© WFB / Jonas Schmidt
Der Bremer Stadtteil Walle ist vielfältig und lebendig, Menschen aller Bevölkerungsschichten sind hier zu Hause. Der in Bremen bekannte Spruch: "In Walle wohnen sie alle!" ist daher durchaus treffend. Ob jung oder alt, Single oder Familie - das einstige Hafenarbeiter-Viertel im Bremer Westen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Das liegt an der ausgewogenen Mischung aus kurzen Wegen zu Einrichtungen des täglichen Bedarfs, den zahlreichen Kultur- und Freizeitangeboten und nicht zuletzt den vielen Grünflächen.
Utbremen, Steffensweg, Westend, Walle, Osterfeuerberg, Hohweg, Überseestadt
30.889 (Stand 12/2019)
12,238 km²
Walle ist ein urbaner und weltoffener Stadtteil mit sieben Ortsteilen. Utbremen wurde im Zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört und der Wiederaufbau insbesondere durch Wohnungsbaugesellschaften betrieben. Ihre Wohnblöcke sind heute charakteristisch für Utbremen. Steffensweg ist der kleinste Ortsteil in Walle, der zugleich eine besonders hohe Bevölkerungsdichte aufweist. Aufgrund seiner Hafennähe wurde auch dieser Ortsteil im Zweiten Weltkrieg extrem bombardiert. Reihenhäuser aus der Zeit nach 1945 prägen heute den Ortsteil, zu dem auch das Waller Wied mit seinen sechs Straßen und winzigen Reihenhäusern gehört - von seinen Bewohner*innen wird es liebevoll "Heimatviertel" genannt. Angrenzend an den Ortsteil Steffensweg befindet sich die Überseestadt, ein ehemaliges Bremer Hafenrevier und heute eines der größten städtebaulichen Entwicklungsprojekte Europas. Alte Speicher und Schuppen stehen in direkter Nachbarschaft zu modernen Bürolofts und bilden gemeinsam eine interessante architektonische Mischung. Der Ortsteil Westend verfügt über eine gute Infrastruktur mit Supermärkten, kleinen Geschäften, Kneipen, Imbissen und dem Wochenmarkt. Kunst bietet die Galerie des Westens mit ihren wechselnden Ausstellungen. An der Waller Heerstraße ragt der rund 235 Meter hohe Fernmeldeturm empor. Der auch "Waller Spargel" genannte Turm ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich - die Ruhe in der Höhe nutzt seit vielen Jahren ein Wanderfalken-Paar als Nistplatz. Der Ortsteil Walle liegt im Herzen des gleichnamigen Stadtteils und hat neben Eislaufhalle, Schwimmbad, Friedhof, Waller Park und dem Einkaufszentrum Walle-Center auch kulturell einiges zu bieten. Hier hat unter anderem das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Blaumeier-Atelier, ein inklusives Kunstprojekt, seinen Sitz. Kleine Reihenhäuser und Altbremer-Häuser finden sich im beschaulichen Osterfeuerberg. Viel Kleinkunst bietet das Kulturhaus Walle mit seinen vielfältigen Veranstaltungen und Workshop-Angeboten. Unter seinem Dach befindet sich auch die Stadtteilbibliothek sowie die Musikschule. Der Ortsteil Hohweg ist insbesondere Gewerbegebiet, verfügt aber auch über die größte zusammenhängende Kleingartenfläche im Bremer Westen mit idyllisch gelegenen Parzellen.
Der Schuppen Eins - Zentrum für Automobilkultur und Mobilität am Europahafen in der Überseestadt wurde 1959 erbaut und beherbergt heute das Zentrum für Automobilkultur und Mobilität in Bremen. Der ehemalige Stückgutumschlagschuppen ist ein beeindruckendes Denkmal der Bremer Hafengeschichte. Nach aufwändigem Umbau und Sanierung verfügt das Gebäude heute über einen großen Boulevard mit Shops, Gastronomieangeboten, gläsernen Werkstätten und einer öffentlich zugänglichen Ausstellungsfläche für Oldtimer. Ein Erlebnis für die ganze Familie!
© WFB/Frank Pusch
Jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag ist Markttag in Walle. Der Wochenmarkt am Wartburgplatz Ecke Sankt-Magnus-Straße ist von überschaubarer Größe, bietet aber eine große Auswahl frischer Erzeugnisse aus dem heimischen und überregionalen Anbau: Obst und Gemüse, Wurst- und Fleischwaren, Blumen und Pflanzen, Fisch, Käse und vieles mehr. Auch Honig vom "Bremer Bienenkönig" kann man hier erstehen.
© M3B GmbH/Jonas Ginter
Jedes Jahr im Sommer verwandelt sich die Vegesacker Straße zwischen Eisdiele und Waller Ring in eine große Flaniermeile. Das Stadtteilfest ist ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt mit einem großen privaten Flohmarkt. Ein abwechslungsreiches Musik- und Kulturprogramm sorgt für gute Unterhaltung, Spiel und Spaß bieten zahlreiche Aktionen für Kinder. Vereine, Initiativen und Einrichtungen aus dem Stadtteil stellen sich vor und laden zu Mitmachaktionen ein. Für den Hunger zwischendurch gibt es ein umfangreiches kulinarisches Angebot.
© Kulturhaus Walle
Der Waller Park mit seinem kleinen See bietet den Bewohner*innen des Bremer Westens einen Ort der Erholung und Ruhe. Ein großer Spielplatz bietet eine Spiellandschaft für alle Altersgruppen mit Seilbahn, Baumhaus und Roller-Parcours. Zusammen mit dem angrenzenden Waller Friedhof bildet der Park eine rund 35 Hektar große Grünfläche.
© WFB / Jonas Schmidt
Im Jahr 1907 gründeten Bremer Wirte die Union Brauerei. Nach ihrer Schließung im Jahr 1968 wurde in dem historischen Gebäude im Ortsteil Osterfeuerberg fast 50 Jahre lang kein Bier mehr gebraut - bis zur Neueröffnung im Jahr 2015. Die verschiedenen Craft Biere genießt ihr am besten im Braugasthaus, hier kommt das goldene Getränk aus Tanks direkt über der Theke - frischer geht es nicht!
© Freie Brau Union Bremen GmbH/ Jonas Ginter
Genuss mit allen Sinnen: Lenzmarkt, Sommermarkt, Speichermarkt und Herbstmarkt sind die größten jährlich wiederkehrenden Spezialmärkte vor dem historischen Speicher XI. Der Lenzmarkt stimmt mit Produkten und Dienstleistungen rund um Garten und Balkon auf die warme Jahreszeit ein. Saisonale Produkte und kulinarische Köstlichkeiten könnt ihr beim Sommer- und Herbstmarkt probieren und kaufen. Kunst, Kultur und Lebensart bietet der Speichermarkt mit Handwerkserzeugnissen und Wohnaccessoires sowie erlesenen Spezialitäten für Feinschmecker*innen.
© WFB / K. Müller
Eine feste Institution im Stadtteil Walle ist das Blaumeier Atelier. Das inklusive Kunst- und Kulturprojekt inszeniert Theateraufführungen, Maskenspektakel, Konzerte und Ausstellungen mit ganz eigenem Charme. Die "Blaumeiers" präsentieren ihr Können zu verschiedensten Anlässen im öffentlichen Raum - ob bei Straßenfestivals, im eigenen Theatersaal oder als Gastspiel.
© Blaumeier Atelier
Das Kulturhaus Walle, auch bekannt unter dem Namen Brodelpott, ist seit vielen Jahren eine feste Institution im Stadtteil. Das Kulturzentrum ist besonders für seine intensive Geschichtsarbeit rund um Alltagsgeschichte und Stadtentwickung im Bremer Westen bekannt. Neben einem vielseitigen kulturellen Veranstaltungsangebot werden Kreativkurse und wechselnde Ausstellungen angeboten. Darüber hinaus befindet sich im Haus die Stadtteilbibliothek und zum Schmökern ein kleines Café. Saal und Foyer des Kulturhauses Walle könnt ihr für private Feiern mieten.
© WFB / Jonas Schmidt
Industrie muss nicht nur hässlich, laut und störend sein - sie hat auch ihre ganz eigene Ästhetik. In den Häfen befinden sich zahlreiche beeindruckende Bauten, die per Fuß, Rad oder Auto entdeckt werden können. Eines davon ist etwa die monumentale Getreideverkehrsanlage, die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde und zu den größten Gebäuden ihrer Art in ganz Europa zählt. Teile der Anlage stehen unter Denkmalschutz.
© WFB/Ingrid Krause
In der Überseestadt bietet das GOP Varieté-Theater Bremen 2026 einzigartige Showerlebnisse. Weltklassekünstler*innen faszinieren mit kunstvoll artistischen, humorvollen und spektakulären Augenblicken in zweimonatlich wechselnden Shows. Der Entertainmentkomplex besteht aus dem Varieté-Saal mit 400 Sitzplätzen auf zwei Ebenen, einem weitläufigen Foyer mit Piano-Bar und Lounge sowie dem Restaurant Leander mit Blick auf die Weser.
© GOP Varieté-Theater Bremen
In Walle befindet sich die einzige Eissporthalle in Bremen. Mit zwei Hallen mit jeweils 1800 Quadratmeter Fläche gehört das Paradice zu den größten Hallen in Norddeutschland, die öffentliche Eislaufzeiten anbieten. Ob allein, mit Freunden oder der Familie, ob Anfänger*in oder Profi - Spaß auf dem Eis ist hier garantiert! In der Saison finden Diskos und Mottoparties statt. Und ein Muss für große und kleine Eishockey-Fans: Die rasanten Heimspiele der Weserstars kann man im Paradice live erleben.
© privat / LLI
Das Molenfeuer (auch "Mäuseturm" genannt) ist ein kleiner, unter Denkmalschutz stehender Leuchtturm im Bremer Überseehafen. Er wurde 1906 errichtet und ist heute noch in Betrieb. Der zwölf Meter hohe Turm befindet sich auf der Abschlussmole der Überseestadt am Wendebecken der Ausfahrt des Holz- und Fabrikhafens, des Getreide- sowie des Kranhafens und ist am besten (vom Ende des Kommodore-Johnsen-Boulevard aus) zu Fuß zu erreichen. Von hier aus hat man einen herrlichen Panoramablick auf die Weser und die umliegende Industrie.
© WFB/ Jonas Jaromir Schmidt
Der 12,36 Hektar große und bis zu 16,5 Meter tiefe Waller Feldmarksee grenzt direkt an das Kleingartengebiet "In den Wischen". Im Sommer verfügt der Baggersee in der Regel über eine gute bis ausgezeichnete Wasserqualität für Badegäste und Surfer*innen. Erholung und Entspannung bietet ein kleiner Sandstrand und eine angrenzende, großzügige Liegewiese. An heißen Tagen sollten Badegäste einen Sonnenschirm mitbringen, da die Liegewiese nur wenige Schatten spendende Bäume bietet.
© WFB / MST
Viel Hafenflair und eine interessante Mischung aus Traditionsunternehmen und jungen Startups insbesondere der Medien- und Kreativbranche: das bietet die Überseestadt in Walle. Immer mehr Studierende zieht es nach Walle, denn im historischen Speicher XI, dem längsten Backsteingebäude in Bremen, befindet sich der Fachbereich Kunst und Design der Hochschule für Künste Bremen. Das imposante Gebäude beherbergt unter anderem auch die Speicherbühne und das Hafenmuseum Speicher XI, das 120 Jahre bremischer Hafengeschichte auf anschauliche Weise vermittelt.
© WFB/Studio Banck
© Walle Aktuell (in Projekt der: panzlau design und medien gmbh)
Habt ihr Wünsche, Hinweise oder Beschwerden bezüglich eures Stadtteils, wendet euch an das Ortsamt West - Stadtteilmanagement. Weiterlesen
Straßenbahnlinien:
2, 3 und 10
Buslinien:
20, 26 und 28
Nachtlinien:
N10
Eine Zeitleiste aus "Bremen und seine Stadtteile" (Edition Temmen) gibt einen Überblick über die historischen Ereignisse in Walle. Weiterlesen
Walle verfügt über eine erstklassige direkte Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Richtung City und in fast alle Stadtteile, die am rechten Weserufer liegen. Die Buslinie 26 eignet sich sogar für eine kleine Stadtrundfahrt! Zunächst geht es durch die Stadtteile Walle und Findorff, vorbei am Bürgerpark zum Hauptbahnhof, dann weiter Richtung Weser. Bei der Fahrt über die Bürgermeister-Smidt-Brücke genießt ihr einen malerischen Blick auf den Fluss. Auf der anderen Weserseite fahrt ihr einmal quer durch die gesamte Neustadt bis an die Endstation Huckelriede. Jetzt noch ein Stück laufen, von hier aus ist es nicht mehr weit zum Werdersee!