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Fahrradquartier Ellener Hof

Das Bild zeigt ein abstraktes buntes Linenraster
Rund zehn Kilometer Luftlinie von der Bremer Innenstadt entfernt entsteht auf einer ca. 10 ha großen Fläche ein sozial-ökologisches Modellvorhaben - das "Stiftungsdorf Ellener Hof".

Quelle: SKUMS/Ecolo

Ein sozial-ökologisches Modellquartier für Bremen

Informationen zum Projekt

Titel: Verbundprojekt Nationale Klimaschutzinitiative (NKI): Aufbau einer nachhaltigen Radverkehrsinfrastruktur im Stiftungsdorf Ellener Hoft

Laufzeit: 01.06.2018 - 31.01.2021

Beteiligte Partner: Stadtgemeinde Bremen und Bremer Heimstiftung

Förderkennzeichen: 03KBR0057A

Klimafreundlich und sozial - (wie) geht das?

Rund zehn Kilometer Luftlinie von der Bremer Innenstadt entfernt entsteht auf einer ca. 10 ha großen Fläche ein sozial-ökologisches Modellvorhaben – das „Stiftungsdorf Ellener Hof". Das mit nur wenigen und einfachen Gebäuden bebaute Grundstück war jahrelang durch hohe Zäune abgesperrt. Mit der Öffnung des mit vielen alten Bäumen bestandenen Geländes ergibt sich die Chance, die beiden angrenzenden Stadtteile Ellener Feld und Blockdiek miteinander zu verbinden. Hier soll nun ein neues, vitales „Dorf in der Stadt“ mit 500 Wohneinheiten für ca. 1.200 BewohnerInnen, mit sozialer Infrastruktur ebenso wie mit kulturellen und Bildungsangeboten entstehen.

Der städtebauliche Entwurf dafür wurde in einem kooperativen Verfahren entwickelt und soll modellhaft für Bremen ökologische und soziale Aspekte miteinander vereinen. Neben der Klimafreundlichkeit – u.a. werden alle Gebäude in Holzbauweise errichtet – und dem sozialen Anspruch zeichnet sich das Quartier durch die Überschaubarkeit und Kleinteiligkeit der städtebaulichen Gestaltung aus. Geplant und umgesetzt wird das Vorhaben in enger Kooperation zwischen der Stadtgemeinde Bremen und der Bremer Heimstiftung.

Entsprechend der ökologischen Ausrichtung des Stiftungsdorfes sieht das Mobilitätskonzept auch eine starke Orientierung auf den Radverkehr vor – ein Ziel, das durch das Einwerben von Fördermitteln des Bundes noch konsequenter umgesetzt werden kann. Entsprechend heißt es denn auch u.a. auf den Bauschildern: „Hier entsteht das Fahrradquartier Ellener Hof – gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages“.

Ziele des Fahrradquartiers Ellener Hof

Portrait eines älteren Herrn mit Glatze und Brille

Quelle: SKUMS

"Mit dem Stiftungsdorf Ellener Hof entsteht ein attraktives Quartier, das nachhaltig ist und den Klimaschutz in den Fokus stellt. Entstehen soll ein buntes und vielfältiges Leben auf der Straße und im Miteinander. Dafür schaffen wir Räume, die zum Verweilen einladen und zur Nutzung anregen. Dann heißt es nicht nur für die Jüngsten »Haustür auf und raus«."

André Vater - Vorstandsvorsitzender Bremer Heimstiftung

Stärkung des Radverkehrs - ein zentrales Anliegen

Die Stärkung des Klimaschutzes soll in dem Zukunftsquartier u.a. dadurch erreicht werden, dass hohe energetische Standards sowohl bei den Neubauten als auch bei den Bestandsgebäuden, bei der Energieversorgung, durch Dachbegrünungen, Regenwasserversickerungen, vielfältige Grün- und Freiräume unter Erhalt der alten Bäume und eben ein Mobilitätskonzept umgesetzt werden. Zum Mobilitätskonzept gehören neben der Reduzierung des Kfz-Stellplatzschlüssels die Förderung der E-Mobilität und des Car-Sharings und schwerpunktmäßig die Stärkung des Rad- und Fußverkehrs.

Verbesserung des Modal Split/Erhöhung des Radverkehrsanteils/Verbesserung der Radverkehrssituation

Die Stadt Bremen möchte den Radverkehrsanteil im Modal Split verbessern, im Bremer Osten werden zurzeit für 25% aller Wege das Fahrrad genutzt. Erklärtes Ziel ist die Steigerung auf 30%. Das lässt sich nur durch die grundlegende Verbesserung der Rahmenbedingungen des Radverkehrs erreichen. Im Fahrradquartier Ellener Hof finden die neuen Bewohnerinnen und Bewohner bei ihrem Einzug eine gute Radverkehrsinfrastruktur und entsprechende Serviceangebote vor, weitere Details finden Sie in der Maßnahmenbeschreibung. Dabei sollen folgende Ziele verfolgt werden:

  • radverkehrsfreundliche Neugestaltung des Straßenraumes
  • Errichtung radverkehrsfreundlicher Infrastrukturen
  • Etablierung lokaler Radverkehrsdienstleistungen, die zu einer dauerhaften Aufwertung der Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer im Modellgebiet und in seiner Umgebung beitragen

"Was passt besser zu einer großen Holzbausiedlung als eine klimaverträgliche Nahmobilität? Radfahren, zu Fuß gehen, Busse und Bahnen ganz nah bei und bei Bedarf neue Formen des Autoverkehrs - das ist Mobilität von morgen. Wir freuen uns, mit unserem Stiftungsdorf Ellener Hof dabei zu sein."

Alexander Künzel - Seniorvorstand Bremer Heimstiftung

Portrait eines älteren Herrn mit Glatze im schwarzen Anzug mit roter Krawatte

Quelle: SKUMS

Entstehen eines neuen sozial-ökologischen Quartiers

Die Bremer Heimstiftung baut und betreut nicht einfach Seniorenheime – sondern sie integriert diese in die sie umgebenden Quartiere, so dass hier durch vielerlei Angebote, Kooperationen und Verknüpfungen soziale Stadtteilzentren entstehen. Ein wichtiges Thema dabei ist immer auch die Berücksichtigung ökologischer Belange und die Verkehrssituation vor Ort sowie deren stadtverträgliche Abwicklung. Entsprechend zielen die Bremer Heimstiftung und die Stadtgemeinde Bremen darauf hin, die Bedingungen für den Radverkehr im eigentlichen Modellgebiet als auch in seiner Umgebung durch eine Vielzahl von Maßnahmen komfortabler und einladender zu gestalten. Eine enge Kooperation zum Thema klimafreundlicher Mobilität findet mit Aktiven vor Ort im Projekt „Klimaquartier Ellener Hof“ statt.

10 Maßnahmen am Ellener Hof

Eine neue Zufahrtsstraße zum Stiftungsdorf Ellener Hof macht aus der bisherigen T-Kreuzung eine vierarmige Kreuzung, die übersichtlicher, komfortabler und sicherer für den Radverkehr gestaltet wird.

 

Der Zugang zu dem neu entstehenden „Stiftungsdorf Ellener Hof“ wird zukünftig über eine neue Straße von der Ludwig-Roselius-Allee aus erfolgen. Die bisherige T-Kreuzung (Ludwig-Roselius-Allee mit der Düsseldorfer Straße) wird zu einer dann vierarmigen Kreuzung (Planstraße/Ludwig-Roselius-Allee/Düsseldorfer Straße) ausgebaut. Mit dem Umbau verbindet sich die Chance, die Kreuzung für den Radverkehr – ebenso wie für den Fußverkehr – komfortabler, übersichtlicher und sicherer zu gestalten. Damit leistet diese Maßnahme einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Attraktivität des Radfahrens, denn neben den Alltags-Fahrradfahrenden werden hier künftig viele weitere neue Menschen mit Rad und zu Fuß unterwegs sein. Sie alle profitieren von einem fahrrad- und fußgängerfreundlich ausgebauten Kreuzungsbereich.

Neue Wege und Verbindungen zwischen bestehenden Routen schaffen bequeme und sichere Möglichkeiten, sich durch das Quartier zu bewegen, bislang versperrte Wegeverbindungen zu nutzen und seine Ziele schnell zu erreichen.

 

Alle, die im Projektgebiet wohnen, arbeiten, Erledigungen machen oder zu Besuch kommen sollen zukünftig ihr Ziel bequem und sicher erreichen können. Vor allem der Fuß- und Rad-verkehr wird durch die Verbindung und Schaffung von Wegen aufgewertet. Dazu gehören auch drei neue Fuß- und Radwege, die das entstehende Stiftungsdorf mit der westlich verlaufenden Nebenroute „Am Hallacker“ verbinden und ein öffentlicher Fuß- und Radweg in Nord-Süd-Richtung westlich der vorhandenen Senioreneinrichtung. Doch auch die Anbindung an umgebende Haupt- und Nebenrouten des Stadtgebietes gehört zur Maßnahmenplanung, um die Attraktivität des Radverkehrs zu erhöhen. Die erforderlichen Wege werden nach der Realisierung beschildert und kommuniziert. Baulichen Defiziten auf den Routen wird unter anderem durch die Beseitigung von Wurzelschäden, mit Querungsmöglichkeiten oder einem Belagwechsel begegnet. So soll beispielsweise der Radweg südlich der Ludwig-Roselius-Allee auf nördlicher Höhe des Osterholzer Friedhofs als wichtige Verbindungstrecke Richtung Bremer Innenstadt attraktiver für den Radverkehr gemacht werden.

Alle drei Haltestellen nahe des Ellener Hofs werden ansprechender gestaltet. Zudem sollen sie besser erreichbar und sicherer für den Rad- und Fußverkehr werden.

 

In der Nähe des Projektgebietes befinden sich die Straßenbahnhaltestelle Düsseldorfer Straße sowie zwei Bushaltestellen der Linie 25 an der Ludwig-Roselius-Allee. Die Schnittstellen zwischen dem Fuß- und Radverkehr und dem ÖPNV sollen inklusive ihrer Zuwege so gestaltet werden, dass sie alle attraktiv, sicher und bequem nutzbar sind. Eng verknüpft mit den Maßnahmen zur fahrradverkehrsfreundlichen Gestaltung des Knotenpunkts Ludwig-Roselius-Allee (M1) und der Schulwegsicherung Düsseldorfer Straße (M8) wird die Umgebung der Haltestellen gestalterisch aufgewertet und mit fahrradfreundlichen Ergänzungen wie Abstellmöglichkeiten ausgestattet. Wegweiser, neue Pflasterung und seitliche Absicherungen sollen zum Wohlbefinden der Fahrgäste beitragen.

Eine Anlieferstation am Quartierseingang und die anschließende Weiterverteilung der Waren durch einen sozialen Träger mithilfe von (Elektro-)Lastenfahrrädern und Handkarren reduziert den motorisierten
Lieferverkehr im Quartier.

 

Mit der bundesweit neuen, innovativen Maßnahme der „Klimafreundlichen Warenverteilstation“ kann der wachsende motorisierte Lieferverkehr im Quartier reduziert werden. Hierfür wird am Quartierseingang eine Anlieferstation für Lieferungen unterschiedlicher Lieferdienste entstehen, so dass diese nicht mehr in das Quartier hineinfahren müssen. Von dieser Anlieferstation aus erfolgt die Feinverteilung durch Mitarbeiter des Beschäftigungsbetriebs bras e.V.: Sie nehmen Waren entgegen und, um diese anschließend mit (Elektro-)Lastenfahrrädern oder Handkarren an die jeweiligen Zielorte/Haushalte im Gebiet auszuliefern. Alternativ können die Waren natürlich auch selber abgeholt werden – auch dafür stehen Lastenräder und Handkarren bereit. Umgekehrt sollen in der Warenverteilstation auch eigenen Pakete und Waren abgegeben werden und von den Auslieferdiensten mitgenommen werden können.

Mit alltagstauglichen Serviceangeboten wie einem Fahrradverleih, einer Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt sowie einer Pedelec-Ladestation werden weitere Anreize für den Radverkehr gesetzt.

 

Radverkehrsförderung funktioniert durch gute Radverkehrsverbindungen und gute Abstellmöglichkeiten. Als drittes Standbein können benutzerfreundliche, alltagstaugliche und Fahrrad-Serviceangebote den Anreiz zur Fahrradnutzung erhöhen.
Hierfür sind im Fahrradquartier Ellener Hof mehrere Bausteine vorgesehen: Neben diversen Abstellmöglichkeiten und der klimafreundlichen Warenverteilstation (s.o.) entsteht im Herzen des Quartiers eine Fahrradstation. Hier, im historischen Bruderhaus in der Quartiersmitte, umgeben von z.B. der VHS, einem Studierendenwohnheim, den Angeboten der Brede-Stiftung – wird eine Servicestation mit Fahrradverleihsystem sowie eine Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt aufgebaut. In der Fahrradverleih-Station können künftig ca. 25 unterschiedliche (Spezial-)Fahrräder entliehen werden. Als weiteres Serviceangebot zur Unterstützung des Radfahrens ist an diesem Standort eine Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt vorgesehen. Beide Angebote werden von dem Beschäftigungsträger bras e.V. betrieben. In der ebenerdigen, mit allen erforderlichen Werkzeugen ausgestatteten ca. 50 m² großen Werkstatt können Fahrradpannen behoben und kleinere Reparaturen selber ausgeführt werden. Das Serviceangebot wird durch Schließfächer und eine Ladestation für Pedelecs abgerundet. Eine weitere Pedelec-Ladestation soll im (Fahrrad-) Parkhaus am Quartierseingang entstehen.

300 teilweise überdachte Radabstellplätze, die zusätzlich im öffentlichen und halböffentlichen Raum geschaffen werden, unterstreichen die Bedeutung des Radverkehrs im Quartier.

 

Ganz ohne private Pkws wird es im Stiftungsdorf Ellener Hof nicht gehen. Allerdings können die bei Neubauten üblicherweise geforderten Pkw-Stellplätze durch das integrative Mobilitätskonzept deutlich reduziert werden. Damit steht mehr Fläche für Grün, Erholung und andere Nutzungen zur Verfügung.
Damit dies möglich wird, müssen u.a. alternative Mobilitätsformen angeboten werden. Neben einer guten Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr spielt auch die Fahrradfreundlichkeit des Quartiers eine wichtige Rolle.
Da im Projektgebiet rund 100 öffentliche Kfz-Stellplätze entstehen, ist beabsichtigt, eine deutliche höhere Zahl an zusätzlichen öffentlichen Fahrradabstellplätzen zu schaffen, um die Präsenz und die hohe Bedeutung des Radverkehrs deutlich zu zeigen. 300 (teilweise überdachte) Radabstellplätze sollen flächendeckend im öffentlichen und halböffentlichen Raum des Stiftungsdorfes installiert werden.

Das Absenken von Bordsteinen, Umpflasterungen und eine Führungsunterstützung für Fahrräder heben die Qualität und Sicherheit des Radverkehrs, insbesondere von Kindern auf ihrem Schulweg.

 

Als nördlicher Knotenpunktarm der Ludwig-Roselius-Allee ist die Düsseldorfer Straße die Verbindung zum dahinterliegenden Wohngebiet Blockdiek. Da ein Abschnitt der Straße von Kindern als Weg zur Grundschule genutzt wird, steht eine Sicherung und Optimierung dieses Bereiches im Vordergrund. Durch das Absenken von Bordsteinen, Umpflasterungen und Unterstützung für Radfahrerinnen und Radfahrer wird auch in der direkt angrenzenden Umgebung des Projektgebietes die Qualität des Radverkehrs gehoben. Während und nach der Umsetzung sollen Aktionen zum sicheren Schul- und Radweg in Kooperation mit Partnern vor Ort umgesetzt und ein Schulwegplan erstellt werden.

 

 

Vielfältige Maßnahmen sollen gemeinsam geplant und so die bereits intensiv genutzte Straße aufgewertet und fahrradfreundlicher gestaltet werden.

 

Beim alltäglichen Leben im Quartier hat die Straße Große Vieren bereits vor der Entstehung des Projektgebietes eine hohe Bedeutung. Die intensive Nutzung von Fuß- und Radverkehr verlangt allerdings nach einer besseren Gestaltung: In Zusammenarbeit mit dem Beirat und Ortsamt erfolgt eine Planung von baulichen Maßnahmen, die der zentralen Funktion der Straße entsprechend eine Aufwertung bedeuten. Denkbar sind neue Markierungen, Pflanzenbeete und Ordnungsmaßnahmen, die den motorisierten Verkehr regulieren können und die Aufenthaltsqualität auf der Straße verstärken.

Eine komfortable Infrastrukturausstattung mit zahlreichen neuen Stellplätzen für Fahrräder wird am Einkaufszentrum Blockdiek umgesetzt.

 

An einem stark frequentierten Zielort wie dem Einkaufszentrum Blockdiek ist eine gute und komfortable Infrastrukturausstattung bei der Entscheidung für das Fahrrad wichtig. Gerade im Hinblick auf anstehende Besucherzuwächse und die Erhöhung der Kaufkraft gilt es, die vorhandene Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer aufzuwerten. Konkret lässt sich das mit neuen Fahrradständern umsetzten, die sowohl auf dem privaten Grund des Einkaufszentrums als auch im öffentlichen Raum aufgestellt werden. Gleichzeitig werden vorhandene „Altanlagen“ durch komfortable Fahrradbügel ersetzt. So sollen rund 50 neue Abstellplätze mit einheitlicher Gestaltung rund um das Einkaufszentrum geschaffen werden.

Alle ziehen an einem Strang - Beteiligte am Projekt Ellener Hof

Die Entwicklung des sozial-ökologischen Stiftungsdorfes Ellener Hof (auch) zu einem Fahrradquartier ist ein Gemeinschaftsprojekt, das neben der Bremer Heimstiftung und der Stadtgemeinde Bremen von einer Reihe weiterer Akteure unterstützt und mitgetragen wird.

Logo der Bremer Heimstiftung

Quelle: Bremer Heimstiftung

Bremer Heimstiftung

Die Bremer Heimstiftung ist eine Körperschaft des privaten Rechts und wurde 1953 als Träger der Altenhilfe gegründet. Die mehr als 30 Standorte im Bremer Stadtgebiet sind mittlerweile keine Altenheime mehr, sondern Knotenpunkte des „sozialen Miteinanders“ im Quartier. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass lokale soziale Netzwerke in den und um die Senioreneinrichtungen herum – wie etwa Kindergärten, Künstlerateliers oder unterschiedliche Kursangebote auch für Nicht-SeniorInnen – das Leben der älteren Menschen bereichern und alle vom Miteinander profitieren. Beim „Stiftungsdorf Ellener Hof“ besteht aufgrund der Größe des Projekts die Möglichkeit, diesen Ansatz noch auszuweiten und viele andere kooperierende Nutzungen in das Quartier zu holen.

Stadtgemeinde Bremen

Die Stadt Bremen ist verantwortlich für die Planung und Gestaltung des öffentlichen Straßenraums und schafft die Rahmenbedingungen für die Stadtentwicklung. Beim Modellvorhaben „Stiftungsdorf Ellener Hof“ erfolgt diese Entwicklung in enger Kooperation zwischen der Stadtgemeinde Bremen und einem privaten Träger, der Bremer Heimstiftung. Wenn dann auch noch die Grundgedanken, Ziele und Planungsansätze so gut zueinander passen – dann muss etwas ganz besonderes daraus werden!
Seitens der Stadtgemeinde Bremen sind vor allem der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr- u.a. mit der Stadtplanung und Bauordnung, der Abteilung Verkehr und dem Amt für Straßen und Verkehr an dem Vorhaben beteiligt.

Neuigkeiten und Veranstaltungen zum Projekt

Weitere Akteure, die am Projekt "Ellener Hof" mitwirken

Neben der Bremer Heimstiftung und der Stadt Bremen gibt es eine Vielzahl weiterer Mitwirkender, die entweder als Akteure im Stiftungsdorf dabei sind oder aber durch die Übernahme besonderer Aufgaben zum Gelingen des Vorhabens beitragen.

 

  • Beirat und Ortsamt Osterholz
  • bras e.V.  - arbeiten für Bremen: bras ist ein Beschäftigungsträger und bietet arbeitssuchenden Menschen Beschäftigungsangebote und Unterstützung bei der Jobsuche. Mit der Übernahme der Fahrradreparaturwerkstatt wird bras ein wesentliches Element im Ellener Hof stellen.
  • ADFC - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.
  • BUND Landesverband Bremen e.V.
  • Verkehrsclub Deutschland e.V.
  • Familienbündnis
  • Stiftung Maribondo da Floresta
  • Martinsclub - für Menschen mit Beeinträchtigung
  • Martinshof
  • Volkshochschule Bremen Ost
  • Brede-Stiftung zur Förderung von Erziehung, Ausbildung und Wissenschaft
  • Wohnungsbaugesellschaft GEWOBA
  • Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Bremen
  • Lebenshilfe

 

Besonders hinzuweisen ist auf ein weiteres Förderprojekt, das inhaltlich und räumlich eine optimale Ergänzung bietet: Das Verbundprojekt der Bremer Heimstiftung mit dem BUND Landesverband Bremen e.V. "Klimaquartier Ellener Hof". Ziel dieses Vorhabens ist es, mit Aktiven vor Ort den Klimaschutz am Ellener Hof und darüber hinaus im Ellener Feld und in Blockdiek durch interessante Aktionen und Maßnahmen voranzubringen. Die beiden Projekte werden eng miteinander kooperieren.

 

Kontakt

Kontakt Bremer Heimstiftung

Stiftungsdorf Ellener Hof

Sabine Schöbel

Ludwig-Roselius-Allee 181

28327 Bremen

Telefon: 0421 - 40 74 51

Blaues Fahrradicon des Fahrradmodellquartiers

Quelle: SKUMS/Ecolo