Ein buntes Graffiti ziert eine weiße Wand mit dem Schriftzug ARTSPACE.

Mural Artspace – Raumfahrt als Graffiti

Es ist bunt, es ist groß und es ist etwas ganz Besonderes! Wenn Sie das nächste Mal im Zug sitzen und am Güterbahnhof Bremen vorbeifahren, werden Sie es sehen: das Mural "Artspace" - von Kindern und Jugendlichen beim Graffitiworkshop des Kultur- und Bildungsvereins Ostertor (Kubo) geschaffen.

Ein Zettel mit dem Schriftzug "Freihalten für Graffitti Projekt" klebt auf einer weißen Wand.
Auf einem weißen Blatt ist eine Skizze mit dem Schriftzug Artspace und Begriffen der Raumfahrt zu sehen.
Kinder und Jugendliche stehen vor einer Wandskizze für das Mural "Artspace"

Jeder für sich und doch gemeinsam

12 Kinder und Jugendliche arbeiten fünf Tage am Stück gemeinsam an dem Graffiti-Projekt, das ganz der Raumfahrt gewidmet ist. Von der Idee bis zur finalen Umsetzung werden sie von den beiden Künstlern Jules Szymanski und Johannes Graf unterstützt. 

 

Die Züge brettern an uns vorbei, die Sonne strahlt mit den Kindern um die Wette und wir möchten von den beiden wissen, wieso gerade das Wort "Artspace" die weiß gestrichene Wand am Güterbahnhof ziert. "Neben dem Raumfahrtaspekt bedeutet Artspace die freie künstlerische Entfaltung der jungen Künstler und Künstlerinnen. Wir wollten ihnen eine Möglichkeit schaffen, gemeinsam an einem großen Projekt zu arbeiten und dabei trotzdem individuellen Wünschen und Stilrichtungen nachzukommen. Wo, wenn nicht hier? Hier ist der Raum für Kunst. Deshalb arbeitet jeder der Teilnehmenden allein oder in einem kleinen Team an einem Buchstaben des Wortes Artspace, welches die Kreativität der Teilnehmer zu einem Gesamtwerk miteinander verbindet."

Ein Mädchen srpüht Graffiti an die Wand

Jeder Teilnehmer kann seinen Buchstaben ganz nach seinem Geschmack gestalten!

Quelle: WFB/ Keller

Von Langeweile in den Sommerferien fehlt jede Spur

Die Kinder und Jugendlichen sind mit einer ordentlichen Portion Motivation dabei! Die einen sprühen fleißig an ihren Buchstaben, während andere im Künstlerhaus Güterbahnhof skizzieren, stanzen und malen – für all die Schablonen, die dann noch Teil des Kunstwerks werden!

Ein Bild wird mit einer Schablone besprüht.

Raumfahrtmotive bieten unendlichen Gestaltungsspielraum!

Quelle: ©kubo 2018

Teenager sprüht ein Graffiti
Teenager sprüht ein Graffiti

Jeder Buchstabe zählt

Ohne seine Arbeit würde nur "Artspac" überbleiben: Der 15-jährige Jugendliche ist für das "e" zuständig. Er erzählt uns, dass der Graffitiworkshop nicht sein erstes Projekt im Raumfahrtjahr Bremen ist. Schon beim Workshop Space.Kritzeln im Universum Bremen ließ er sich von der Raumfahrt inspirieren! Diese Woche verzichtet er aber dann doch darauf sein Zimmer mit Graffiti zu besprühen – ist ja auch viel schöner, im eigenen Bett schlafen zu können – und widmet sich dem Mural des Kubo: "Der Graffitiworkshop reizt mich, weil man ganz legal ein schönes, großes Kunstwerk schaffen kann, auf das man später auch stolz sein kann!" 

Ein buntes "E" und ein blaupinker Planet zieren als Graffiti die Wand.

Fertig ist das E.

Quelle: WFB/ Keller

Von Parabelflügen und Schwerelosigkeit

Der 12-jährige Mio ist für das "c" zuständig und erzählt uns, dass er sich jetzt schon darauf freut, sein Werk aus dem Zug betrachten und mit Stolz behaupten zu können: "Ich habe da mitgearbeitet und es sieht schön aus!" Sprayen findet er toll, weil man Fehler schnell korrigieren kann und nicht lange warten muss, bis das Graffiti getrocknet ist.

 

Was er an Raumfahrt spannend findet? Die Schwerelosigkeit! "Doch Astronaut wäre ich nicht gerne. Der Weltraum ist einfach zu weit weg! Außerdem muss Alexander Gerst so viele Tests, Simulationen und Check Ups durchlaufen, darauf hätte ich gar keine Lust! Stattdessen möchte ich mal an einem Parabelflug teilnehmen!"

Ein Junge sprüht auf eine dunkle Wand ein Graffiti.

Die Schablonen kommen zum Einsatz!

Quelle: ©kubo 2018

Eine dunkle Tür wurde mit bunten Planeten besprüht.
Zwei Teenager sprühen ein A des Wortes "Artspace".

Die Grenzenlosigkeit als Inspiration

Kein Buchstabe mehr übrig? Macht nichts, denn auch ein Planet gehört zum Mural dazu! Mit einem Lächeln auf den Lippen erzählt uns eine 15-jährige Künstlerin, dass sie gerne Galaxien und Raumschiffe malt. Wieso? Weil die Motive erstens einfach zu malen sind und zweitens, weil es im Weltall weder Grenzen noch Kanten gibt. "Outlines sind somit unnötig", sagt sie lachend. "Außerdem sieht es immer schön aus. Grenzenlosigkeit kann man sich nicht vorstellen, es geht immer weiter und weiter und weiter. Dabei kann man vollkommen das gestalten was man will, es gibt kein richtig oder falsch. Will ich einen Apfel malen und male diesen wie eine Birne, ist es kein Apfel mehr. So etwas findet man nicht, wenn man an den Weltraum denkt. Der Workshop öffnet die Augen für neue Sachen, Leute, Sichtweisen und Techniken. Seit dem Workshop fallen mir die Graffitis in der ganzen Stadt viel mehr auf als vorher."

Menschen areiten am Graffiti: Artspace

Die Künstlerinnen und Künstler lassen ihrer Kreativität freien Lauf!

Quelle: WFB/ Keller

Raumfahrtmotive werden auf Schalplatten gemalt.
Raumfahrtmotive auf Schallplatten
Drei Mädchen sprühen ein Graffiti

Zum Kultur- und Bildungsverein Ostertor

Der 1981 gegründete Kubo bietet seit 1985 Kunstkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an und damit allen die Möglichkeit, etwas Neues zu lernen und dabei der Kreativität freien Lauf zu lassen. Freie Künstlerinnen und Künstler können sich voll und ganz auf ihre Kunstprojekte konzentrieren - die Organisation übernimmt ganz der Kubo. 

Graffitis sind von der Straße über einer Unterführung zu sehen.

Das Mural ist von der Straße gut zu sehen!

Quelle: ©kubo 2018

Raumfahrt im Kubo

Werden Sie bei weiteren Angeboten des Kubo im Raumfahrtjahr Bremen kreativ!

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