Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen

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Universität Nord

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Tram 6, Bus 21, 22, 28, 31

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Kostenfrei in der Straße Am biologischen Garten.

Informationen

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    EnglischRussischPolnisch
  • Service

    Fahrstuhl

Über uns

Profil

Im Jahre 1982 gegründet, widmet sich die Forschungsstelle Osteuropa unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Schattenberg zeitgenössischen Entwicklungen in Kultur und Gesellschaft der Länder Ostmittel- und Osteuropas - dabei entwickelte sie ein eigenes Profil innerhalb der deutschen Forschungslandschaft. Seit dem Ende der kommunistischen Herrschaft in Ost- und Ostmitteleuropa konzentriert sich die Forschung auf die kulturellen und politisch-sozialen Kontinuitäten über die Umbrüche hinweg sowie auf neuentstandene Innovationspotentiale im Bereich politischer und ökonomischer Kultur sowie kultureller Identitäten. Im Unterschied zu einem häufig vorherrschenden ökonomischen Zugang zu der Transformation in Ost- und Ostmitteleuropa, rückt die Forschungsstelle die eigenen kulturellen Traditionen und Potentiale der Länder selbst ins Zentrum. Das Institut ist bemüht, ein Verständnis für die Länder von innen heraus zu ermöglichen, um so ihren genuinen Beitrag zu einem zusammenwachsenden Europa zu unterstreichen. Dies war schon vor den politischen Veränderungen ein Anliegen der Forschungsstelle: In den 80er Jahren standen Manifestationen unabhängigen künstlerischen Schaffens und intellektueller Produktion des Untergrunds im Mittelpunkt des Interesses. Mit diesem Ansatz verbunden war das Bestreben, hinter den Fassaden der offiziellen Politik informelle Strömungen und oppositionelle Denkansätze aufzuspüren, die Aufschluß geben können über die Innensichten dieser Gesellschaften. Hand in Hand mit der Forschungstätigkeit gelang es, ein weltweit anerkanntes und umfassendes Archiv an "Samizdat-Literatur" zusammenzutragen: hier ist verbotene bzw. informelle künstlerische, literarische und wissenschaftliche Produktion aus Polen, der Sowjetunion, der Tschechoslowakei, Ungarn und der DDR gesammelt. Hinzu kommen im russischen Bereich Nachlässe bedeutender Persönlichkeiten. Zu den Bereichen Forschung und Archiv kommt schließlich die Öffentlichkeitsarbeit in Form von Kultur- und Politikberatung in Deutschland sowie den Ländern Ost- und Ostmitteleuropas.

Forschung

Im Zentrum der gegenwärtigen interdisziplinären Forschung stehen übergreifende Fragestellungen danach, inwieweit die staatssozialistische Vergangenheit und die sowjetische Hegemonialzeit gegenwärtige Entwicklungen beeinflussen und die Länder und Gesellschaften in Ost- und Ostmitteleuropa bis heute prägen. Dissens und Konsens, Herrschaft und Opposition werden unter den verschiedenen Bedingungen von autoritärer Herrschaft und Hegemonie einerseits und postsozialistischer Transformation andererseits untersucht. Hier dazu mehr: http://www.forschungsstelle.uni-bremen.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=56&Itemid=35&lang=de

Struktur

Die Forschungsstelle ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts, getragen von der Freien Hansestadt Bremen, der Freien und Hansestadt Hamburg sowie vom Land Nordrhein-Westfalen. Nach anfänglicher Finanzierung aus Mitteln der VW-Stiftung wurde das Institut 1986/87 in die gemeinsame Länderfinanzierung der Kulturministerkonferenz übernommen. Als eine Einrichtung "an" der Universität ist die Forschungsstelle über die Person ihres Direktors, der zugleich Lehrstuhlinhaber an der Universität ist, über den Studiengang Kulturgeschichte Osteuropas sowie über inhaltliche Absprachen und Zusammenarbeit eng mit dieser verbunden. Die innere Struktur der Forschungsstelle gliedert sich in die Bereiche Forschung, Archiv und Bibliothek sowie Öffentlichkeitsarbeit in Form von Kultur- und Politikberatung.

Evaluierung

Im Jahre 1998 wurde die Forschungsstelle Osteuropa durch den Wissenschaftsrat evaluiert. U.a. heißt es in der positiven Begutachtung durch die Kommission: "Die Arbeiten der Forschungsstelle Osteuropa genießen in Deutschland wie im Ausland in Wissenschaft und Politik einen guten Ruf. Sie sind mit ihrer Schwerpunktsetzung auf kulturellen und politischen Aspekten der Transformationsprozesse in Rußland, Polen, der Tschechischen und der Slowakischen Republik ein wichtiger Bestandteil der Osteuropaforschung in Deutschland.

Das umfangreiche Samizdat-Archiv der Forschungsstelle ist in Europa einzigartig und umfaßt eine große Zahl von Dokumenten, teils Unikaten, die häufig selbst in den untersuchten Ländern nicht mehr vorhanden oder zugänglich, aber für die Forschungsstelle von großer Bedeutung sind.

Die politische Beratungstätigkeit der Forschungsstelle ergänzt ihre Forschungsarbeit und erfreut sich der Wertschätzung ihrer Adressaten. Die kontinuierliche Beobachtung und zeitnahe Analyse aktueller Entwicklungen in den untersuchten Ländern wie auch die Pflege und Ergänzung des Archivs erfordern ein hohes Maß an Kontinuität und Flexibilität, wie sie nur in einer außeruniversitären Einrichtung zu gewährleisten ist."

(Wissenschaftsrat: Stellungnahme zur Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, Mai 1998.)
Kein Impressum hinterlegt.
  • Letzte Änderung am 08.11.2017
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