Die Einbürgerungslotsen im Gruppenbild.

Einbürgerungslotsen helfen auf dem Weg zum deutschen Pass

Sie sind an einer Einbürgerung interessiert? Der Bremer Rat für Integration (BRI) stellt ehrenamtliche Helfer*innen an Ihre Seite: die Einbürgerungslotsen unterstützen und begleiten Sie. Erfahren Sie in den Kurzinterviews mehr über die persönlichen Beweggründe der ehrenamtliche Helfer*innen für ihre Einbürgerung. 

Ana Maria Becker (43)

Ana Maria Becker lächelt in die Kamera. Sie steht vor einer großen Treppe.

Quelle: Silke Düker

"Ich bin in Kolumbien geboren. Nach Bremen kam ich mit 26 Jahren, also 2001. Ich habe einen Deutschen geheiratet und auch meine beiden Kinder sind in Bremen geboren. Ich habe entschieden, dass hier in Bremen zwar nicht meine Heimat, aber mein Zuhause ist. Hier möchte ich als Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden und mich engagieren. Ich möchte die Politik mitbestimmen und für Urlaubsreisen mit meiner Familie nach Dänemark oder England nicht extra ein Visum beantragen müssen. So fühle ich mich freier."

Abdelaziz Chefif (57)

Abdelaziz Chefif lächelt in die Kamera. Er steht auf einer Grünfläche.

Einbürgerungslotse Abdelaziz Chefif.

Quelle: Silke Düker

"Meine Heimat ist Tunesien, aber ich lebe seit 1997 in Bremen. Die deutsche Staatsbürgerschaft habe ich seit 2007, weil ich mich hier, wo ich seit über 20 Jahren lebe, gerne mit vollem Recht einmischen und engagieren möchte. Beispielsweise ist es für einen Deutschen viel leichter, einen Verein zu gründen, und natürlich möchte ich auch wählen gehen, um mitbestimmen zu können, von wem Bremen und auch Deutschland regiert wird. Insgesamt hat man es viel leichter mit der Bürokratie, wenn man Deutscher ist – das fängt beim Reisevisum an und hört bei der Arbeit auf."

Djafar Khosravi (67)

Djafar Khosravi lächelt in die Kamera. Er steht auf einer Grünfläche.

Einbürgerungslotse Djafar Khosravi.

Quelle: Silke Düker

"Ich kam 1983 als Flüchtling aus dem Iran nach Deutschland, zunächst nach Berlin, dann nach Braunschweig. Seit 1984 lebe ich in Bremen. 2013 habe ich die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. Ich lebe schon so lange hier, Bremen ist meine Heimat geworden. Mir ist es wichtig, hier, wo ich lebe, zu den Wahlen gehen und mit abstimmen zu können. Außerdem war es für mich wichtig, überall hinreisen zu können, ohne extra ein Visum beantragen zu müssen. Ich fühle mich als Bremer, Deutscher und Iraner und engagiere mich auch weiterhin für Menschen aus meiner Heimat: Seit 1986 bin ich bei Amnesty International aktiv und betreue hier afghanische und iranische Flüchtlinge, außerdem bin ich im Rat für iranische Flüchtlinge in Bremen Mitglied."

Senaa Al-Khaffaji (41)

Senaa Al Khaffaji lächelt in die Kamera. Sie steht vor einer großen Treppe.

Einbürgerungslotsin Senaa Al-Khaffaji

Quelle: Silke Düker

"Mein Vater kommt aus dem Irak, meine Mutter aus Syrien. Ich bin in Damaskus geboren, lebe seit 1999 in Deutschland und seit zwölf Jahren in Bremen. Vor 17 Jahren, während meines Studiums in Hamburg, habe ich die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. Damals wollte ich viel reisen, mich zugehörig fühlen und auch politisch meine Meinung äußern können. Ich lebe schon so lange in Deutschland, dass es meine zweite Heimat geworden ist. Das heißt nicht, dass ich den Irak oder Syrien vergessen habe – ich bewahre sie in meiner Seele – doch hier ist mein Lebensmittelpunkt."

Mehmet Altun (58)

Mehmet Altun lächelt in die Kamera. Er steht auf einer Grünfläche.

Quelle: Silke Düker

"Ich lebe seit 39 Jahren in Bremen und habe seit 27 Jahren einen deutschen Pass. In Bremen habe ich eine neue Heimat gefunden. Mir war schnell klar: Ich will dazu gehören, offizieller Bürger mit allen Rechten und Pflichten sein. Meine Kinder sind hier geboren, sie waren von Geburt an Deutsche und gehören in diese Gesellschaft. Deshalb ist es für mich klar, dass ich hier bleibe. Entsprechend investiere ich hier in die Zukunft – materiell wie immateriell. Und es gibt Vorteile: Ich muss nicht ständig zur Ausländerbehörde, ich muss keine Angst haben, dass sich deutsche Gesetze zu meinem Nachteil verändern. Und ich genieße die Reisefreiheit, ich habe schon über 30 Länder bereist. Migranten sind Teil der Gesellschaft und wer Teil ist, sollte mitbestimmen können. Dafür muss ich meine Heimat ja nicht aufgeben. Ich bin nur im Sinne des Gesetzes ein Deutscher."

Kontakt


Mazlum Yalcin

Sprechzeiten:
Montag und Mittwoch 10 bis 18 Uhr

Im Büro des Bremer Rates für Integration
Am Markt 20, 28195 Bremen
Im Haus der bremischen Bürgerschaft
(Eingang Europapunkt)

einbuergerungslotsen@migration-bremen.de

0421/361-16849

Das könnte Sie auch interessieren