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Dokumentationsstätte Gefangenenhaus Ostertorwache

Am Wall 209, Wagenfeldmuseum, 28195 Bremen

Besondere Zeiten

Jeden ersten Samstag im Monat und nach Vereinbarung (Staatsarchiv 361 6221)

Über uns

Im heutigen Wilhelm Wagenfeld Haus, das unter seinem Dach die Wilhelm Wagenfeld Stiftung, das Design Zentrum Bremen und die Gesellschaft für Produktgestaltung e.V. versammelt, erinnert ein Zellentrakt mit fünf Zellen an die lange Geschichte dieses Hauses, das immer Gefängnis gewesen ist.
1828 als Detentionshaus und Beispiel eines humanen Strafvollzugs in Betrieb genommen, diente es über 150 Jahre lang als Gefangenenhaus, Gestapogefängnis, Polizeigewahrsam und schließlich als Abschiebehaftanstalt.
In den Zellen und Kellern des Gefangenenhauses waren Männer und Frauen inhaftiert, Kurzzeitgefangene, Obdachlose, Prostituierte, politische Funktionäre der Weimarer Parteien und Abschiebehäftlinge, Männer und Frauen, Prominente, wie Gesche Gottfried und Marie Mindermann, und Unbekannte.
Während der Zeit des Dritten Reiches diente es der Gestapo zur Unterbringung Hunderter politisch verfolgter Männer und Frauen: Sozialdemokraten, Kommunisten, Bibelforscher, Juden, Holländer,
Polen, Franzosen und Russen, aller, die in die Verfolgungsmaschinerie der Bremer Gestapo geraten waren.
Hierzu zählten u.a. auch die späteren Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft, August Hagedorn, und des Bremer Senats, Willy Dehnkamp.
Der in seiner Ursprünglichkeit bewahrte Zellentrakt im rechten Seitenflügel des Wilhelm Wagenfeld Hauses ist zu einer Dokumentationsstätte umgestaltet worden, in der mit Erfahrungsräumen und Bild-Text-Informationen zu den Themen:
Gefangensein, Überfüllung, Von Innen heraus, Willkür und Ungewißheit an die komplexe Vergangenheit des Gefangenenhauses erinnert werden soll.
Träger der Dokumentationsstätte ist das Staatsarchiv Bremen.
Die Dokumentationsstätte ist für Führungen und Veranstaltungen nach Absprache mit dem Staatsarchiv (Tel.: 361 6221) zugänglich.