Die urbane Wohnanlage Großer Kurfürst in der Vahr

Vahr - aus der Geschichte

Vahr-Chronik bis 1900

  • ab 1113 
    Das Gebiet der heutigen Vahr gehört zu einem weiten Gebiet im Osten Bremens, das im erzbischöflichen Auftrag von Holländern urbar gemacht wurde. Nach ihnen erhält es den Namen Hollerland.
  • 1185 
    Erste urkundliche Erwähnung der Vahr
  • ab 15. Jahrhundert 
    Das Hollerland untersteht dem Rat der Stadt Bremen.
  • 1741-1803
    Das Gebiet des Dorfes Vahr steht teilweise unter hannoverscher Hoheit.
  • 1812 
    Das Dorf Vahr hat 231 Einwohner.
  • seit 1815 
    Das Gebiet wird verwaltet durch den Landherrn auf dem rechten Weserufer, einem Mitglied des Senats.
  • seit 1850 
    Auf dem Gebiet der Vahr entstehen mehrere Villen von Stadtbürgern.
  • 1885 
    Die Einwohnerzahl beträgt 650.
  • 1895 
    Gründung des Bremer Golf Clubs, dem Vorläufer des 1905 gegründeten Club zur Vahr

Vahr-Chronik bis 2000

  • 1905-07 
    Der Bremer Rennverein legt den Rennplatz in der Vahr an. 1921 Die Vahr, die vorher zur Landgemeinde Horn gehörte, wird in die Stadt Bremen eingemeindet.
  • 1938 
    Fertigstellung der Kaserne Vahr im Zuge der Aufrüstungspolitik der Nazis
  • ab 1955 
    Zur Linderung der Wohnungsnot nach dem Krieg entsteht auf bisher weitgehend landwirtschaftlich genutztem Gebiet ein neuer Stadtteil. Neben den Wohnanlagen werden von der GEWOBA auch Geschäfte, Schulen, Kindergärten, Kirchen und andere Gebäude gebaut sowie Grünflächen angelegt. Die Gartenstadt Vahr mit ca. 2200 Wohneinheiten ist der erste Bauabschnitt. Sie wird außerhalb des historischen Gebiets der Vahr auf der Hastedter Feldmark errichtet.
  • 1957-62 
    Anlage der Ortsteile der Neuen Vahr östlich der Gartenstadt und beiderseits der Franz-Schütte-Allee. Es entstehen 10000 weitere Wohnungen. Die Berliner Freiheit mit Geschäften und dem Wochenmarkt entwickelt sich in der Folge zum Zentrum des Stadtteils. Über 30000 Menschen werden in dieser Zeit zu "Vahraonen". Zumeist handelte es sich dabei um Arbeiter und Angestellte.
  • 1959 
    Grundsteinlegung des 22-stöckigen Aalto-Hochhauses an der Berliner Freiheit, das 1961 fertig gestellt wird. Das inzwischen unter Denkmalschutz stehende Bauwerk gilt als das Wahrzeichen des Stadtteils und ist nach seinem Erbauer, dem bekannten finnischen Architekten Alvar Aalto, benannt.
  • 1961 
    Die GEWOBA baut das Herbert-Ritze-Bad und schenkt es der Stadt.
  • 1972 
    Bau des Kurfürstenviertels mit dem Hochhaus "Großer Kurfürst". Im Gegensatz zu den anderen Wohnanlagen der Vahr ist es durch eine stark verdichtete Bauweise geprägt.
  • 1977 
    Das Bürgerzentrum Vahr, das sich zum wichtigsten Kultur- und Freizeittreffpunkt im Stadtteil entwickelt, wird eröffnet.
  • 1993 
    Gründung der Stadtteilinitiative "Aha! Vahr..." Durch Veranstaltungen versucht die Initiative deutsche und ausländische Bewohner des Stadtteils enger zusammenzubringen.
  • 1999 
    Verlegung des Polizeipräsidiums in die ehemalige Kaserne der Bundeswehr. Eröffnung des Nachbarschaftstreffs Ludwig-Beck-Straße in einem umgebauten ehemaligen Waschhaus.

Vahr-Chronik heute

  • 2000 
    Eröffnung des Vital-Bades auf dem Gelände des 1993 geschlossenen Herbert-Ritze-Bades.
  • 2001 
    Abriss der alten Gebäude an der Berliner Freiheit und Baubeginn des 2003 eröffneten Einkaufszentrums.
Ein Buchcover zeigt die Bremer Innenstadt

Quelle: Bremen und seine Stadtteile - Focke-Museum, Weser-Kurier (Hrsg.) via Edition Temmen

Stadtteil-Chronik: Quelle

Focke-Museum und Weser-Kurier (Hrsg.): Bremen und seine Stadtteile. Katalgobuch zur Ausstellung im Focke-Museum, Bremen: Edition Temmen 2003.

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