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Haensel und Prinz – definitiv figürlich: Doppelausstellung in der Städtischen Galerie

Haensel und Prinz – definitiv figürlich: Doppelausstellung in der Städtischen Galerie
In einem retrospektiven Überblick wird das Werk der 2013 verstorbenen Christine Prinz gewürdigt. Zudem zeigt Claus Haensel durch eigene Arbeiten die gegenseitige Beeinflussung und die Bezugnahme von zwei sich eigenständig entwickelnden Gesamtwerken.

Quelle: Städtische Galerie Bremen

Auf einen Blick

Termin

20.09.2019
12:00 - 18:00

Ort

Städtische Galerie Bremen

Buntentorsteinweg 112

28201 Bremen

Haensel und Prinz – definitiv figürlich

Claus Haensel und Christine Prinz haben 1963-68 bzw. 1973-78 ihre künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden, erhalten. Beide haben in der DDR und deren Fokussierung auf den „Sozialistischen Realismus“ einen individuellen Stil entwickelt, der deutlich der Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte der Moderne, aber nicht einem politischen Programm verpflichtet war. Die Unangepasstheit des Künstlerpaares führte 1984 zur Ausreise aus der DDR, bewusst wurde Bremen als neue Heimat gewählt, wo Claus Haensel und Christine Prinz seitdem die Kunstszene mit ihren besonderen Positionen bereichert und geprägt haben.

Im retrospektiven Blick werden über die verschiedenen Orte und die politischen Systeme vor allem Kontinuitäten deutlich: Im Zentrum von beiden Werken steht die Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur, bei beiden durchaus mit ähnlichen Themen wie dem weiblichen Akt, bei Christine Prinz spezifisch aber auch bezüglich der Rolle als Künstlerin. In diesem Zusammenhang erweist sich vor allem die Fotografie als Katalysator eines besonderen, letztlich malerischen und zeichnerischen Prozesses, wie dies für Claus Haensel bereits für Arbeiten seit den späten 1970er Jahren gilt. Mit seinen Serien von Gemälden, Grafiken und Zeichnungen nach Fotografien steht er für die Position einer (ost)deutschen Pop-Art, die später in eine neo-expressive Malerei und schließlich eine neue Figürlichkeit überführt wird.

Deutlich wird in der Ausstellung, wie sehr sich das Künstlerpaar aufeinander bezogen hat, obwohl sie immer autonom gearbeitet haben und jeder für sich einen eigenen Ansatz entwickelt hat. Zwei Kataloge weisen im Rahmen der Ausstellung über die ausgestellten Arbeiten hinaus. Zum Werk von Christine Prinz gibt es neben wissenschaftlichen Texten von Ele Hermel, Bremen, und Sabine Tauscher, Berlin/Waldenburg, eine Reihe persönlicher Einschätzungen von Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen und Bekannten. 

Der Katalog zum Werk von Claus Haensel liefert einen umfangreichen retrospektiven Überblick mit zahlreichen Abbildungen aller Werkphasen sowie zwei wissenschaftlichen Texten von Alejandro Perdomo Daniels, Bremen, und Ingmar Lähnemann, Städtische Galerie Bremen, der auch die Doppelausstellung kuratiert.

Die Ausstellung kann bis zum 20. Oktober 2019 besichtigt werden.

Termine

20.09.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
21.09.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
22.09.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
26.09.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
27.09.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
28.09.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
29.09.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
04.10.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
05.10.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
06.10.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
10.10.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
11.10.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
12.10.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
13.10.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
17.10.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
18.10.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
19.10.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
20.10.2019 12:00 Uhr - 18:00 Uhr