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Inklusion im Bremer Bildungssystem

Mit der Schulreform im Jahr 2009 hat das Land Bremen als erstes Bundesland einen Inklusionsanspruch in sein Schulgesetz aufgenommen. Inklusion bedeutet im Bereich der Schule, dass allen Kindern ein gleichberechtigter Zugang zu Bildung ermöglicht wird.

Barrieren sollen erkannt und überwunden werden, damit sich jede Schülerin und jeder Schüler aktiv in das Schulgeschehen einbringen kann. Bremen definiert Inklusion im Bereich Bildung nicht nur im Hinblick auf die gemeinsame Beschulung von nicht behinderten und behinderten Kindern und Jugendlichen, sondern auf die Förderung aller Schülerinnen und Schüler – angefangen von der Einschränkung im kognitiven Bereich bis hin zur Hochbegabung, ungeachtet der Weltanschauung, Religion sowie der sozialen oder kulturellen Herkunft.
 

Verbesserung der Qualität des Bremer Schulsystems

Um die Qualität des Bremer Schulsystems zu verbessern und das Gelingen der Inklusion zu sichern, werden im Bremer Bildungssystem einige neue Unterrichtsmethoden angewendet. Dazu gehören Maßnahmen zur Umsetzung eines individualisierten Unterrichts, eine Orientierung am Projektunterricht oder die Einführung von Jahrgangsarbeiten und jahrgangsübergreifenden Arbeiten.
 

Förderzentren in Bremen

Damit bei der Umsetzung des inklusiven Unterrichts der Bedarf an fachlicher Kompetenz und ihr fachgerechter Einsatz gesichert ist, wurden in Bremen 18 Zentren für unterstützende Pädagogik (ZuP) eingerichtet, die integraler Bestandteil der Schulen sind. Sie haben im allgemeinen Schulwesen die Aufgabe, eine auf die individuelle Lernausgangslage von Schülerinnen und Schülern ausgerichtete Betreuung, Erziehung und Unterrichtung anzubieten. Von Maßnahmen bei sonderpädagogischen Förderbedarfen bis hin zur Förderung besonderer Begabungen übernehmen die im ZuP vertretenen Lehrkräfte mit speziellen Kompetenzen, pädagogischen Mitarbeiter und Schulsozialmitarbeiter breitgefächerte Aufgaben. Seit 2012 sind in allen Bremer Schulen diese sogenannten ZuP eingerichtet. Kleinere Grundschulen bilden Verbünde.

Weitere Beratung und Unterstützung erfahren Eltern sowie SchülerInnen in vier regionalen Beratungszentren (ReBUZ): ReBUZ Nord, Ost, Süd und West. 
Eine Übersicht über das Angebot sowie konkrete Ansprechpartner findet ihr auf der Seite der Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren Bremen

Weitere Informationen zum Thema Inklusion in Bremen gibt es auf dem Bremer Portal zur Inklusion

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