Eine große Aufnahme von einer Grünkohlpflanze.

Grünkohl - der Power-Kohl

Das frühere "Arme-Leute-Essen" ist ein echter Klassiker und besonders im Norden sehr beliebt. Doch was genau ist eigentlich Grünkohl?

Der Grünkohl, eine spezielle Zuchtform des Kohls, ist eine zweijährige Pflanze, die erst im zweiten Anbaujahr Blüten trägt und danach abstirbt. Dabei ist der Grünkohl ein typisches Wintergemüse - wirklich schmackhaft wird der Grünkohl erst nach dem ersten Frost. Die Kälte sorgt dafür, dass der Stoffwechsel des Kohls gehemmt wird und der Zuckergehalt ansteigt. Der Grünkohl kann also den gesamten Winter über auf dem Feld bleiben und immer wieder geerntet werden, denn: Je länger der Kohl reift, desto leckerer wird er.
 

Eine echte "Vitaminbombe"


Wer die kalte Jahreszeit mit gestärkten Abwehrkräften gesund überstehen will, bei dem sollte der Grünkohl auf der Speisekarte nicht fehlen. Er ist sehr nährstoffreich und enthält viele Vitamine, Folsäure, Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen und Ballaststoffe. Der Grünkohl enthält sogar fast so viel Vitamin C wie Paprika! In anderen Ländern wird er daher auch nicht wie bei uns deftig und kalorienreich mit Speck und Schmalz gekocht, sondern kurzgegart, als Smoothie oder Salat zubereitet. So bleiben die Nährstoffe erhalten und der Kohl wird noch gesünder.
 

Ein babylonisches Namensgewirr


Die Bezeichnung "Grünkohl" ist sicherlich die geläufigste für die Pflanze, in Bremen wird sie jedoch auch Braunkohl genannt. Um den Ursprung dieses Namens ranken sich viele Geschichten, die genaue Herkunft ist jedoch unklar. Weniger bekannt ist, dass es noch eine Vielzahl anderer Betitelungen für den Grünkohl gibt: Je nach Region heißt er auch Hochkohl, Winterkohl, Strunkkohl, Krauskohl, Federkohl oder auch Lippische, Oldenburger oder Friesische Palme.

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