Eine Hand berührt weiße Baumwollfasern.

Kleidung - Ökologisch und Fair

Die Herstellung von Textilien geht oftmals mit Ausbeutung von ArbeiterInnen und Umweltverschmutzung einher. Welche Kriterien sollte wirklich "saubere" Kleidung erfüllen und woran kann man sich orientieren?

Wer seine Kleidung ohne Bedenken kaufen und tragen möchte, sollte auf verschiedenes achten. Zwei Aspekte spielen hier eine Rolle - der soziale und der ökologische. Der Großteil unserer Kleidung wird in Ländern wie Bangladesch, China oder der Türkei hergestellt, oftmals verbunden mit schlechten Arbeitsbedingungen und Umweltverschmutzung. 

Was ist "fair"?
 

Wer von "fairer" Kleidung spricht, meint damit vor allem die soziale Komponente - die Arbeit und die Menschen, die sie ausführen. Dahinter verbergen sich unter anderem Sicherheitsstandards, die Einhaltung der Menschenrechte und ein gerechter Mindestlohn. Dies bezieht sich sowohl auf die Fabriken als auch den Anbau der Rohstoffe wie Baumwolle. 
 

Was ist "bio"?
 

Die Kriterien für ökologische Produktion beziehen sich vor allem auf die Verwendung von Schadstoffen. Bei konventionellem Anbau von Baumwolle wird viel mit Pestiziden gearbeitet und auch in der Weiterverarbeitung werden Chemikalien verwendet. "Bio" bedeutet dagegen: Keine chemischen Düngemittel oder Chemikalien, keine Gentechnik, keine Monokulturen und Ernte von Hand.

Bunte T-Shirts auf mehreren Kleiderstangen gestapelt

Wer setzt die Standards?
 

Die Mindeststandards für Arbeitsbedingungen legt die Internationale Arbeitsorganisatin (ILO) fest. So sind zum Beispiel Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung verboten und die ArbeiterInnen haben ein Recht auf angemessene Arbeitszeiten, Löhne und Tarifverhandlungen. Viele Initiativen entwickeln auf dieser Grundlage Verhaltenskodexe für Textilunternehmen. Beispiele sind die "Kampagne für Saubere Kleidung" oder die Fair Wear Foundation. Aber auch die großen Textil-Firmen selbst formulieren teilweise eigene Verhaltensregeln. Und Greenpeace als Umweltschutzorganisation setzt sich mit seiner Detox-Kampagne explizit für die Reduktion von Chemikalien ein.

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