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Lieblings-Ausflugsziele

Zwei lächelnde Frauen.
Mit Rollstuhl in der Innenstadt unterwegs. Ein persönlicher Erfahrungsbericht.

Quelle: Aline Dombrow

Eine gezeichnete Sprechblase.

Von Aline Dombrow

 

Im Familienunterstützenden Dienst tummeln meine Begleitung und ich uns besonders gerne unter Menschen. Am liebsten machen wir Spaziergänge an der Bremer Schlachte oder direkt in der Innenstadt. Bei schönem Wetter hat man viele Möglichkeiten, die kleinen und feinen Seiten von Bremen zu erkunden und es sich in einem Café oder Restaurant gemütlich zu machen.

 

Da wir mit einem Rollstuhl unterwegs sind, ist es für uns wichtig darauf zu achten, dass die Lokalitäten auch Barrierefreiheiten anbieten. Viele Gasthäuser an der Bremer Schlachte erfüllen zwar diese Aspekte, jedoch sind diese nicht immer leicht zugänglich. Beispielsweise gibt es das ein oder andere Lokal, bei welchen man nur über einige Treppenstufen zu den Toiletten gelangt, was für eine*n Rollstuhlfahrer*in nicht immer möglich ist. Meist schaue ich bereits im Vorfeld, welche Gastronomien passend sind. Wird dies über das Internet nicht ganz ersichtlich, rufe ich kurz an und bekomme die wichtigsten Fragen beantwortet. Dennoch kann ich sagen, dass die meisten Lokalitäten barrierefrei sind und man an der Schlachte super spazieren gehen kann. Es gibt hin und wieder erhöhte Bordsteine, auf die geachtet werden muss, aber mithilfe eines kleinen Umwegs sind auch diese zu meistern.

 

Die Bremer Innenstadt ist sehr ebenerdig ausgebaut, was sowohl eine Shoppingtour als auch einen Ausflug in die hippen Cafés ermöglicht. Zudem sind viele Geschäfte mit einem Fahrstuhl ausgestattet und bieten uns die Möglichkeit, alles zu unternehmen worauf wir Lust haben.

 

Wenn das Wetter mal nicht ganz mitspielt oder die Lust auf was anderes, als Spaziergänge, da ist, gehen wir in das Neustädter Schwimmbad. Es ist ein großes Schwimmbad mit vielen Angeboten, auch Rollstuhlfahrer*innen sollen hier nicht zu kurz kommen. Bei einer Vorabanmeldung kann ein Rollstuhl bereitgestellt werden, das geht auch ohne Voranmeldung, aber sicher ist sicher. Zudem gibt es in dem Schwimmbad barrierefreie Umkleiden mit einer Toilette und Dusche. Das finde ich persönlich wirklich super, da kann man sich die Ruhe, die Zeit und auch den Platz nehmen, den man manchmal benötigt. Die Möglichkeit, auf Wunsch einen extra Rollstuhl zu bekommen ist besonders gut, so steht einem erfrischenden Badeausflug nichts im Weg.

 

Bremen bietet viele Möglichkeiten für alle, das finde ich extrem wichtig. Es könnte bei den neuen Straßenumbauten mehr darauf geachtet werden, neue Bordsteinabsenkungen mit einzuplanen, um so die hin und wieder längeren Umwege zu vermeiden, aber das kann ja noch werden.

 

Der Weg zum Ziel gestaltet sich zwar nicht immer ganz einfach, aber machbar. Vor allem gibt es unsere öffentlichen Verkehrsmittel, die eine Fahrt von A nach B durch ihre Barrierefreiheit ermöglichen. Wir fahren gerne mit den Bahnen, da diese problemlos zugänglich sind und meist auch von den weiteren Gästen beachtet wird, dass bestimmte Plätze freigelassen werden.

 

Im Großen und Ganzen hat Bremen viele Orte, die besucht werden können, ob mit oder ohne Rollstuhl, und genau das finden wir super!

 

(Stand der Information: August 2020)

 

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Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an barrierefrei@bremen.de mit dem Betreff "Erfahrungsbericht Innenstadt". Ihre Anfrage leiten wir an die Autorin weiter.

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