Ein Schwarz-Weiß-Foto von Eva Besnyö. Es zeigt eine Luftansicht auf eine Straßenecke. Zu sehen ist ein Auto und wenige Menschen, ein Laden mit der Aufschrift "Bäckerei, Konditorei, Café" und eine Litfasssäule.

Eva Besnyö – Photographin. Budapest, Berlin, Amsterdam

Wann & Wo

16. März 2019

15 bis 16:30 Uhr

Paula Modersohn-Becker Museum, Böttcherstr. 6-10

8 Euro (Führung incl. Eintritt)

Anmeldung:

info@museen-boettcherstrasse.de

Tel.: 0421 33882-22

Museen Böttcherstraße

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Eva Besnyö (1910 – 2003) war eine begnadete Photographin und politisch engagierte Zeitgenossin. Ihre Schwarz-Weiß-Photographien faszinieren durch ungewöhnliche Perspektiven, überraschendes Licht und ihre stilistische Modernität. Bevor die ungarische Photographin im Berlin der frühen 1930er-Jahre die Ästhetik der modernen Photographie für sich entdeckte, lernte sie ihr Handwerk im Budapester Atelier von József Pécsi. Zur Meisterphotographin wurde sie in Amsterdam: Dort gelang ihr 1948, nach der Verfolgung als Jüdin, auch der berufliche Neustart. Als Vertreterin der Strömung Nieuwe Fotografie (Neue Fotografie) ist die Künstlerin in den Niederlanden eine feste Größe.

 

Ihr photographisches Werk ist geprägt vom Aufbruch der Künste in die Moderne – vom Neuen Sehen und der Neuen Sachlichkeit. Zwischen diesen beiden Positionen entwickelte die Künstlerin eine eigene poetisch-experimentelle Bildsprache, die Zeit ihres Lebens Basis für ihr Œuvre blieb. Bis heute haben ihre Aufnahmen nichts an Modernität und Strahlkraft verloren. Die Ausstellung zeigt mehr als 80 Werke, überwiegend Vintage Prints (Originalabzüge), aus dem Nachlass der Künstlerin, die sämtliche Stationen ihres Lebens repräsentieren: von den frühen, durch Renger-Patzsch oder Moholy-Nagy inspirierten Detail-Aufnahmen aus Budapest über die experimentellen Berliner Straßenszenen um 1930, die vortrefflichen Porträt- und Architekturphotographien bis hin zur Dokumentation der Frauenbewegung in den Niederlanden der 1970er-Jahre.

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 22. April 2019 im Paula Modersohn-Becker Museum zu sehen.

 

Führung in Gebärdensprache

Im Rahmen der Sonderausstellung Eva Besnyö – Photographin. Budapest, Berlin, Amsterdam bietet die Hamburger Kunstvermittlerin Martina Bergmann am Samstag, 16. März 2019 von 15 bis 16:30 Uhr eine Führung in Gebärdensprache an.
 
Kosten: 8 Euro inkl. Eintritt
Um eine Anmeldung unter info@museen-boettcherstrasse.de oder Tel. 0421 33882-22 wird gebeten.

Eine Schwarz-Weiß-Fotografie von Eva Besnyö. Zu sehen ist eine lichtdurchflutete Kantine mit hohen Fenstern und geöffneten Terrassentüren.

Quelle: Eva Besnyö / MAI

Eva Besnyö, Kantine der AVRO-Studios, Hilversum, 1936, Silbergelatine Vintage. Quelle:Eva Besnyö / MAI

Eine Schwarz-Weiß-Fotografie von Eva Besnyö. Sie zeigt drei junge Menschen am Sandstrand, die sich sonnen und eng umschlungen festhalten.

Quelle: Eva Besnyö / MAI

Eva Besnyö, Strandbad Wannsee, Berlin, 1931, Silbergelatine. Quelle:Eva Besnyö / MAI

Ein Schwarz-Weiß-Foto von Eva Besnyö. Es zeigt eine Luftansicht auf eine Straßenecke. Zu sehen ist ein Auto und wenige Menschen, ein Laden mit der Aufschrift "Bäckerei, Konditorei, Café" und eine Litfasssäule.

Quelle: Eva Besnyö / MAI

Eva Besnyö, Starnberger Straße, Berlin, 1931, Silbergelatine. Quelle:Eva Besnyö / MAI