Gartenfreunde Osterholz

Osterholz - aus der Geschichte

Osterholz-Chronik bis 1900

  • 1181
    Erste urkundliche Erwähnung von Osterholz im Zusammenhang mit der Kultivierung des moorigen Landes durch holländische Kolonisten
  • 1246
    Tenever wird erstmals urkundlich erwähnt.
  • um 1300
    Ellen wird erstmals erwähnt. Es ist der höchstgelegene Ort des Hollerlandes.
  • 1810-13
    Bau der Osterholzer Heerstraße. Die neue Straße trennt das Gebiet: südlich davon bleiben die dörflichen Strukturen erhalten, direkt an der Straße und nördlich davon beginnt allmählich eine städtische Bebauung.
  • 1812
    Osterholz hat 433 Einwohner.
  • 1847
    Eröffnung des Ellener Hofes, einer Erziehungsanstalt für verwahrloste Knaben. Dies ist die erste soziale Einrichtung im Gebiet Osterholz.

Osterholz-Chronik bis 2000

  • 1904
    Eröffnung des "St.-Jürgen-Asyl für Geistes- und Nervenkranke" im Dorf Ellen. Für mehr als 300 Patienten gibt es 19 Häuser, die in eine Parklandschaft eingebettet sind.
  • 1905
    Osterholz hat 2548 Einwohner.
  • 1910
    Eröffnung des Mütter- und Säuglingsheims auf einem ehemaligen Grundstück der Egestorff-Stiftung in Tenever. 1959 wird das Haus abgerissen.
  • 1912
    Eröffnung des Altenheims "Egestorff-Stiftung" in Tenever. Der Kaufmann Johann Heinrich Egestorff hatte seinen Besitz dem Bremer Staat mit der Auflage hinterlassen, es für eine Stiftung für "würdige alte Männer und Frauen" zu verwenden.
  • 1920
    Eröffnung des Osterholzer Friedhofs auf dem Gelände des ehemaligen Vorwerks Kämena. Heute ist er der zweitgrößte Friedhof Norddeutschlands mit einer vorbildlichen Landschaftsgestaltung.
  • Eröffnung der Straßenbahnlinie 12 von Sebaldsbrück zum Osterholzer Friedhof.
  • 1921
    Teile des Dorfes Osterholz werden in die Stadt Bremen eingemeindet: Osterholzer Friedhof, St.-Jürgen-Asyl und das Gebiet Hallacker - Lachmundsdamm - Osterholzer Heerstraße.
  • 1922
    Der Kaufmann H. G. Ehlers verkauft sein Landgut an der Osterholzer Dorfstraße (heute Sudwalderstraße) an die Domgemeinde, die hier das St.-Petri-Waisenhaus unterbringt.
  • 1923
    Wahl des ersten nichtbäuerlichen Gemeindevorstehers
  • ab 1935
    Es werden mehrere Kleinsiedlergebiete errichtet: an der Oyter Straße, am Oewerweg sowie die Rahdeland-, Focke-Wulf- und Kuhkampsiedlung.
  • 1938-45
    988 Patienten aus der Bremer Nervenklinik werden von den Nazis deportiert. 701 von ihnen kommen um. 409 werden in einer der "Euthanasie"-Tötungsanstalten ermordet.
  • 1945 
    Die Landgemeinde Osterholz wird in die Stadt Bremen eingemeindet.
  • 1947-69
    Auf dem Osterholzer Friedhof werden Ehrenanlagen für KZ-Opfer, Opfer des Luftkriegs, Zwangsarbeiter und andere Opfer des Zweiten Weltkrieges angelegt.
  • 1952
    Die Straßenbahnlinie 12 wird eingestellt.
  • 1960
    Osterholz hat 11972 Einwohner.
  • 1964-67
    Bau der Großsiedlung Blockdiek, der ersten größeren verdichteten Wohnbebauung in Osterholz.
  • 1970-77
    Bau von Osterholz-Tenever als Demonstrativbauvorhaben des Bundes mit dem Ziel, Urbanität durch Dichte zu erreichen. Auf der grünen Wiese entstehen 2650 moderne Wohnungen in 6- bis 21-geschossigen Wohnblocks.
  • 1977
    Eröffnung des Zentralkrankenhauses Bremen-Ost. Die Fachabteilung Psychiatrie ist nur noch eine von vielen Fachdisziplinen im integrierten Großklinikum.
  • 1989
    Beginn des Nachbesserungsprojekts für Tenever mit dem Ziel, städtebauliche, soziale, ökonomische und kulturelle Defizite Tenevers im Verhältnis zu anderen Ortsteilen auszugleichen. Das Projekt wird 1998 vom Programm "Wohnen in Nachbarschaften (WiN) – Stadtteile für die Zukunft entwickeln" abgelöst.
  • seit 1997
    Umstrittene Planungen zur Bebauung der Osterholzer Feldmark.
Fitnesspark Tenever Hood Training

Quelle: Bergmann Photography

Osterholz-Chronik heute

  • 2002
    Beginn einer grundlegenden Sanierung Tenevers. Unter anderem soll in den nächsten Jahren ein Drittel der Hoch­hauswohnungen abgerissen werden.
Ein Buchcover zeigt die Bremer Innenstadt

Quelle: Bremen und seine Stadtteile - Focke-Museum, Weser-Kurier (Hrsg.) via Edition Temmen

Stadtteil-Chronik: Quelle

Focke-Museum und Weser-Kurier (Hrsg.): Bremen und seine Stadtteile. Katalgobuch zur Ausstellung im Focke-Museum, Bremen: Edition Temmen 2003.

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