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Science Clips: B-Human, die Roboter-Kicker

Sechs Weltmeistertitel und acht Siege im nationalen Wettbewerb – das Team B-Human ist erfolgreicher im Fußball als die deutsche Nationalmannschaft. B-Human sagt dir nichts? Dann bringt der Science Clip Licht in die Dunkelheit.

Studierende und ForscherInnen tüfteln gemeinsam

 

Hinter den Erfolgen von B-Human stecken viele Jahre Arbeit und Forschung. Studierende und Forschende der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) bringen den humanoiden Robotern unter der Leitung von Dr. Tim Laue und Dr. Thomas Röfer den Ballsport bei. Das ist gar nicht so einfach, denn alles was den Menschen selbstverständlich erscheint – vom Laufen über den Ball sehen und diesen zu kicken – ist für die kleinen Roboter eine komplexe Sache.

Zunächst müssen sich die Roboter in ihrer Umgebung orientieren, um zu wissen, wo die Tore stehen und in welches sie den Ball schießen sollen. Dafür müssen sie viele verschiedene Anhaltspunkte wie zum Beispiel die Feldlinien auswerten. Erst wenn der Roboter weiß, wo er und seine Mitspieler sind, kann er erfolgreich Fußball spielen.

 

Roboter sollen Menschen besiegen

 

Jedes Jahr steigt der Schwierigkeitsgrad beim RoboCup. In den Anfangsjahren war die Spielumgebung stark vereinfacht, damit sich die Roboter besser orientieren konnten. Leicht unterscheidbare Farben – orange, gelb und blau – und eine Bande erleichterten das Spiel. Zudem war das Feld nur wenige Quadratmeter groß.

Heute misst das Feld 77 Quadratmeter, der Ball ist schwarz-weiß, den Untergrund bildet grüner Kunstrasen mit weißen Markierungen. 2017 galten die neuen Lichtbedingungen als besondere Herausforderung. Statt an weitestgehend fensterlosen Plätzen unter Kunstlicht wurden die Spiele unter natürlichen Lichtbedingungen ausgetragen. Der Wechsel zwischen Sonne und Wolken ist dabei eine große Herausforderung für die Bildverarbeitungsalgorithmen. Jahr für Jahr werden die Bedingungen stärker an den menschlichen Fußball angepasst. Das Ziel der RoboCup-Initiative ist es, im Jahr 2050 gegen den dann amtierenden Weltmeister im menschlichen Fußball zu gewinnen.

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