Die Stadtmusikanten am Abend

Von Esel, Hund, Katze und Hahn

„Oh là là, les musiciens de Brême!“ „Ah, see this, the Bremen Town Musicians.“ „Olé, los músicos de Bremen.“ Das Sprachengewirr bei den bronzenen Stadtmusikanten am Bremer Rathaus ist wahrlich international.

Einer Studie zufolge ist die Hansestadt für die Stadtmusikanten weltweit berühmt und bekannt, noch vor den Kickern des SV Werder Bremen und der Lebensader der Hansestadt, der Weser. Der Studie der Universität Bremen von 2007 zufolge gab Drittel der Auswärtigen bei der Befragung an, Bremen als erstes mit den Stadtmusikanten zu verbinden.

Aus diesem Grund feiert die Stadt dieses Jahr auch sehr gern und selbstbewusst den Stadtmusikantensommer anlässlich des 200. Jahrestages der Erstveröffentlichung des Märchens durch die Brüder Grimm.
Informiert euch über das Programm rund um das Jubiläumsjahr und die dazugehörigen Angebote.

Stadtmusikanten in der Stadt
 

Wenn ihr selbst auf Entdeckungstour gehen möchten: Hier ein paar Tipps, wo ihr auf die vier Märchenfiguren stoßen können:

Die berühmteste Formation ist die Bronze-Statue des Bildhauers Gerhard Marcks an der Westseite des Rathauses, das von der UNESCO als Welterbe der Menschheit unter Schutz gestellt wurde. Sie stammt von 1951 und war zunächst eine Leihgabe. Doch mit den großzügigen Spenden der Bremer Bürger konnte die Figur 1953 von Marcks abgekauft werden und steht nun schon seit 60 Jahren an derselben Stelle. Übrigens soll es Glück bringen, die beiden vorderen Eselsbeine zu umfassen. Darum sind sie auch schon ganz blank gerieben. 

Gleich daneben nur ein paar Stufen abwärts haben die Stadtmusikanten gewissermaßen ihren Stammtisch. Bietet sich ja an, hier im Ratskeller! Und so finden sie sich im Gewölbe gleich dreimal wieder. In dem nach dem Dichter Wilhelm Hauff benannten Saal tafelt das tierische Quartett auf einem Fresco von Max Slevogt aus dem Jahre 1927 an einem großen Tisch. Im Senatszimmer steht eine drehbare Skulptur des Bildhauers Heinrich Möller.

Wer wieder aus den Kellergewölben an die Erdoberfläche gelangt ist, sieht sich schräg über die Straße hinweg den lieben Tierchen ein weiteres Mal gegenüber. Sichtlich entkräftet von der langen Reise Richtung Bremen, schleppen sie sich am Deutschen Haus den Träger eines Wirtshausschilds der Pschorr-Brauerei (heute: Hacker Pschorr) empor. Die Brauerei gibt es in dem Haus nicht mehr, doch die Märchenhelden überblicken von hier noch immer das Gewusel in der Innenstadt und auf Bremens Einkaufsmeile Obernstraße.

Spuren im Stadtbild haben die Stadtmusikanten auch an anderen Stellen hinterlassen. Zum Beispiel in der vom Stil des Expressionismus geprägten Böttcherstraße. Auch aus dem Bremer Straßenbild sind die Musikanten nicht wegzudenken. Für ein märchenhaftes Äußeres der Bremer Innenstadt sorgen verschiedene Pappmaché-Statuen, die ihrem Vorbild zumindest in der Farbgebung nicht besonders ähneln. Quietschgrün in Werder-Optik oder geringelt und gemustert, sind die Figuren Teil eines sozialen Projektes. Als Maskottchen der Initiative „Leselust“ wollen sie der Bremer Jugend den Spaß an Büchern und am Lesen vermitteln.

Erschöpft aussehende Figuren der Bremer Stadtmusikanten an einem alten Wirtshausschild

Quelle: Ingrid Krause / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Farbenfrohe Stadtmusikanten-Figuren der Bremer LeseLust mit dem Bremer Rathaus im Hintergrund

Quelle: Dana Beckmann / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Ein Gemälde zeigt die Bremer Stadtmusikanten gesellig an einem Tisch

Quelle: Lena Häfermann / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Brunnen mit kleinen Stadtmusikanten-Figuren in der Böttcherstraße

Quelle: Ingrid Krause / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Stadtmusikantenarchiv und Märchen

Weitere Informationen rund um das quirlige Quartett gibt’s im Internet. Wer jetzt neugierig geworden ist, klickt www.stadtmusikantenarchiv.de.

Im Stadtmusikantenarchiv können Sie auch das berühmte Märchen der Brüder Grimm nachlesen. Es hatte ein Mann einen Esel ... Hier finden Sie ebenso Märcheninterpretationen und vieles mehr.

Bremen-Blog

Unsere Bloggerinnen haben sich natürlich auch schon den Stadtmusikanten gewidmet.

Rike hat das Bremer Loch besucht - die "Stadtmusikanten im Untergrund".
Theresa hat sich das Wahrzeichen Bremens einmal genauer angeschaut.

Tipps für Bremen-Besucher*Innen

Cervice Center der Bremer Touristik Zentrale

Quelle: Studio Banck / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Service-Center

Das Team aus unserem Service-Center freut sich, euch touristische Informationen rund um Bremen geben zu können... Weitere Informationen

Eine Klingel, ein Schlüssel und ein Schild mit der Aufschrift Check-In

Quelle: fotolia.com / Andrey Burmakin

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