Fünf Künstlerinnen widmen ihr Augenmerk der Pflanzenwelt in all ihren filigranen Details: Akkela Dienstbier, Angelica Jerzewski, Elke Hellas Markopoulos, Hermine Overbeck-Rohte und Katrin Ullmann. Ab 22. Juli zu sehen im Overbeck-Museum.

Hermine Overbeck-Rohte schuf in den 1930er Jahren Aquarelle und Zeichnungen zur Illustration eines Pflanzenbestimmungsbuches der "Mittelgebirgsflora". Die Zweckgebundenheit der Auftragsarbeit erforderte es, dass sich die sonst frei schaffende Künstlerin streng nach botanischen Vorgaben richtete.

Die Schweizer Malerin Katrin Ullmann nähert sich der Pflanzenwelt aus rein künstlerischen Motiven und doch mit fast naturwissenschaftlicher Präzision. Mit feinem Pinsel hält sie zarte Pflanzenstudien als Aquarell oder Ölgemälde fest.

Die Fotografin und Musikerin Angelica Jerzewski zeigt in ihren digitalen Makroaufnahmen kunstvolle Strukturen und Architekturen von Pflanzendetails im Gegenlicht und öffnet damit den Blick auf einen oftmals unbeachteten Mikrokosmos in der Natur.

Elke Hellas Markopoulos kombiniert die Kamera mit dem Mikroskop und arbeitet auf diese Weise ästhetische Strukturen heraus, die dem menschlichen Auge sonst verborgen bleiben. Auch getrocknete Blüten, Samen und Blätter fließen als Material in ihre Arbeiten ein.

Akkela Dienstbier arbeitet ebenfalls mit getrockneten Pflanzen und kombiniert sie auf vielfältige Weise mit Malerei, Zeichnungen und Fotografie oder verarbeitet sie zu Installationen.

Fünf unterschiedliche Herangehensweisen aus knapp 100 Jahren, denen eines gemeinsam ist: die künstlerische Aufmerksamkeit und Wertschätzung für die Schönheit im Kleinen.


Elke Hellas Markopoulos: Rittersporn und Struktur
Elke Hellas Markopoulos: Rittersporn und Struktur  Quelle: Elke Hellas Markopoulos