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1. Platz für Bremen im ADFC-Fahrradklimatest 2018

Im Sommer dominiert ein Fortbewegungsmittel das Bremer Geschehen: der lieb gewonnene und in Bremen allseits geschätzte Drahtesel. (Quelle: WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH/T. Vankann)
Bremen erreicht den ersten Platz im ADFC-Fahrradklimatest.

Quelle: WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH/T. Vankann

Bei einer Umfrage unter nahezu 1.000 Radfahrer*innen in Bremen waren sich die Befragten einig - Bremen ist Platz 1 im ADFC-Fahrradklimatest 2018 für Städte mit mehr als 500.000 Einwohner*innen.

Am Dienstag, den 9. April 2019, nahm Verkehrssenator Joachim Lohse die Ehrung im Bundesverkehrsministerium entgegen. Überreicht wurde ihm die Trophäe von dem ADFC-Bundesvorsitzenden Ulrich Syberg sowie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

ADFC-Preisverleihung

Quelle: ADFC

„Diese Auszeichnung ist ein toller Vertrauensvorschuss der Bremer Radfahrerinnen und Radfahrer“, betonte Lohse. „Wir bewegen uns im Rahmen der Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohner*innen auf einem guten Niveau für das Fahrradfahren. Dennoch gilt es jetzt, die nötigen weiteren Schritte für den Radverkehr zu gehen, um effektiv mehr für Klimaschutz, Verkehrssicherheit und Entlastung des städtischen Verkehrs zu unternehmen. Dazu gehört die Umsetzung weiterer Fahrradpremiumrouten und der Weserbrücken parallel zur Wilhelm-Kaisen-Brücke sowie zwischen Obervieland und Hemelingen. Zudem hat Bremen in der Verkehrsministerkonferenz einen 15-Punkte-Plan für mehr Sicherheit für Radfahrende eingebracht.“

Um dies zu erreichen, sieht Senator Lohse zwei wichtige Voraussetzungen: „Wir benötigen die notwendige Akzeptanz in der Stadtgesellschaft und den Stadtteilen, dem Fahrradverkehr mehr Platz im insgesamt begrenzten Straßenraum zu gewähren. Hier wird es eine faire Gleichbehandlung mit dem Autoverkehr geben müssen. Das ist auch im eigenen Interesse der Autofahrer*innen, denn jede*r Radfahrer*in entlastet den städtischen Verkehr und verringert die Stauprobleme.“ Die zweite Voraussetzung ist nach Angaben des Senators die finanzielle und personelle Ausstattung der Kommunen: „Wir brauchen in der kommenden Legislaturperiode eine deutliche Aufstockung des Radverkehrsetats und der personellen Ressourcen. Auch der Bund steht hier in der Verantwortung, die Kommunen wesentlich besser zu unterstützen als bisher“, so Lohse.

Der Verkehrssenator verwies zudem darauf, dass es mit dem Verkehrsentwicklungsplan 2025 ein geeintes Werk zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Bremen gebe. „Hier hat sich bereits viel getan. Mit der Humboldtstraße haben wir eine Fahrradstraße in zentraler Lage. In der Neustadt und im Ellener Hof entstehen derzeit die bundesweit zwei ersten Fahrradmodellquartiere. Den Herdentorsteinweg haben wir im vergangenen Jahr fahrradfreundlich umgebaut. Und mit der klaren Kennzeichnung der Parkallee im Sinne einer Fahrradpremiumroute zur Universität haben wir ein Vorbild für die künftige Kennzeichnung dieses Routennetzes durch die gesamte Stadt geschaffen.“ Zusätzlich ist inzwischen das Team Nahmobilität geschaffen worden. Drei neue Mitarbeiterinnen initiieren und koordinieren seit Anfang 2019 die Förderung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs auf der Projektebene. Darüber hinaus wurde eine neue Stelle im Bereich Mobilitätsmanagement geschaffen. Und im vergangenen Jahr wurde in Bremen die erste grüne Welle für Radfahrende umgesetzt.

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