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Zentrum für Entscheidungsforschung an der Universität Bremen

Studenten sitzen in einem Hörsaal
Die Universität Bremen erweitert ihre Forschungskompetenz und gründet gemeinsam mit der Jacobs University das Zentrum für Entscheidungsforschung.

Quelle: fotolia: Matej Kastelic

ForscherInnen der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen unterschiedlicher Fachbereiche haben sich zusammengeschlossen und das Zentrum für Entscheidungsforschung gegründet. Sie untersuchen individuelles und kollektives Entscheiden und geben den Studierenden die Möglichkeit, das Thema in zwei Masterprogrammen forschungsnah zu vertiefen. Ziel ist, durch die Zusammenführung der vorhandenen Expertise, den Austausch über Forschung und Lehre zu vertiefen und diese an die Öffentlichkeit zu kommunizieren. Am Zentrum für Entscheidungsforschung sind vielfältige Aktivitäten wie Workshops, Vortragsreihen, Diskussionsforen und eventuell eine eigene Schriftenreihe geplant.

Entscheidungsprozesse werden in den Sozial- und Geisteswissenschaften schon lange erforscht. Doch nicht nur Menschen treffen Entscheidungen: ForscherInnen der Natur- und Ingenieurwissenschaften setzen sich damit auseinander, inwieweit Pilze, Zellen, Tiere und Computer solche treffen. Im EU-Forschungsprojekt "iBorderCtrl" wird zum Beispiel untersucht, ob und wie computeranimierte Grenzbeamte sowie eine Künstliche-Intelligenz-Software an Europas Außengrenzen eingesetzt werden können, um zu entscheiden, ob jemand einreisen darf oder nicht. 

Gegründet von ExpertInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen

"Entscheidungen haben häufig enorme politische, finanzielle oder technische Auswirkungen. Hier können Erkenntnisse der Forschung helfen, drängende Probleme unserer Zeit systematisch anzugehen. Wir wollen daher in den Austausch mit interessierten Personen und Institutionen treten, die außerhalb der Universität Entscheidungsverantwortung tragen", erklärt Mitinitiatorin Professorin Dagmar Borchers.

 

Das Zentrum für Entscheidungsforschung wurde von ProfessorInnen aus den Bereichen Philosophie, Theoretische Physik, Psychologie, Physik, Wirtschaftswissenschaft, Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Gesundheitswissenschaft und Soziologie sowie aus der Akademie für Weiterbildung gegründet. Interessierte Persönlichkeiten, insbesondere aus dem Bereich Verwaltung, Politik, Kunst und Kultur, dem Gesundheitswesen und der Wirtschaft sind eingeladen, sich dem Institut anzuschließen.

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