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Oberschule in Bremen

Nach Beendigung der Grundschulzeit haben Schülerinnen und Schüler in Bremen die Möglichkeit, an einer von zwei Schulformen ihre Bildungslaufbahn fortzuführen: am Gymnasium oder an der Oberschule.

Der Großteil der Kinder besucht ab der fünften Klasse die Oberschule. Diese Schulform existiert in Bremen seit 2009. Sie umfasst alle Jahrgänge von der fünften bis zur dreizehnten Klasse und führt zu allen gängigen Schulabschlüssen. Bei entsprechender Leistung hat jede Schülerin und jeder Schüler also einen Anspruch auf einen Platz in der gymnasialen Oberstufe.
 

Abschlüsse

Generell können an der Oberschule alle Schulabschlüsse erworben werden, die allgemeinbildende Schulen anbieten:
 

  • die Erweiterte Berufsbildungsreife (Erweiterter Hauptschulabschluss)
  • den Mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss) am Ende der zehnten Klasse
  • das Abitur nach 13 Schuljahren
     

An einigen Oberschulen wird das Abitur nach zwölf Jahren angeboten. Die gymnasiale Oberstufe beginnt dann schon nach der neunten Klassenstufe.
 

Das Konzept

Schülerinnen und Schüler der Oberschule lernen bis zur zehnten Klasse gemeinsam, wobei maximal 25 Kinder eine Klasse besuchen. Dabei stellt sich die Oberschule auf das unterschiedliche Leistungsvermögen und Lerntempo der Kinder ein. In Mathematik, Deutsch, der ersten Fremdsprache und Naturwissenschaften erhalten die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten Unterricht in kleineren Kursen auf zwei unterschiedlichen Anspruchsniveaus. Am Ende der zehnten Klasse erwerben die Kinder dann die erweiterte Berufsbildungsreife oder sie setzen ihre Schullaufbahn bei Versetzung mit der Gymnasialen Oberstufe fort.
 

Leistungsorientierte Förderung

Je nach Leistungsstärke erhalten die Schülerinnen und Schüler der Oberschule unterschiedliche Trainingsangebote, die sie entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten fördern. Arbeitsblätter abgestufter Schwierigkeitsgrade, spezielle Übungsmaterialien oder die Zusammenarbeit mit leistungsstärkeren Mitschülerinnen und -schülern prägen beispielsweise das Lernen. Bei besonderem Förderbedarf bieten die Schulen den Kindern im so genannten Zentrum für unterstützende Pädagogik (ZuP) innerhalb der Schule gesonderten Unterricht an. Dieser ergänzt den Unterricht im Klassenverband, so dass eine Teilnahme am Fachunterricht möglich wird.
 

Die Versetzung und das Wiederholen von Klassenstufen

Unterricht, abgestimmt auf das jeweilige Leistungsniveau sowie individuelle Förderungsmaßnahmen sorgen dafür, dass in der Regel keine Schülerin und kein Schüler der Oberschule eine Klasse wiederholen muss. Grundsätzlich ist das Wiederholen einer Jahrgangsstufe bis zur zehnten Klasse nur auf Wunsch der Eltern möglich.
 

Bewertung

Zum Ende eines jeden Schulhalbjahres erhalten die Schülerinnen und Schüler einen individuellen Lernentwicklungsbericht oder ihr Zeugnis. Der Lernentwicklungsbericht richtet sich direkt an die Schulkinder und enthält detaillierte Ausführungen zu ihrem Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten.

Alle Oberschulen im Überblick:
 

Alle Eltern, deren Kinder die vierte Klasse einer staatlichen Schule besuchen, erhalten im Dezember eine Broschüre mit ausführlichen Informationen über das Verfahren des Schulwechsels, mit Hinweisen zu den Informationsveranstaltungen und mit weiteren wissenswerten Tipps.

Die Informationsveranstaltungen der Oberschulen finden zu Beginn des Kalenderjahres im Januar statt. Der Abgabeschluss für die Anmeldung ist in der Regel Anfang Februar. Die konkreten Termine werden meist von den Schulen direkt herausgegeben. Ein Aufnahmebescheid erfolgt bis etwa April. Zu beachten gilt, dass die Fristen von Jahr zu Jahr variieren können.

Im Zeitraum der Anmeldung stellt die Senatorin für Bildung und Wissenschaft zumeist längere Sprechzeiten zur telefonischen Elternberatung zur Verfügung. Entsprechende Kontaktnummern werden den Eltern schriftlich mitgeteilt.

Eine Übersicht zu allen Oberschulen und Gymnasien in Bremen ist im Schulwegweiser zu finden.

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