet sind auch: 

  • Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten
  • Zoos und botanische Gärten
  • Bibliotheken und Archive
  • touristische Angebote, Freizeitangebote wie Stadtführungen, Schiffsverkehr u.ä.
  • Indoor-Spielplätze
  • Spielhallen und Wettvermittlungsstellen
  • Shisha-Bars

 

In jedem Fall gelten 

  • das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung,
  • der hygienische Schutz des Kassenpersonals,
  • die Berücksichtigung des Mindestabstandes von 1,5 m,
  • die Beschränkung des Zutritts
  • das Vermeiden von Warteschlangen und Menschenansammlungen (z.B. Sitzmöglichkeiten sperren),

um das Risiko von Infektionen zu reduzieren.

 

15. Muss ich als Einzelhändlerin oder Einzelhändler ein Konzept vorlegen? Muss dieses dann erst genehmigt werden?
Einzelhändlerinnen und Einzelhändler müssen kein Konzept vorlegen. Sie müssen aber mit Kontrollen rechnen. Mängel werden beanstandet. Sollten Mängel nicht behoben werden, können Bußgelder erfolgen. Letztlich kann es auch zur Schließung des Geschäfts kommen. 
Die Betreiberinnen und Betreiber der Einkaufszentren müssen dem Ordnungsamt ein Hygiene-Konzept vorlegen unter infektionsschutz@ordnungsamt.bremen.de

 

16. Gibt es Einschränkungen für Dienstleister und Handwerker?
Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen ein Abstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann, sind erlaubt, wenn Hygienemaßnahmen getroffen werden, die geeignet erscheinen, die Gefahr der Infektion der Kundinnen und Kunden zu vermindern.

 

17. Darf ich auf meinem Campingplatz, in meinem Hotel oder in meiner Ferienwohnung Gäste aufnehmen?
Gäste sind wieder willkommen. Auch hier gelten besondere Auflagen.

 

18. Gilt die Rechtsverordnung auch für Demos?
Öffentliche oder nichtöffentliche Versammlungen nach Art. 8 GG sind von dem Verbot ausgenommen. Sie sind, sofern es sich nicht um eine Eil- oder Spontanversammlung handelt, der zuständigen Versammlungsbehörde spätestens 48 Stunden vor ihrer Bekanntgabe telefonisch, schriftlich oder per Mail anzuzeigen. Da in Bremen bereits kranke, krankheitsverdächtige und ansteckungsverdächtige Personen festgestellt wurden, kann die zuständige Behörde die Versammlung verbieten, beschränken oder mit Auflagen versehen.

 

19. Darf ich schwimmen gehen?
Der Aufenthalt an frei zugänglichen Badeseen ist zum jetzigen Zeitpunkt erlaubt. Auch dem Baden in Seen steht nach jetzigem Stand nichts entgegen, sofern auch dort die Kontaktbeschränkung und der Mindestabstand eingehalten werden. Die ersten Freibäder sind unter Hygiene-Auflagen geöffnet. Auch Hallenbäder sind wieder geöffnet.

 

20. Was passiert, wenn ich mich nicht an das Verbot halte?
Verstöße können mit Bußgeldern, Geldstrafen oder einer Freiheitsstrafe bis zu zwei bzw. bis zu fünf Jahren sanktioniert werden.
Für den Fall der Nichtbeachtung oder Zuwiderhandlung gegen die Rechtsverordnung besteht die Möglichkeit, unmittelbaren Zwang (gem. § 11 ff des Bremischen Verwaltungsvollstreckungsgesetzes) anzuwenden. Das heißt, die Gäste / die Teilnehmenden können des Veranstaltungsortes verwiesen und die Örtlichkeit oder der Betrieb geschlossen werden.
Den Bußgeldkatalog finden Sie hier.

 

21. Was passiert nach Ablauf der Rechtsverordnung?
Die Lage wird laufend neu bewertet. Der Senat wird vor dem Ablauf der jetzigen Regelung die Öffentlichkeit informieren, ob eine Anpassung der Maßnahmen oder eine zeitliche Verlängerung notwendig ist. Im Vordergrund steht dabei die Gesundheit der Bevölkerung.

 

22. Wo finde ich die Rechtsverordnung?
Die aktuelle Rechtsverordnung finden Sie hier.

 

23. Wer hat einen Anspruch auf Entschädigung gem. §§ 56 IfSG?
Entschädigungsberechtigt sind insbesondere folgende Personengruppen:

  • mit dem Corona-Virus infizierte (sofern keine Krankschreibung vorlag)
  • Kontaktpersonen der Kategorie 1
  • Sorgeberechtigte, die ihrem Beruf nicht nachgehen können, weil KiTas oder Schulen aufgrund behördlicher Anordnung vorübergehend geschlossen wurden.
     

Rechtsverordnung in Einfacher Sprache

Die Rechtsverordnung liegt als PDF zum Download in einer Variante in Einfacher Sprache vor.

Schematische Darstellung eines Virus

Bußgeldkatalog

Bei Verstößen gegen die geltenden Regelungen zum Umgang mit dem Coronavirus droht ein Bußgeld. Diese Strafen sind im Bußgeldkatalog aufgeführt.

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