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Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts

Fritz-Gansberg-Straße 14, Postfach 101205, 28213 Bremen

Über uns

Die Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts ist Mitte der achtziger Jahre aus einem Zusammenschluß von Historikerinnen, Medizinern, Psychologinnen und Sozialwissenschaftlern hervorgegangen. Sie setzte sich die Aufgabe, ein Forum für interdisziplinär angelegte Forschungen über die Kontinuitäten und Brüche der Sozial-, Wissenschafts-, Mentalitäten- und Wirtschaftsgeschichte der dreißiger bis fünfziger Jahre zu bieten. Das Ziel waren fächerübergreifende geschichtswissenschaftliche Studien und Quelleneditionen mit den thematischen Schwerpunkten Weltwirtschaftskrise, NS-Herrschaft und Kalter Krieg.
Den ersten institutionellen Rahmen für dieses Projekt bildete die 1984 in Hamburg gegründete Dokumentationsstelle für NS-Sozialpolitik. Im Sommer 1986 wurde diese Einrichtung zur Hamburger Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts umgegründet. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, um zusätzlich zu den laufenden Forschungsschwerpunkten ein Archiv und eine Bibliothek aufzubauen. 1998 zog die Hamburger Stiftung nach Bremen um und wurde in Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts umbenannt.
Die Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts gibt seit 1986 das Periodikum 1999. Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21, Jahrhunderts, heraus. Der Titel, das Grenzjahr zum 21. Jahrhundert, ist Programm: Die sozialen, ökonomischen und kulturellen Prozesse des vergangenen 20. Jahrhunderts sollen rekonstruiert werden, um die Entwicklungstendenzen der Gegenwart besser begreifen zu können. Die Redaktion der Zeitschrift greift auf die laufenden Forschungsvorhaben der Stiftung zurück, hat sich aber darüber hinaus die Aufgabe gesetzt, für alle wichtigen sozialgeschichtlichen Strömungen und Tendenzen ein Forum zu sein. Nachdem die Zeitschrift 15 Jahre lang von Angelika Ebbinghaus redaktionell geleitet worden war, wird sie seit dem Jahrgang 2001 von einer fünfköpfigen Redaktionsgruppe getragen und von einer von der Stiftung für Sozialgeschichte beauftragten Herausgebergruppe betreut. Die dort erscheinenden Aufsätze mißt die Stiftung für Sozialgeschichte genau so wie die von ihr verantworteten Einzelveröffentlichungen an der Maxime, die der französische Historiker Marc Bloch in seinem historiographischen Vermächtnis formuliert hat: Selbst die komplizierteste nicht-narrative Geschichtsschreibung muß auch für den historischen Laien verständlich sein.
Inzwischen kann die Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts auf eine fünfzehnjährige Tätigkeit zurückblicken. Sie hat eine Reihe von Forschungsprojekten abgeschlossen, wobei in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre die Edition der Akten der Nürnberger Ärzteprozesses und die damit einher gehende Erforschung seiner Vorgeschichte, Themen und Folgen den Schwerpunkt bildeten. Für die nächsten Jahre stehen Untersuchungen über die Geschichte der Massenvernichtungswaffen sowie zur Wirtschafts-, Unternehmens- und Wissenschaftsgeschichte der dreißiger bis sechziger Jahre auf dem Forschungsprogramm. Generell geht die Tendenz dahin, die Fragestellungen auf entscheidende Probleme einer kritischen Historie des "kurzen" 20. Jahrhunderts zu konzentrieren.
Kein Impressum hinterlegt.
  • Letzte Änderung am25.03.2017
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