Ein Teller mit Knipp, Bratkartoffeln, Salat, saurer Gurke und Apfelmuß

Bremens kulinarische Seiten

Traditionsreiche Speisen, Bremer Erfindungen, Exportschlager oder beeindruckende Weine - Bremens kulinarische Seiten haben so einiges zu bieten. Lasst euch die Weserstadt mit uns auf der Zunge zergehen und erfahrt Wissenswertes über hiesige Spezialitäten.

"hauffenweise" Wein

Das "köstliche Fundament des Rathauses" - diesen Spitznamen trägt der Bremer Ratskeller nicht ohne Grund. Die Gewölbe unterhalb des Liebfrauenkirchhofs und des Domshofs beherbergen nicht nur eine der traditionsreichsten Gastronomien Bremens, sondern auch das weltweit größte Sortiment ausschließlich deutscher Weine. Auch der älteste Fasswein des Landes, der berühmte Rüdesheimer Wein von 1653, lagert hier. Die Teilnahme an einer Führung durch die Gewölbe ist absolut empfehelenswert. Dabei erkundet ihr unter anderem den Hauffsaal, der nach dem Dichter Wilhelm Hauff benannt wurde.
Foto von @heitmas

Braunkohl-City

Mit dem ersten Frost beginnt die Zeit des Grünkohls - oder Braunkohl, wie man hierzulande sagt - in Bremen und umzu und mit ihr auch die Saison der traditionellen wie feierlichen Kohlfahrten! Bei eisigen Temparaturen pilgern Bremerinnen und Bremer durch die Natur, gönnen sich das ein oder andere Schnäpschen und kehren im Anschluss zum deftigen Kohlschmaus mit Kasseler, Kochwurst, Bauchspeck und natürlich Pinkel in einem Restaurant ein.
Foto von @gabys_fitnessfood

Die Wiege des Rollos

1981 erfand Hossain Saravi in seinem Döner-Imbiss am Sielwall den ersten Rollo der Welt - ein vielseitig gefülltes, gerolltes Fladenbrot, das durch verschiedenste Saucen zu einem besonderen Genuss wird. Am liebsten als Fast-Food nach einer durchfeierten Nacht verspeist, gehört der Rollo zur kulinarischen Landschaft Bremens wie Kohl und Pinkel.
Foto von @mildnothing

Mahlzeit die Herren... und Damen

Seit knapp fünf Jahrhunderten wird alljährlich in Bremen das so genannte Schaffermahl veranstaltet. Als ältestes fortbestehendes Festmahl der Welt dient es nicht nur dem Austausch zwischen Handel, Schifffahrt, Industrie und Politik, es werden auch Spenden für die Bremer Stiftung "Haus Seefahrt" gesammelt. Die Teilnahme am erfolgreichsten Spenden-Dinner Deutschlands war lange Zeit nur Männern vorbehalten - um genau zu sein bis zur 471. Veranstaltung. Seit dem Jahr 2015 werden auch Frauen als reguläre Gäste zum Festmahl geladen.
Foto von @violakral

Unser Hamburger heißt Bremer

Auf die schnelle noch 'ne Fischfrikadelle... Als Alternative zum Rindfleisch-Patty nimmt der "Bremer" eine knusprig panierte Frikadelle aus Weißfischfilets wie Seelachs oder Seehecht zwischen seine Brötchenhälften. Dazu noch ein knackiges Salatblättchen, Senf oder Remoulade und Röstzwiebeln - guten Appetit!
Foto von @ankerperle

Wohlgehütete Gaumengenüsse

Zum ersten Mal im Jahre 1593 im Bremer Rat erwähnt, landet der Bremer Klaben noch heute auf den vorweihnachtlichen Kaffeetafeln der Bremerinnen und Bremer. Aber auch über die Stadgrenzen hinaus erfreut sich das traditionsreiche Gebäck aus Hefeteig und Sultaninen großer Beliebtheit. Die Konitorei Knigge verschickt die Leckerei in die ganze Welt.
Foto von @jens_niklaus

Kaffee-Geschichte

Bremen erhielt 1673 als erste deutsche Stadt die Konzession zum Ausschank von Kaffee und eröffnete im gleichen Jahr auf dem Marktplatz das erste Kaffeehaus des Landes. Noch heute spielt Bremen in der Kaffeebranche eine große Rolle: Fast jede zweite importierte Bohne wird über die Hansestadt eingeführt und jede dritte in Deutschland getrunkene Tasse Kaffee kommt aus Bremen.
Foto von @arte25

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