Das Raumfahrtjahr Bremen erreicht auch Bremen-Nord. Die neue Vortragsreihe "Schifffahrt-Luftfahrt-Raumfahrt" führt Sie mit spannenden Vorträgen in andere Welten.


Schulschiff Deutschland in Bremen-Vegeack.
Schulschiff Deutschland in Bremen-Vegeack.  Quelle: WFB/Ingo Wagner

Jahrzehnte lang erlernten viele junge Menschen auf dem Schulschiff Deutschland ihre ersten Schritte als Seemann. Die neue Vortragsreihe "Schifffahrt-Luftfahrt-Raumfahrt" macht die Schiffsdame zum Ort für interessante Themen. Hier finden Sie die Vorträge in der Übersicht:

  • Von der Weser bis zum Mars: 4000 Jahre Entdeckungen - Wann Bremer in die Welt ziehen!

    31. Januar 2018 um 19 Uhr, Schloss Schönebeck


    Seit rund 4.000 Jahren gibt es Bremerinnen und Bremer. Die meisten ahnten nur nicht, dass sie welche sind. Und BremerInnen hat es immer in die Ferne gezogen. Warum nur, wo doch Bremen der schönste Ort der Welt ist? In dem Vortrag, der zur Vortragsreihe "Schifffahrt-Luftfahrt-Raumfahrt" in Bremen-Nord gehört, begeben Sie sich mit dem Referenten Thorsten Kropp, Geschichtswissenschaftler und Fotograf, auf Spurensuche in die Vergangenheit, um zu sehen, was vor uns liegt. Denn oft ist das Ferne näher, wenn man nur den ersten Schritt wagt. So steht schon am Schütting "wagen un winnen".

  • Wie die Raumfahrt unseren Alltag verändert hat

    2. März 2018 um 19 Uhr, Schulschiff Deutschland


    Denkt man an die Auswirkungen der Raumfahrt auf unseren Alltag, fällt einem wahrscheinlich als erstes die Teflonpfanne ein (Teflon als Material der Hitzeschilde). Viel mehr Einfluss hat aber die durch das Raumfahrtprogramm getriebene sprunghafte Entwicklung der Mikroelektronik gehabt. Ohne diesen Schub gäbe es wahrscheinlich noch keine Computer für jeden und alles - und auch kein Smartphone. Ein zweites, noch weniger bekanntes "Abfallprodukt"“ der Raumfahrt sind Methoden, mit denen Produktions- und Logistikprozesse so tiefgreifend verbessert wurden, dass technische Produkte viel zuverlässiger arbeiten als zum Beispiel in den fünfziger Jahren vor Beginn der Raumfahrt.

  • Satellitenbasierte Fernerkundung und Maritime Anwendungen

    20. April 2018 um 19 Uhr, Schulschiff Deutschland


    Die riesigen globalen Ozeane können am besten vom Weltraum aus mittels Satellitensensoren beobachtet werden. Deren Beobachtung ist wichtig für ökologische, ökonomische, soziale und politische Interessen. Insbesondere über die Umwelt liefert die Erdbeobachtung Erkenntnisse mit steigender Wichtigkeit, zum Beispiel die Bewertung des Klimawandels. Die Anwendung von weit verbreiteten optischen Kamerasensoren für maritime Lagebilder unterliegt dem Einfluss von Belichtungs- und Wetterbedingungen. Besser geeignet sind Radarsensoren, welche auch nachts funktionieren und durch Wolken hindurchsehen können. Aus diesem Grund werden vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Methoden zur Extraktion maritimer Informationen aus Synthetic Aperture Radar (SAR) Bildern entwickelt und in Nahe Echtzeit (NRT) zur Verfügung gestellt. Dieser Vortrag liefert einen Überblick über Erdbeobachtungstechniken und setzt dabei den Fokus auf die Anwendung von SAR zur Unterstützung des maritimen Lagebildes.