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Tierischer Aufstand: Stapel-Challenge der Kunsthalle Bremen

Autos und Fahrräder sind übereinander gestapelt und stehen vor der Kunsthalle
Passend zur Ausstellung „Tierischer Aufstand. 200 Jahre Bremer Stadtmusikanten in Kunst, Kitsch und Gesellschaft“ veranstaltete die Kunsthalle Bremen eine ganz besondere Mitmach-Aktion!

Quelle: Melanka Helms

Die Pyramide steht im Märchen der Bremer Stadtmusikanten für Zusammenhalt und Solidarität. Und was gäbe es für einen besseren Zeitpunkt um das zu feiern, als den 200. Geburtstag der Bremer Stadtmusikanten. Um den Gedanken der Solidarität zu fördern rief die Kunsthalle Bremen zur „Stapel-Challenge“ auf und forderte dazu auf, Alltagsgegenstände im Stil der Bremer Stadtmusikanten übereinander zu stapeln und diese zu fotografieren. Die schönsten Fotos wurden von der Kunsthalle Bremen auf ihren Social Media Kanälen geteilt.

Ablauf der Stapel-Challenge

Follower sowie Besucherinnen und Besucher der Kunsthalle Bremen wurden aufgefordert, Gegenstände übereinander zu stapeln, zu fotografieren und auf Social Media zu posten. Die kreativen Ergebnisse der Stapel-Challenge findet ihr unter #TierischerAufstand. Die schönsten Fotos wurden außerdem von der Kunsthalle Bremen auf ihren Social-Media-Kanälen geteilt.

Die Pyramide hat sich als zentrales Erkennungsmerkmal des Märchens "Die Bremer Stadtmusikanten" etabliert. Dank der Pyramide schlagen die Tiere die Räuber in die Flucht. So steht diese Form wie kein zweites Symbol für Zusammenhalt. Solidarität macht stark!

Gleichzeitig werden gestapelte Objekte sofort mit den Bremer Stadtmusikanten in Verbindung gebracht. Mehrere Werke in der aktuellen Ausstellung "Tierischer Aufstand" in der Kunsthalle Bremen haben diesen formalen Aspekt aufgegriffen: Marten Vanden Eynde stapelt in „Pinpointing Progress“ (2018) beispielsweise Fahrzeuge und technische Apparate, die in der Stadt Riga produziert wurden. Mark Dion beschäftigt sich in "Die Weltordnung der Tiere" (2014) mit den zoogeografischen Regionen der Welt und stellt zusammengehörige Tiere als Pyramide gestapelt dar. Martin Creed thematisiert in "Work No. 998" (1987) die Pyramide mit vier gestapelten Stühlen.

Skelette der Bremer Stadtmusikanten vor einem rosafarbenen Hintergrund.

Tierischer Aufstand

die Sonderausstellung in der Kunsthalle Bremen

Quelle: Kunsthalle Bremen

Key Visual des Stadtmusikantensommers

Die Ausstellung in der Kunsthalle Bremen

Die Ausstellung "Tierischer Aufstand. 200 Jahre Bremer Stadtmusikanten in Kunst, Kitsch und Gesellschaft" zeigte bis zum 1. September 2019 die Wege der tierischen Protagonisten von den historischen Vorlagen ins Märchen, vom Buchraum in den Bildraum, von der Stadt ins Museum und von Bremen in die Welt.

Neben der Betrachtung bildsprachlicher Aspekte behandelte die Ausstellung die dem Märchen zugrundeliegenden sozialkritischen Themen wie Armut oder Ausgrenzung und Formen der Reaktion darauf. Gezeigt wurde die Auseinandersetzung zeitgenössischer Kunst mit der Erzählung über vier Außenseiter, die aus Gründen von Alter, Armut und Nichtzugehörigkeit ihren Platz in der Gesellschaft verlieren. Einzelne Arbeiten verdeutlichten die tagesaktuelle Brisanz des Märchens, in dem Motive wie Wohnungs- und Heimatlosigkeit, Migration, Aufbegehren und Solidarität in den Mittelpunkt gerückt werden.

Zwischen historischem Bildmaterial und moderner Alltagskultur beleuchteten unter anderem Werke von Jeff Koons, Gerhard Marcks, Maurizio Cattelan, Ayse Erkmen, Glenn Ligon und Hiwa K den künstlerischen Umgang mit den vierbeinigen Protagonisten sowie mit den Themen des Märchens. 

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