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Fragen und Antworten rund um den Coronavirus in Bremen

Schematische Darstellung eines Virus
Hier findet ihr verständliche Antworten auf häufig gestellte Alltagsfragen zum Umgang mit dem Coronavirus in Bremen.

Quelle: WFB GmbH - DGL

Fragen & Antworten

Jede weitere Lockerung setzt die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger voraus. Auch wenn sich allmählich das Leben wieder "normaler" anfühlt – die Pandemie ist nicht vorbei! Seien Sie weiterhin achtsam, vernünftig und rücksichtsvoll; halten Sie den Mindestabstand und die Hygieneregeln ein und tragen Sie zum Schutz der anderen eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Ja. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sowie beim Einkauf Pflicht. Das gilt auch für alle unter Punkt 13 aufgeführten Einrichtungen wie z.B. Wochenmärkte, Apotheken, Tankstellen, Banken und Poststellen. Geeignet sind auch Schals, Tücher, Buffs sowie aus Baumwolle oder anderem geeigneten Material selbst hergestellte Masken. Ausgenommen sind Kinder unter sieben Jahren und Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können. In diesem Fall wäre es hilfreich, den Behindertenausweis oder das Attest dabei zu haben, um Nachfragen oder Diskussionen in der konkreten Situation zu vermeiden. Einer Ausnahmegenehmigung des Ordnungsamtes hingegen bedarf es nicht.

Auf öffentlichen Sportanlagen und vereinseigenen Anlagen sowie im öffentlichen Raum (z.B. Bürgerpark) sind Bewegung und Sport an der frischen Luft alleine oder gemeinsam mit einer zweiten Person mit einem Mindestabstand von 1,5 m wieder möglich. Es gibt allerdings auch hier besondere Auflagen. Unter bestimmten Bedingungen dürfen auch Fitnessstudios, Tanzstudios und Sporthallen voraussichtlich ab 27. Mai unter Auflagen öffnen.

Ja. Frisörgeschäfte sind geöffnet. Dabei gelten folgende Hygieneregeln: der Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Kundinnen und Kunden muss gewährleistet sein; bei der Arbeit ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen; nach jeder Bedienung müssen die Hände desinfiziert werden.

Auch Fußpflege, Nagelstudios, Barbiere, Tattoo- und Kosmetikstudios dürfen unter strengen Hygieneauflagen öffnen.

Gastronomische Einrichtungen dürfen unter strengen Auflagen öffnen. Es gibt eine Sitzplatzpflicht, ein Thekenverbot und eine Bedienpflicht. Jeder Gast muss seinen Namen und seine Kontaktdaten hinterlassen. Die Daten werden drei Wochen aufbewahrt. Gleiches gilt für die Dokumentation des Zeitpunktes des Betretens und Verlassens des Lokals. So kann eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden. Wenn möglich, sollten Tische vorher reserviert und zugewiesen werden, eine Reservierungspflicht gibt es nicht. Bei Bedarf ist die Aufenthaltsdauer der Gäste z.B. auf 75 Minuten zeitlich zu begrenzen. Ohne Abstand von 1,5 m dürfen nur Gäste aus maximal zwei Hausständen an einem Tisch sitzen. Das können zwei Personen sein oder auch mehr, je nach Größe des Hausstandes.

Ja, das ist wieder möglich. Selbstverständlich gelten auch hier die Kontaktbeschränkungen sowie die Hygiene- und Abstandsregeln – auf den Spielgeräten, auf den Bänken sowie im Spiel. Außerdem dürfen sich Kinder nur in der Begleitung von Erziehungsberechtigten auf Spielplätzen aufhalten. Geburtstagesfeiern, Grillen und Picknicken ist untersagt. Wenn der Spielplatz voll ist – gehen Sie zum Schutz aller bitte weiter. Die Öffnung der Spielplätze ist wieder ein Schritt zurück in die Normalität – aber damit auch ein Risiko.

Bremerinnen und Bremer dürfen zum Gebet und zu Gottesdiensten Kirchen, Synagogen, Moscheen und andere Glaubenseinrichtungen besuchen. Zu den Auflagen gehören u.a. strenge Hygiene- und Abstandsregeln. Empfohlen sind: Desinfektionsspender in den Eingangsräumen oder andere adäquate Waschmöglichkeiten, 1,5 Meter Abstand zwischen den Personen sowie der Verzicht auf gemeinsamen Gesang. Bei Taufen, Hochzeiten und ähnlichen Handlungen ist nur der engste Kreis erlaubt, maximal 20 Personen. Im Rahmen einer Bestattung ist nur der engste Familien- und Freundeskreis erlaubt, höchstens 50 Personen.

Seit 13. Mai ist das Kontaktverbot etwas gelockert. Nun dürfen sich auch Menschen zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen, also z.B. zwei Familien, zwei WGs oder zwei Paare. Es ist aber weiterhin, wo immer möglich, zu anderen als den vorgenannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Der Kreis der Menschen, mit denen man sich trifft, soll möglichst klein und möglichst gleichbleibend sein. Auch in der eigenen Wohnung und auf dem eigenen Grundstück. 

Unter Familie sind zu verstehen klassische wie moderne Lebensformen. Zu Familien werden gezählt Verheiratete sowie Nichtverheiratete, Patchworkfamilien sowie die Kinder der Partnerin und des Partners, Großeltern, Eltern, Kinder, Geschwister und Geschwisterkinder und Verwandte in gerader Linie.

Doch auch hier gilt der Appell: Seien Sie achtsam und beschränken Sie den Kontakt zu anderen Menschen auf das Nötige, um das Infektionsrisiko weitestgehend zu minimieren. Jeder Besuch ist ein erneutes Risiko, sich selbst und andere anzustecken, auch wenn man selbst noch ohne Symptome ist. Schützen Sie ältere Menschen und diejenigen, die einer Risikogruppe angehören. Allein die Tatsache, dass man eine Familie ist, schützt niemanden vor einer Ansteckung.

Unter sehr strengen Auflagen sind Besuche wieder erlaubt. Voraussetzung ist, dass die Einrichtung ein Hygienekonzept vorgelegt hat. Bitte setzen Sie sich vorab direkt mit der Einrichtung in Verbindung und klären die Voraussetzungen für einen Besuch. So sind z.B. die Besucherzahl und die Besuchsdauer begrenzt.

Betroffen sind Veranstaltungen, Feiern und ähnliche Zusammenkünfte (öffentliche und nichtöffentliche, insbesondere auch in Wohnungen und privaten Einrichtungen) sowie sonstige Menschenansammlungen in der Stadt Bremen. Dazu gehören Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen, Volkshochschulen, Musikschulen und Busreisen.

Großveranstaltungen wie z.B. Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauerinnen und Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Straßen-, Wein-, Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen sind mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt.

Zusatz: An Volkshochschulen, Fahr- oder Flugschulen, Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Quartiersbildungseinrichtungen, Musikschulen sowie sonstigen öffentlichen oder privaten Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung dürfen Präsenzveranstaltungen stattfinden. Selbstverständlich gelten auch hier die Abstands- und Hygieneregeln. Für Gesang- und Sportunterricht oder vergleichbare Angebote gilt, dass pro Person eine Fläche von mindestens 10 Quadratmetern zur Verfügung zu stellen ist. Die Einrichtungen müssen einen Hygieneplan vorhalten und bei Bedarf aktualisieren.

  • Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen
  • Saunen, Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder und ähnliche Einrichtungen
  • Kinos, Theater, Opern, Konzerthäuser
  • Messen
  • Spielhallen, Wettvermittlungsstellen und ähnliche Einrichtungen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  • Indoor-Spielplätze

Ab 13. Mai 2020 dürfen wieder alle Geschäfte öffnen, auch die Großen mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800qm. Auch Einkaufszentren dürfen ihre Türen wieder öffnen, wenn sie entsprechende Sicherheitskonzepte vorlegen, die die geltenden rechtlichen Vorschriften wie zum Beispiel das Abstandsgebot, Hygieneregeln oder das Vermeiden von Verweilzonen beinhalten. Geöffnet haben weiterhin: 

  • Lebensmittelgeschäfte
  • Wochenmärkte und Hofläden
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Apotheken, Sanitätshäuser und Drogerien
  • Tankstellen
  • Kioske und Zeitungsverkaufsstellen
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Reinigungen und Waschsalons
  • Bau- und Gartenmärkte
  • Tierbedarfshandel
  • Kfz-Handel und Fahrradgeschäfte
  • Buchhandlungen
  • Blumengeschäfte
  • Verkaufsstellen für Fahrkarten des ÖPNV
  • der Großhandel
  • Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten
  • Zoos und botanische Gärten
  • Bibliotheken und Archive
  • touristische Angebote, Freizeitangebote wie Stadtführungen, Schiffsverkehr u.ä. nur mit einem Schutz- und Hygienekonzept
  • Spezialmäkrte (z.B. Flohmarkt)

In jedem Fall gelten 

  • das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, 
  • der hygienische Schutz des Kassenpersonals,
  • die Berücksichtigung des Mindestabstandes von 1,5 m,
  • die Beschränkung des Zutritts,
  • das Vermeiden von Warteschlangen und Menschenansammlungen (z.B. Sitzmöglichkeiten sperren),

um das Risiko von Infektionen zu reduzieren.

Einzelhändlerinnen und Einzelhändler müssen kein Konzept vorlegen. Sie müssen aber mit Kontrollen rechnen. Mängel werden beanstandet. Sollten Mängel nicht behoben werden, können Bußgelder erfolgen. Letztlich kann es auch zur Schließung des Geschäfts kommen.

Die Betreiberinnen und Betreiber der Einkaufszentren müssen dem Ordnungsamt ein Hygiene-Konzept vorlegen unter
infektionsschutz@ordnungsamt.bremen.de

Die Leistung bei der Kundin oder beim Kunden darf erbracht werden.

Für den individuellen Kundenverkehr (z.B. medizinische, psychologische Heil- und Hilfedienstleistungen, Freiberufler) gilt es, Einzeltermine zu vereinbaren. Der Abstand zwischen den Kundinnen und Kunden von mindestens 1,5 Metern muss eingehalten werden; dies gilt auch für den Wartebereich. Bei der Arbeit ist eine Maske zu tragen und nach jeder Bedienung sind die Hände zu waschen. Es muss ein Hygieneplan erstellt werden, der dem Ordnungsamt auf Verlangen vorgewiesen werden muss.

Gaststättengewerbe aller Art dürfen ab 18. Mai wieder – nach strengen Hygiene- und Arbeitsschutzstandards - öffnen, siehe Frage 5.

Gäste sind wieder willkommen. Auch hier gelten besondere Auflagen.

Öffentliche oder nichtöffentliche Versammlungen nach Art. 8 GG sind von dem Verbot ausgenommen. Sie sind, sofern es sich nicht um eine Eil- oder Spontanversammlung handelt, der zuständigen Versammlungsbehörde spätestens 48 Stunden vor ihrer Bekanntgabe telefonisch, schriftlich oder per Mail anzuzeigen. Da in Bremen bereits kranke, krankheitsverdächtige und ansteckungsverdächtige Personen festgestellt wurden, kann die zuständige Behörde die Versammlung verbieten, beschränken oder mit Auflagen versehen.

Der Aufenthalt an frei zugänglichen Badeseen ist zum jetzigen Zeitpunkt erlaubt. Auch dem Baden in Seen steht nach jetzigem Stand nichts entgegen, sofern auch dort die Kontaktbeschränkung und der Mindestabstand eingehalten werden. Die ersten Freibäder werden voraussichtlich ab 1. Juni unter Hygiene-Auflagen öffnen.

Auch private Feiern in Wohnungen, auf Terrassen und in Gärten sind angesichts der ernsten Lage inakzeptabel und unzulässig. Verstöße gegen diese Kontakt-Beschränkungen werden vom Ordnungsamt Bremen und der Polizei Bremen geahndet.

Verstöße können mit Bußgeldern, Geldstrafen oder einer Freiheitsstrafe bis zu zwei bzw. bis zu fünf Jahren sanktioniert werden.

Für den Fall der Nichtbeachtung oder Zuwiderhandlung gegen die Rechtsverordnung besteht die Möglichkeit, unmittelbaren Zwang (gem. § 11 ff des Bremischen Verwaltungsvollstreckungsgesetzes) anzuwenden. Das heißt, die Gäste / die Teilnehmenden können des Veranstaltungsortes verwiesen und die Örtlichkeit oder der Betrieb geschlossen werden.

Den Bußgeldkatalog finden Sie hier.

Die Lage wird laufend neu bewertet. Der Senat wird vor dem Ablauf der jetzigen Regelung die Öffentlichkeit informieren, ob eine Anpassung der Maßnahmen oder eine zeitliche Verlängerung notwendig ist. Im Vordergrund steht dabei die Gesundheit der Bevölkerung.

Die aktuelle Rechtsverordnung finden Sie auf gesetzblatt.bremen.de.

Entschädigungsberechtigt sind insbesondere folgende Personengruppen:

  • mit dem Corona-Virus infizierte (sofern keine Krankschreibung vorlag);
  • Kontaktpersonen der Kategorie 1;
  • Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten gem. Robert-Koch-Institut (RKI);
  • Sorgeberechtigte, die ihrem Beruf nicht nachgehen können, weil KiTas oder Schulen aufgrund behördlicher Anordnung vorübergehend geschlossen wurden.

Rechtsverordnung in Einfacher Sprache

Die Rechtsverordnung liegt als PDF zum Download in einer Variante in Einfacher Sprache vor.

Schematische Darstellung eines Virus

Bußgeldkatalog

Bei Verstößen gegen die geltenden Regelungen zum Umgang mit dem Coronavirus droht ein Bußgeld. Diese Strafen sind im Bußgeldkatalog aufgeführt.

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