Ein Torfkahn auf dem Torfkanal.

Findorff - aus der Geschichte

Findorff-Chronik bis 1900

  • 1159
    Im "Weidebrief" des Erzbischofs Hartwig wird die Fläche des heutigen Findorff einschließlich Bürgerpark und Stadtwald als gemeine Weidefläche erwähnt, d.h. sie war für alle Bürger nutzbar.
  • 1750
    Die Plantage wird als prunkvoller Sommersitz nahe der heutigen Bürgerweide von einem Bremer Kaufmann gebaut.
  • 1802
    Umbau der Plantage zu einem Ausflugsort
  • 1817-26
    Bau des Torfkanals mit Hafenbecken nahe der Plantage
  • 1847
    Bau eines neuen Hafenbeckens an der heutigen Theodor-Heuss-Allee. Eröffnung der Eisenbahnlinie Hannover-Bremen und des Hannoverschen Bahnhofs westlich des heutigen Bahnhofs.
  • 1854
    Bau der Gasanstalt im Bereich der heutigen Theodor-Heuss-Allee/Gustav-Deetjen-Allee. 1901 wird das Gaswerk nach Woltmershausen verlegt.
  • ab 1863
    Private Wohnungsbauunternehmen bauen die ersten Mietshäuser für Eisenbahnarbeiter an der Plantage und an der Buschstraße.
  • 1870
    Das neu entstehende Wohngebiet wird von der stadtbremischen Verwaltung nicht als eigener Stadtteil betrachtet, sondern zur Bahnhofsvorstadt gerechnet oder als nördliche Bahnhofsvorstadt bezeichnet.
  • 1873
    Der Torfhafen wird zur Eickedorfer-/Neukirchstraße verlegt. Bau des Hamburger Bahnhofs auf der Bürgerweide
  • 1875
    Findorff hat ca. 2500 Einwohner.
  • 1879-82
    Bau des städtischen Schlachthofs.
  • 1889
    Eröffnung des Hauptbahnhofs.
  • 1892
    Die Findorffstraße erhält ihren Namen.
  • 1893
    Eröffnung des ersten städtischen Elektrizitätswerks an der heutigen Theodor-Heuss-Allee. Gründung des "Eisenbahn Spar- und Bauvereins", um die Wohnungsnot zu lindern und dem Bauspekulantentum entgegenzutreten.
  • Ende 19. Jahrhundert
    Das Gebiet Bahnlinie-Hemmstraße-Neukirchstraße-Findorffstraße ist mit ein- und zweigeschossigen Häusern bebaut. Wichtigster Bauträger ist der "Eisenbahn Spar- und Bauverein". In Findorff lassen sich viele Beamte und Angestellte nieder. Der Volksmund bezeichnet das Quartier bereits als Findorff.

Findorff-Chronik bis 2000

  • 1900
    Eröffnung der Schmalspureisenbahn Bremen–Tarmstedt, der Jan-Reiners-Bahn, die Ecke Hollerallee/Gustav-Deetjen-Allee endet.
  • 1902
    Gründung des Bürgervereins Findorff.
  • 1906/07
    Bau der "Misslerhallen" an der Hemmstraße, in denen Auswanderer aus den osteuropäischen Ländern bis zu ihrer Abreise nach Bremerhaven untergebracht werden.
  • 1912
    Findorff hat ca. 10000 Einwohner.
  • 1915/16
    Bau des Pumpwerks an der Bayernstraße.
  • 1916
    Das Parzellengebiet "In den Hufen" entsteht, um die schlechte Versorgungslage zu lindern.
  • 1933
    In den Misslerhallen errichten die Nazis Bremens erstes Konzentrationslager.
  • 1934
    Der Freimarkt wird von der Neustadt auf die Bürgerweide verlegt.
  • 1951
    Der Name Findorff wird amtlicher Name für den Stadtteil.
  • 1954
    Stilllegung der Jan-Reiners-Bahn.
  • 1960
    Findorff hat 35870 Einwohner.
  • 1976-80
    Verlegung des Schlachthofs nach Oslebshausen. Die meisten Hallen werden abgerissen. In der Markt- und Kesselhalle und im Turm wird ein Kulturzentrum eingerichtet.
  • 1987
    Die Bürgerweide und der Nordausgang des Bahnhofs kommen zum Stadtteil Findorff.
  • nach 1990
    Auseinandersetzungen um die Bebauung des Gebiets Weidedamm III. Im Januar 1995 erfolgt die einvernehmliche Räumung des Parzellengebiets und die anschließende Bebauung mit unterschiedlichen Haustypen.
bunte Blumen auf dem Findorffmarkt

Quelle: WFB /Mueller

Findorff-Chronik heute

Findorff ist ein beliebter Stadtteil für junge Familien mit viel Grün.

Ein Buchcover zeigt die Bremer Innenstadt

Quelle: Bremen und seine Stadtteile - Focke-Museum, Weser-Kurier (Hrsg.) via Edition Temmen

Stadtteil-Chronik: Quelle

Focke-Museum und Weser-Kurier (Hrsg.): Bremen und seine Stadtteile. Katalgobuch zur Ausstellung im Focke-Museum, Bremen: Edition Temmen 2003.

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