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Smell it! Geruch in der Kunst

Verschiedene grüne Pflanzen und Gräser liegen übereinander.
... Workshops, Aktionen und vieles mehr.

Quelle: VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Smell it! Geruch in der Kunst - zehn Ausstellungen ab Mai 2021 im Bundesland Bremen. Ein Gemeinschaftsprojekt zum Geruch in der zeitgenössischen Kunst.

Wann & Wo

8. Mai bis 31. Juli 2021

GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Gerhard-Marcks-Haus, kek Kindermuseum, Künstlerhaus Bremen, Kunsthalle Bremen, Kunstverein Bremerhaven, Paula Modersohn-Becker Museum, Städtische Galerie Bremen, Weserburg und das Zentrum für Künstlerpublikationen

Kinder sitzen an einem Tisch und basteln und malen.

Zur Veranstaltung

Quelle: Claudia Hoppens

Die Ausstellungen

Gerhard-Marcks-Haus Kornelia Hoffmann – »scent rubbing« (08.05. – 18.07.2021)
Durch Beobachtung, eigene Sinnesempfindungen und Experimente erforscht die Künstlerin Kornelia Hoffmann seit Jahren die sie umgebende Welt – vom kleinsten Teilchen bis hin zum Universum. Eine raumgreifende Installation im Gerhard-Marcks-Haus, welche über den Köpfen von Besucher*innen wächst, verströmt durch Moose, Flechten und Pilze den »Duft der Erde«. Bei Berührung entstehen allerdings neue Gerüche, wodurch der Widerspruch zwischen Gesehenem und Gerochenem bewusst irritiert.

Kunsthalle Bremen Mit den Augen riechen. Geruchsbilder seit der Renaissance (08.05. – 15.08.2021)
Gerüche begleiten den Alltag und besondere Momente, aber als unsichtbare und flüchtige Sinneserscheinungen sind sie ein herausforderndes Thema für die Kunst. Die Ausstellung in der Kunsthalle Bremen lädt dazu ein, mit den Augen zu riechen: Welche Gestalt hat Geruch und wie wird Geruch im menschlichen Miteinander inszeniert? Gemälde, Graphiken, Fotografien und Skulpturen aus verschiedenen Jahrhunderten kommen dafür in der Ausstellung zusammen. Speziell für die Ausstellung kreiert der kolumbianische Geruchskünstler Oswaldo Maciá (*1960) dazu als aktuelle Arbeit eine neue raumgreifende Installation.

Paula Modersohn-Becker Museum Unverblümt. Camilla Nicklaus-Maurer & Paula Modersohn-Becker (08.05. – 05.09.2021)
Inspiriert durch die Blumenbildnisse Paula Modersohn-Beckers (1876-1907) hat die zeitgenössische Künstlerin Camilla Nicklaus-Maurer (*1983) eine olfaktorische Intervention entwickelt. Ein begehbares Feld aus Samen setzt durch das Betreten einen leicht karottigen, nussigen Duft frei. Durch die optische Täuschung eines Camcarpets lässt die Künstlerin den Schriftzug „Unverblümt“ im Saatgutfeld sichtbar werden.

Städtische Galerie Bremen Olfaktor: Geruch gleich Gegenwart. (08.05. – 11.07.2021)
Zum Thema „Geruch in der Gegenwartskunst“ zeigt der Bremer Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) seine Jahresausstellung 2021 in der Städtischen Galerie Bremen. Die 15 Positionen aus der Bremer Kunstszene werden ergänzt durch vier internationale Pionier*innen der olfaktorischen Kunst. Geruchsbezogene künstlerische Projekte beinhalten tatsächlich riechende „olfaktorische“ Kunstwerke, die zu bestimmten Zeiten so benutzt werden, dass eine direkte Geruchsebene entsteht, durch Kochen, durch Rösten, durch eine aromatherapeutische Beratung. Auch Werke, die Geruch nur gedanklich evozieren oder über das Riechen als besondere sinnliche Betätigung reflektieren, befinden sich in der Ausstellung.

kek Kindermuseum DUFTE-Nose-ON! (ab dem 08.05. Mitmachstationen in teilnehmenden Institutionen, Ausstellung ab dem 07.11.21 in der Weserburg)
Das kek Kindermuseum entwirft facettenreiche Mitmachstationen und bietet viele Vermittlungsaktionen. Die Stationen beschäftigen sich mit der Nase als Organ, dem Duft als Phänomen, der Bedeutung des Dufts im Alltag und in der Kunst. Kinder, Jugendliche und Familien können die Bedeutung des Riechens erleben und künstlerischen Positionen zum Geruch begegnen. Hands-On Objekte, Duftspaziergänge, mobile Dufthäuser in der Stadt und weitere partizipative Angebote werden Teil des umfangreichen Programms für Smell it! sein.

Kunstverein Bremerhaven Stefani Glauber ≈ 350 (08.05. – 27.06.2021)
In ihrer Ausstellung thematisiert Stefani Glauber kulturell verankerte Zuschreibungen von Gerüchen auf Grund von Kategorien wie Geschlecht, zugeschriebener Herkunft, Alter oder sozialer Klasse. Sie setzt sich mit der Analyse und Digitalisierung von Geruch auseinander, im Besonderen mit gesellschaftlichen Implikationen, die sich aus der Kombination von synthetisierten Düften und den gesellschaftlichen Zuschreibungen von Gerüchen ergeben.

Weserburg Museum für moderne Kunst Luca Vitone. Macht (08.05. – 15.08.2021)
Im Zentrum der Ausstellung steht Luca Vitones olfaktorische Installation Imperium. Dafür entwickelte er in Zusammenarbeit mit einer Parfümeurin einen Geruch, der sich assoziativ mit Gefühlen und Vorstellungen von Macht und Autorität verbindet. Einen Geruch, der Erinnerungen an muffige Behördenflure ebenso hervorzurufen sucht wie an monumentale Architektur, diffuse Ideen von Hochfinanz und Politik oder Erfahrungen mit Obrigkeit und Herrschaftswissen. Das Ergebnis ist eine unsichtbare und doch raumprägende Skulptur, die durch das Bewusstsein um strukturelle Hierarchien und repräsentative Macht geprägt wird.

Zentrum für Künstlerpublikationen DUFT, SMELL, OLOR, … Multiple Darstellungen des Olfaktorischen in der zeitgenössischen Kunst (08.05. – 15.08.2021)
International haben sich zahlreiche Künstler*innen in ihren Publikationen direkt oder indirekt mit olfaktorischen Aspekten auseinandergesetzt. Dieses erfolgte zum einen durch eine konzeptionelle Auseinandersetzung und zum anderen durch die Beschäftigung mit Materialien, die riechen. Gerhard Rühm beispielsweise thematisierte das Riechen in dem Hörspiel Rhythmus r (1964), Anne Deguelle gestaltete ein Portrait olfactif de Marcel Duchamp (2006) und Hella Berent mit Forno (1990) ein Künstlerbuch aus Gummiseiten.

Künstlerhaus Bremen Geist - Die Materialität des Unsichtbaren (08.05. – 01.07.2021)
Das Künstlerduo Korpys/Löffler und Dieter Schmal präsentieren ihr neu erscheinendes Künstlerbuch Geist, welches sich ihren Destillierungsaktionen widmet. So destillierten sie im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung, die 2012 im Künstlerhaus Bremen stattfand, nicht nur einen Teil der Galeriewand, sondern auch Ausdünstungen von Gästen der Vernissage. Ausgehend von diesen Destillierungsaktionen fokussiert ein Vortrag von Cecilia Novero künstlerische Experimente im Kontext der (Neo)Avantgarde. Novero skizziert darin die Verwendung von Gerüchen und wie diese Materialität vermitteln und dessen Abwesenheit oder Unsichtbarkeit verschärfen.

GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst GAK Projekte: Effrosyni Kontogeorgou »Substrate« (08.05. – 04.07.2021)
Im Rahmen ihrer ortsspezifischen Arbeit Substrate im Projektraum der GAK beschäftigt sich die Bremer Künstlerin Effrosyni Kontogeorgou mit dem Vorgang der Transpiration und dessen poetischen Aspekten und assoziativen Ebenen. Mit Fokus auf den prozesshaften Charakter von Transpiration und Verdunstung setzt sich Kontogeorgou dabei mit Zusammenhängen von (Ausstellungs-) Raum, Körper und Arbeit auseinander.

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Quelle: WFB - LS