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Die versteckten Winkel im Schnoor

Ein Mann in einer Gasse im Schnoor
Im Schnoor kennt Christian Seevers jede noch so versteckte Ecke

© WFB

Der Schnoor ist für Christian Seevers Bremens Seele. In den verwinkelten Gassen mit ihren kleinen Häusern spürt er Geschichte und Geborgenheit zugleich. Jeder Schritt über das Kopfsteinpflaster erzählt ihm eine Geschichte, jeder Platz lädt zum Verweilen ein. Für ihn ist der Schnoor nicht nur ein Stadtviertel, sondern ein Herzensort, an dem sich Bremens Charme, seine Tradition und seine Herzlichkeit verdichten. Hier hat Christian Seevers seine persönlichen Lieblingsecken entdeckt und lieben gelernt.

Ein wahrer Kenner von Bremens Geschichte und Geschichten

Mein Name ist Christian Seevers, aber die meisten Gäste kennen mich unter meinem plattdeutschen Namen „Krischan“. Ich bin 71 Jahre alt, verheiratet, habe zwei erwachsene Söhne und wohne in Stuhr – also direkt vor den Toren Bremens. Man könnte sagen: ein echter Buten-Bremer, mit ganz viel Herzblut für die Stadt.

Geschichte trifft auf Unterhaltung – spannend und mit einem Schmunzeln

Seit vielen Jahren arbeite ich als Gästeführer in Bremen. Früher hieß das noch „Fremdenführer“ oder „Stadtführer“, heute nennt man uns oft „City Guides“. Doch im Grunde bin ich vor allem eines: Informationsgeber und Unterhalter. Ich erzähle spannende Geschichten, gebe Einblicke in die Bremer Geschichte und Kultur – und bringe dabei sowohl Gäste aus aller Welt als auch die Bremerinnen und Bremer selbst zum Schmunzeln und Staunen.

Ein echter Bremer – seit dem ersten Tag

Auf die Frage, wie ich nach Bremen gekommen bin, gibt es eine einfache Antwort: durch meine Eltern. Ich wurde hier geboren – im DRK-Krankenhaus. Bremen ist seitdem meine Heimat, und ich bin ihr bis heute treu geblieben.

Großstadt mit Herz und Hanseflair

Bremen ist für mich ein „Dorf mit Straßenbahn“ – und das meine ich im allerbesten Sinne. Die Stadt ist überschaubar, vertraut und herzlich. Man begegnet sich auf der Straße, wechselt ein kurzes „Moin“ und hat das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein. Gleichzeitig ist Bremen viel mehr als nur klein und gemütlich: Hier weht auch ein Hauch von Weltläufigkeit. Durch die lange hanseatische Tradition spürt man das Internationale. Und über allem liegt diese typische hanseatische Zurückhaltung – nie laut, nie aufdringlich, sondern angenehm unaufgeregt. Genau diese Mischung ist es, die ich so sehr an Bremen liebe.

Portraitbild eines Mannes

Wo Tradition auf Weltgewandtheit trifft - Drei Mal ist Bremer Recht

Bremen ist für mich: weltoffen | heimatverbunden | traditionsbewusst

Besondere Plätze zwischen Altstadtgassen und Weserblick – im Schnoor vereint

Ich habe gleich mehrere Orte, die mir besonders am Herzen liegen, aber alle haben mit dem Schnoor zu tun.

  • Das Gasthaus Kaiser Friedrich erinnert mich mit seiner Atmosphäre an die alte seemännische Vergangenheit und die Kaiserzeit.
  • Das Teestübchen an der Wüstenstätte ist für mich ein uriger Rückzugsort, besonders in der Vorweihnachtszeit, wenn dort eine ganz besondere Stimmung herrscht.
  • Der Platz neben dem Heini-Holtenbeen-Denkmal gehört ebenso zu meinen Favoriten – ein Stück Bremer Geschichte mitten in der Altstadt.
  • Und schließlich die Bank an der Tiefer, mit Blick auf die Seenotretter (DGzRS) und die „Umgedrehte Kommode“. Dort sitze ich gern, schaue auf die Weser und lasse die Stadt einfach auf mich wirken.

Diese Orte sind für mich Ausdruck der Vielfalt Bremens: mal urig, mal maritim, mal voller Geschichte – aber immer mit einer besonderen Stimmung, die ich nirgendwo anders finde.

Viele kleine Gebäude reihen sich nah aneinander.

Lieblingsort Schnoor

Ein Stück Bremer Seele

© WFB / Carina Tank

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Annika Jenssen

Lieblingsorte inmitten der Stadt

© WFB / Melanka Helms

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Frederik Janus

Lieblingsort Schatzkammer Ratskeller

© WFB / Melanka Helms

Portraitbild einer Frau

Miriam Müller

Lieblingsorte Schlachte und Werderland

© WFB / Melanka Helms

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Lieblingsorte Werdersee und Bacchuskeller

© WFB / Melanka Helms

Gezeichnete Skyline von Bremens prominentenen Gebäuden