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So spricht man bremisch

Teil des Gebäudeensembles am Rande des Bremer Marktplatzes.

Quelle: Katharina Bünn

Ihr seid unterwegs in Bremen, trefft auf Einheimische und wollt euch beliebt machen? Dann sprecht ein paar Worte bremisch. Wenn Auswärtige sich in der Landessprache äußern, kommt das in der Bevölkerung immer gut an – das weiß man ja auch von Auslandsreisen.

Bremisch ist ein Dialekt mit vielen niederdeutschen Einsprengseln und aus dem Platt übernommenem Satzbau: das "Missingsch". Typisch bremisch ist es auch, zu nuscheln und Silben zu verschlucken. Gerade ältere Bremer s-tolpern zudem gern noch über den s-pitzen S-tein. Und sie betonen gern auf der ersten Silbe, zum Beispiel in Domshof, Tach auch, ischa. Eine Ausnahme: Freimaak.

  • Moin!"
    Guten Morgen, guten Tag! (Sagt man aber auch abends. Im Grunde immer verwendbar.)
  • "Tach auch!"
    Noch ein Gruß für alle Tageszeiten.
  • "Eem."
    Eben.
  • "Dascha…"
    Das ist ja…
  • "Ischa… (Freimaak)."
    Es ist ja… (Freimarkt).
  • "Ischa‘n büsch‘n lütsch."
    Das ist aber ein bisschen klein.
  • "Ach, Sie sind‘n Butenbremer?"
    Ach, Sie sind aus Bremen, wohnen aber nicht mehr dort?
  • "Ich will nach/nach’n… (Karstadt/Bett/Freimaak)"
    Ich will zu/ins/zum…(Karstadt/Bett/Freimarkt).
  • "Lust auf Kaffeesieren?"
    Sollen wir Kaffeetrinken gehen?
  • "Woll’n wir auf’n/up‘n Swutsch?"
    Wollen wir um die Häuser ziehen/einen trinken gehen?
  • "Lass uns noch mal um den Pudding geh’n."
    Gehen wir noch eine Runde um den Block.
  • "Das is aber heute wieder‘n Schmuddelwedder."
    Verdammt, regnet das!
  • "Wo ist umzu heute was los?"/"Das is‘ gleich umzu!"/"In Bremen und umzu."
    Wo ist heute in der Nähe was los?/Das ist ganz in der Nähe/gleich da vorn/dahinten/um die Ecke!/In Bremen und Umgebung.
  • "Lass Dich knuddeln."
    Lass Dich drücken/umarmen.
  • "Was‘n Tüünbüdel!"
    Einer, der Tünkram oder Dummtüch erzählt (also Unsinn, Lügen oder Spinnkram).
  • "umzu"
    drum herum; in der Umgebung
Bildabfolge zeigt zwei Playmobilfiguren, die scheinbar um einen gestürzten Pudding spazieren.

Quelle: bremen.online / KBU

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