Hinweisschild weist Naturschutzgebiet aus.

Hochwasserpolder am Neustädter Hafen

An den Neustädter Häfen liegt der schützenswerte Hochwasserpolder. Das Gebiet ist mit seinen weitreichenden Grünflächen ein Lebensraum seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und daher schon im Jahr 2009 zum Naturschutzgebiet erklärt worden.

Als Brut- und Niststätte für eine Vielzahl von Vogelarten hat das Areal des Hochwasserpolders zwischen dem Neustädter Hafen und der Senator-Apelt-Straße eine besondere Bedeutung für die Erhaltung von Arten und die landschaftliche Vielfalt. Unter anderem hat sich die selten gewordene Große Rohrdrommel in dem Gebiet eingenistet. Sie steht auf der roten Liste bedrohter Arten und hat neben seltenen Pflanzen und Insekten eine Heimat in dem ausgedehnten Feuchtbiotop gefunden.

Zudem ist der Hochwasserpolder auch für die Bremerinnen und Bremer von großer Bedeutung: Das großzügige Gebiet bietet bei Hochwasser eine wichtige Überflutungsfläche. Darüber hinaus lädt es mit seinen wunderschönen und weitläufigen Grünflächen besonders bei schönem Wetter zu einem Spaziergang ein.
 

Daten und Fakten

Das Naturschutzgebiet Hochwasserpolder in den Neustädter Häfen ist 84,7 Hektar groß und bietet als Teil der Bremer Wesermarsch unterschiedliche Lebensräume wie Feuchtgrünland, Auwald, naturnahe Kleingewässer, Röhrichte und Ruderalflächen. Besondere, hier zu findende Tiere sind beispielsweise Blaukehlchen, Rohrdommel, Schwarzhalstaucher, verschiedene Amphibien und 28 verschiedene Libellenarten.

Drei Kinder sitzen auf einer Wiese und betrachten eine Pflanze durch eine Lupe (Foto: Fotolia / Sergiy Bykhunenko)

Quelle: Fotolia / Sergiy Bykhunenko